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Mittwoch, 15. Februar 2017

GRAVE DIGGER / "Healed By Metal" / Napalm Records / 10 Tracks / 36:23 Min

Musik hat eine wunderbare Kraft, in einer unbestimmten Art und Weise die starken Gemütserregungen in uns wieder wach zu rufen, welche vor längst vergangenen Zeiten gefühlt wurden. (Charles Darwin)

GRAVE DIGGER sind eine jener Bands, denen man auch noch beim 18. Studioalbum abnimmt, dass sie an dem Spaß haben, was sie machen.
Das mag daran liegen, dass Boltendahl & Co nie einem Trend hinterhergelaufen sind, sondern konsequent immer ihr Ding durchgezogen haben. Das nötigt Respekt ab. Ruft aber auch Kritiker auf den Plan, denen der Umstand entgegen kommt, dass GRAVE DIGGER seit Jahren (Jahrzehnten?) auf der Stelle treten, was das Songwriting betrifft.
Wer bisher zu den Kritikern der Band gehörte, dürfte auch nicht durch "Healed by Metal" von seiner Nörgelsucht geheilt werden.
Allen anderen sei gesagt, ja GRAVE DIGGER hören sich immer noch nach GRAVE DIGGER an, haben aber sehr wohl etwas am Sound geändert, wenn auch nur in Nuancen.
Wobei die "Neuerung" eigentlich gar keine ist, sondern vielmehr die Rückkehr einer alten "Bekannten" bedeutet.
Wie schon auf den spät 90er-Jahre Alben, fahren GRAVE DIGGER die chorale Hintergrund-Begleitung hoch, was zwangsläufig dazu führt, dass auf "Healed by Metal" der Melodiefaktor wieder präsenter ist, als noch bei den Alben der jüngeren Vergangenheit.

Und so knallen die Up-Tempo Nummer wie "When Night Falls" und "The Hangman's Eye", sowie die von der NWoBHM (JUDAS PRIEST lassen grüßen) geprägten Tracks "Free Forever" und "Lawbreaker" mindestens genauso, wie die typischen GRAVE DIGGER Teutonenstahl Riffmonster "Call for War" und "Kill Ritual".

Ein paar Wermutstropfen gibt es auf "Healed by Metal" aber trotzdem zu vermelden. Keine Ahnung welcher Teufel die Totengräber da geritten hat, den titelgebenden Track "Healed by Metal" als Opener zu verwenden. Der Song ist sowas von mittelmäßig und ist alles andere als repräsentativ für das Album. Auch "Halleljuah" und "Laughing with the Dead" fallen im Vergleich zu den anderen Songs ab, sodass sich GRAVE DIGGER keinen Gefallen getan haben, damit ein Album zu beginnen bzw. zu beenden.

Dafür kann aber vermeldet werden, dass Chris Boltendahl es doch mal wieder geschafft hat, mehr zu singen als zu schreien. Starke Leistung, wenn man bedenkt, dass seine Stimme zwar markant und kultig ist, im Vergleich zu anderen Metal-Vocalisten aber eben doch limitiert bleibt.

Fazit: Auch wenn manche Kritiker GRAVE DIGGER schon beerdingen wollten, das Gladbeker Beerdigungsunternehmen ist fidel wie lange nicht und erfreut sich bester Gesundheit. "Healed by Metal" ist definitiv eines der besseren Alben in der 37-jährigen Geschichte von GRAVE DIGGER und kann von der Zielgruppe bedenkenlos als Therapeutikum eingesetzt werden. (JK)

8 von 10

www.facebook.com/gravediggerofficial

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