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Montag, 27. Februar 2017

KÄRBHOLZ / "Überdosis Leben" / Metalville / 14 Tracks / 51:27 Min

Die siebte Ke(ä)rbe im Holz

KÄRBHOLZ stehen mit ihrem neuen Album "Überdosis Leben" vor der konsequenten Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Ein Weg, der sie im Zuge der Deutsch Rock Welle bis in die erste Reihe, der von den ONKELZ beeinflussten Bands getragen hat.
Doch irgendwie scheint den Jungs aus dem Rhein-Sieg-Kreis dieser Umstand und die damit verbundene Charts-Höhenluft nicht ganz bekommen zu sein.
Hat das letzte Album "Karma" noch bei Kritiker und Fans gleichermaßen ins Schwarze getroffen, u.a. wegen der abwechslungsreichen Instrumentalisierung und den damit verbundenen "Überraschungsmomenten", klingen KÄRBHOLZ auf "Überdosis Leben" (leider) fast nur noch nach Deutsch-Rock Standard, der so in dieser Form zwar alles hat, was den Genre-Liebhaber befriedigt, von (fast) allen anderen Rock/Punk/Metal Konsumenten aber als kaltgebrühter Instantkaffee (koffeinfrei) wahrgenommen werden dürfte -  langweilig und ohne besonderen Reiz.
Da hilft es dann auch relativ wenig, dass KÄRBHOLZ bei "Evolution umsonst" Lenny "Grinder" Osterhus (DEVASTATOR) ans Mikro bestellt haben, um dem Einheitsbrei vorübergehend eine neue Wendung zu verleihen.
Songs wie "Der Speidel", "Perfekt unperfekt" und "Schwerelosigkeit" verleihen dem Album auch eine Wendung, allerdings in die falsche (also negative) Richtung.
Mit Schlager-Pop-Rock Nummern wie diesen (ANDY BRINGS, BOSS HOSS und Schlimmeres lassen grüßen), haben sich KÄRBHOLZ definitv keinen Gefallen getan.
Auch der teilweise arg schräge Gesang ist alles andere als hilfreich dabei, um sich diese Grütze evtl. noch schönsaufen zu können.
Gottseidank haben KÄRBHOLZ aber nicht alles verloren/vergessen, was sie zuvor stark gemacht hat.
Bei den flotten Nummern "Das ist noch Leben", "Überdosis Leben", "Ich hoffe du kannst mich sehen" und "Ich kann es nicht ändern" machen KÄRBHOLZ  immer noch soviel Freude wie früher.
Auch der Stadionrocker "In Flammen stehen" kann überzeugen. Und das obwohl er metertief ins Klischee- und Pathosfettnäpfchen tritt.
Trotzdem kann man es kaum abwarten, diesen Track live kredenzt zu bekommen, da man sich schon jetzt dazu biertrinkend und feuerzeugschwenkend auf dem nächsten Festival sieht.

Fazit: "Überdosis Leben" reicht zu keinen Zeitpukt an das sehr gute Vorgängeralbum "Karma" heran.
Der böhsen, frei.wilden Krawallbruder Zielgruppe dürfte diese Tatsache aber herzlich wenig ausmachen, da "Überdosis Leben" trotzdem noch genügend Potential hat, um hinter den ONKELZ, nach deren Comeback, also wieder in der zweiten Reihe, seine Daseinsberechtigung zu haben (AS)

6 von  10

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