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Dienstag, 15. September 2015

Konzertbericht NILE / SUFFOCATION / BLOODTRUTH / TRUTH CORRODED 3.9.2015 München Backstage (Werk)

Death Metal Feiertag in München. Die Hochkaräter NILE und SUFFOCATION in einem Billing. Wow. Doch damit nicht genug. Komplettiert wird die kleine (donnerstägliche) Nachtmusik durch BLOODTRUTH aus Italien und die Australier von TRUTH CORRODED. Los geht`s Punkt 19 Uhr mit TRUTH CORRODED. Die Jungs haben heute Abend, was die Anzahl der Zuschauer betrifft, mal so richtig die Arschkarte gezogen. Großzügig geschätzt befinden sich, als die Australier ihren Gig beginnen, ca 50 "Frühaufsteher" im Backstage. Immerhin 20 davon machen es sich direkt vor der Bühne gemütlich, der Rest zieht es vor, sich an der Bar häuslich einzurichten. TRUTH CORRODED lassen sich vom mauen Publikumsinteresse aber nicht die Petersilie verhageln. Augen zu und durch. Die nächsten 30 Minuten füllen TRUTH CORRODED mit Modern Thrash/Death Metal, der gelegentlich an MALEVOLENT CREATION erinnert. Eigentlich nichtmal schlecht gemacht, interessiert aber trotzdem kaum einen. Da es offentsichlich aber auch niemanden gestört hat, gibt es nach 30 Minuten sogar vereinzelt Applaus. Kurze Umbaupause, in der sich das Backstage (Werk) etwas mehr füllt, wobei noch immer nicht von einem Ansturm gesprochen werden kann. Immerhin lassen sich sich aber jetzt mehr Todesblei-Fetischisten im Bereich direkt vor der Bühne blicken, sodass BLOODTRUTH wirklich das Gefühl haben konnten, vor Publikum zu spielen. Ebenso wie TRUTH CORRODED haben auch BLOODTRUTH nur eine halbe Stunde Zeit, um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Im Gegensatz zum straighten Thrash/Death ihrer Vorgänger, frönen BLOODTRUTH dem technisch versierten Death Metal. Obwohl die Italiener erst ein Album am Start haben, wirken sie dennoch realtiv routiniert. Das bleibt auch dem Publikum nicht verborgen, indem, sogar vereinzelt, die ersten Headbanger gesichtet werden. Da die Italienier die Balance zwischen technischem Anspruch und brutaler Härte bevorzugen, muss auch keiner Frikel-Orgien und überlange Soli über sich ergehen lassen, sodass die 30 Minuten schnell vorübergehen, und man sich im Anschluß daran endlich dem widmen kann, weshalb wohl der Großteil der inzwischen zahlreicher Erschienenen heute Abend hier ist: NILE und SUFFOCATION. Doch bevor die Pharaonen München zum beben bringen, darf sich erstmal die New Yorker Death Metal Institution SUFFOCATION austoben. Hobbs & Co haben sich im Lauf der Jahre eine breite Fanbasis erspielt, dementsprechend frenetisch werden SUFFOCATION begrüßt. Allerdings erst nachdem das endlos erscheinende Rap-Intro (das wohl nur Amerikaner "lustig" finden können) überstanden war. Der Einstieg mit "Thrones of Blood" entschädigt aber sofort dafür und gibt die Richtung für die nächsten 60 Minuten vor: Pure Fucking Death Metal. Wer hier auf technische Raffinessen wartet, der ist jetzt definitiv fehl am Platz. SUFFOCATION (Co-Headliner) fahren heute überwiegend eine Setlist, die den ersten Alben huldigt. Allein vom Debütalbum werden heute 4 Songs zum besten gegeben, vom aktuellen Album "Pinnacle of Bedlam" hingegen wird nur "As Grace Descends" präsentiert. Auch wenn, wie es scheint, früher alles besser war, die 60 Minuten ticken gnadenlos runter, und nach "Infecting the Crypts" ist ohne Zugabe Schluß. Die folgende Umbaupause zieht sich dann etwas in die Länge. Kurz nach 22 Uhr erlischt dann endlich das Licht und unter den Klängen von "Ushabti Reanimator" finden sich NILE auf der Bühne ein. "Sacrifice Unto Sebeck" eröffnet den 90-minütigen geschichtlichen Rundgang durch das alte Ägypten. Das ganze wird natürlich wie gewohnt mit majestätischen Riffs, technisch höchst anspruchsvollem Drumming und den entsprechenden Texten serviert und schraubt jedem Hobby-Ägyptologen die Birne runter. "Kafir!", "The Blessed Death", "The Howling of the Jinn", "Sarcophagus", NILE im allgemeinen ("Don't Break Your Drums, George") und Karl Sanders im speziellen, laufen in Verlauf des Abends zur Höchstform auf. Das Publikum steht dem nun in nichts nach, sodass der verhaltene Beginn des Abends längst ad acta gelegt wurde. München huldigt den alten Ägyptern und feiert NILE. Das technische Feuerwerk (Made in South Carolina), welches NILE abgefeuert haben, findet, leider ohne Zugabe,  mit "Lashed to the Slave Stick" und Black Seeds of Vengeance" sein Ende. (JK)

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