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Freitag, 4. April 2014

ZODIAC im Interview

Interview vom 20.3.2014 mit Janosch Rathmer und Nick van Delft von ZODIAC


metal-is-forever: Hat sich die Enttäuschung schon gelegt, nachdem die Nordamerika-Tour mit MONSTER MAGNET nicht zustande kam?

Janosch: Da die Tour auf Grund einer Erkrankung von Dave Wyndorf sowieso nach ca der Hälfte abgebrochen werden musste, war die Enttäuschung, im Nachhinein, dann doch nicht so groß. Natürlich wäre es super gewesen mit MONSTER MAGNET durch Nordamerika zu touren und vor vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben aber bereits mit unserem amerikanischen Label gesprochen und werden versuchen, in naher Zukunft erneut eine Tour durch Nordamerika hinzubekommen.

metal-is-forever: Der schon für tot erklärte Hard-Rock boomt seit ein paar Jahren wieder. Woran mag es liegen, dass auch die jüngeren Semester plötzlich wieder Bands wie z.B. LED ZEPPELIN, RUSH oder THIN LIZZY cool finden?

Janosch: Der Musik-Konsument scheint inzwischen wieder vermehrt Wert darauf zu legen, dass die Musik, die er kauft, authentisch rüberkommt. Gerade im Metalbereich wurde in den letzten Jahren vieles "totproduziert". Mittlerweile besinnen sich viele Künstler wieder auf  handgemachte, ehrliche Musik zurück und stellen die Technik etwas in den Hintergrund. Gerade die Rockbands der 70er sind bis heute ein Paradebeispiel, wenn es um authentische Musik geht. So ist es dann auch wenig verwunderlich, dass im Zuge der Retrowelle diese Bands auch wieder mehr Beachtung finden.

metal-is-forever: Euere musikalische Heimat ist bekanntermaßen eher der blueslastige Rock bzw Hard Rock. Wie weit tragen euch euere musikalischen Hörgewohnheiten in die Neuzeit des Rock/Metal?

Nick: Da sind wir relativ unvoreingenommen. Gehört wird alles was gefällt. Ob das jetzt DAFT PUNK, SNOOP DOG oder PANTERA sind, ist eigentlich egal.Wie du merkst, sind wir ziemlich breitgefächert mit dem Musikgeschmack. Teilweise ergibt sich durch das Hören verschiedenster Musikstile und Künstler sogar eine gewisse Inspiration für unsere Musik.

metal-is-forever: Es ist beeindruckend wie reif euer Songwriting ist und welche Qualität eure Songs haben. Wie leicht fällt es euch neue Songs zu schreiben?

Nick: Das liegt, wie eben erwähnt, zum einen daran, dass wir verschiedenste Musik hören und zum anderen, dass es eigentlich keine Arbeit für uns ist, sondern eher Spass. Wenn wir zusammen kommen, musizieren wir drauf los und schauen was dabei raus kommt. Durch die abgesagte Amerika-Tour hatten wir ein Zeitloch ohne Verpflichtungen. Wir gingen also in unseren Proberaum und fingen an zu komponieren. So sind schon viele Songs für das dritte Album nahezu fertig gestellt. Wir sind sehr glücklich darüber, dass das bei uns so gut funktioniert und relativ problemlos abläuft.

metal-is-forever: Ihr wurdet ja nahezu in der gesamten Musikpresse gelobt und abgefeiert und eure Alben wurden durch die Bank weg sehr gut bewertet. Wie schwer ist es da auf dem Boden zu bleiben?

Janosch: Natürlich erfüllt es uns mit einem gewissen Stolz, wenn ein großes Magazin, wie z.B. das RockHard, unsere Veröffentlichung zur "Platte des Monats" kürt, aber letztendlich kann man sich davon nichts kaufen. Deshalb denke ich, wird auch keiner von uns jetzt abheben. Wir lieben es einfach, auf der Bühne zu stehen und gehen gerne ins Studio um Songs aufzunehmen. Wenn das ankommt und den Leuten gefällt, um so besser.

metal-is-forever: Was hebt ZODIAC von den anderen Bands ab, wie z.B. ORCHID, BLUES PILLS, oder GRAVEYARD, die mit euch um Verkaufszahlen konkurieren?

Janosch: Bei uns steht eindeutig die Musik im Mittelpunkt. Die Retro-Welle rollt z.Zt. unaufhaltsam und einige der neueren Bands haben z.B. einen Klamotten-Style, der gepflegt wird, oder ein Band-Image, dem sie zu entsprechen versuchen. Wie bei jedem Hype werden viele, eigentlich unwichtige Dinge um die Musik herum, plötzlich wichtig. Wir legen auf solche Dinge keinen Wert. Für uns ist wichtig, dass wir authentisch rüberkommen.

metal-is-forever: Nach zwei Alben und einigen Touren die ihr bereits hinter euch habt. Wie kommt ihr mit dem Leben "on the road" klar?

Nick: Wir kommen ganz gut damit klar. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir alle Vollblutmusiker sind und gerne Konzerte spielen.
Janosch: Ja, wir sind alle glücklich darüber, dass wir machen können was wir machen.

metal-is-forever: Könnt ihr von eurer Musik leben oder geht ihr noch bürgerlichen Berufen nach?

Janosch: Man muss sehr viel dafür tun, öfters auch Kompromisse eingehen und muss auch Abstriche machen, aber ich lebe mittlerweile von der Musik. Ich bin neben ZODIAC auch noch bei LONG DISTANCE CALLING, außerdem arbeite ich auch als Booking-Agent. 
Nick: Letztendlich, leben wir alle von der Musik, in welchen Bereichen auch immer. Ich z.B. gebe neben ZODIAC auch noch Musikunterricht.

metal-is-forever: Was habt ihr für den Rest des Jahres noch auf dem Zettel?

Janosch: Direkt im Anschluß an diese Tour werden wir uns eine Hütte im Wald mieten und die Songs für unser drittes Album fertig ausarbeiten. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir Ende Mai soweit sein, dass wir aufnehmen können. Geplanter Veröffentlichungstermin ist September 2014. Außerdem kann man uns im Sommer auf einigen Festivals sehen und Ende diesen Jahres werden wir zum ersten Mal in Europa als Headliner auf Tour gehen.

metal-is-forever: Vielen Dank für das Interview!



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