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Montag, 25. Juni 2012

STALWART / Manifest of Refusal / PRC Music / 9 Tracks / 51.44 Min

Die russischen Progressive-Death-Metal Pioniere von STALWART lassen mit ihrer fünften Veröffentlichung "Manifest of Refusal" einen, meistens, schwer verdaulichen Brocken auf die Menschheit los. Die Hochgeschwindigkeits-Knüppelorogie, die immer wieder von Break-Downs unterbrochen wird, verlangt dem Zuhörer nicht nur eine kräftig austrainierte Nackenmuskulatur ab, sondern auch eine gewisse Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber einem Klangbild das nicht immer schlüssig wirkt. Am besten lässt sich die Scheibe mit einem Mix aus MESHUGGAHDECAPITATED und BEHEMOTH beschreiben. Technisch ohne Tadel, zocken sich STALWART durchs Set, treten mehr als nur einmal das Gaspedal bis zum Anschlag durch, und frickeln in bester Prog-Manier, wobei die Prog-Elemente, wenn zu experimentel, teilweise wie Fremdkörper wirken und dem Song letztendlich den Drive nehmen. Mit vier Ausnahmen; der Opener "The Karma Circle" verspricht mehr als die nächsten 5 Tracks dann halten, und auch bei "It`s just my Choice" geht das Konzept voll auf, und man (oder Frau) hat endlich das Gefühl einen in sich stimmigen Song zu hören. Auch der Titelsong "Manifest of Refusal" und "Renaissance through Devastatio" heben sich vom Rest ab. Komischwerweise sind dies, die drei letzten Songs auf der Scheibe. Da wäre es evtl sinniger gewesen diese Tracks weiter oben zu plazieren, da anzunehmen ist, daß nicht alle Testhörer bis zum Ende durchhalten werden. Fazit: Dürfte nur für Prog-Death-Metal Anhänger und Freunde der genannten Bands interessant sein. (JK)

5.5 von 10

Donnerstag, 21. Juni 2012

STUFF...

SACRED REICH

SACRED REICH Live

KONZERTBERICHT 13.6.2012 SACRED REICH / AFTER ALL / DEGRADEAD Bochum/Zeche

Im Fernsehen läuft an diesem Abend das EM-Vorundenspiel Niederlande-Deutschland...und so kann dieses Package rund um die Thrash-Veteranen SACRED REICH leider nicht die Massen mobilisieren, daß es verdient gehabt hätte. Dementsprechend übersichtlich ist die Zeche gegen 19.30 Uhr gefüllt als die Schweden-Deather von DEGRADEAD den Einheizer geben dürfen. Während der guten halben Stunde, die DEGRADEAD zugestanden wurde, versuchen die Mannen um Sänger Mikael Sehlin trotz bis dahin nur ca 80 anwesenden Metal-Heads, ihren Melodic-Death-Metal zum Besten zu geben. Zweifelsohne ein undankbarer Job an diesem Abend, da der Rest der insgesamt ca 330 Anwesenden lieber vor der Glotze abhängt oder es sich im Biergarten gutgehen lässt. DEGRADEAD lassen sich davon aber nicht sonderlich beirren und liefern einen Querschnitt von sämtlichen drei Alben der Band-Historie ab und schaffen es sogar bei den Schlußnummern "Human Nature" und "Burned" den ein oder anderen dazuzubewegen sein Haupthaar durchzuschütteln. Nach ca 30 Minuten ist dann Schichtwechsel und DEGRADEAD verlassen unter ausbaufähigem Applaus die Bühne. Auch die folgenden AFTER ALL "leiden" unter König Fußball und können nur unwesentlich mehr Publikum vor die Bühne locken. Zudem ist der Sound nicht wirklich der Beste. Nach dem Intro (Titelmelodie der TV Serie A-Team) gehts mit "My own Sacrifice" vom 2009er Album "Cult of Sin" direkt in die Vollen, Thrash Metal mit Screams in bester JUDAS PRIEST Manier. Was DEGRADEAD weitesgehend vergönnt blieb, dürfen AFTER ALL zumindest phasenweise auskosten...Publikum das mitgeht, bangt und Stimmung erzeugt. Für mich dann aber unverständlich ist, daß nach dem Opener nur noch Songs vom neuen Album, welches erst seit ein paar Tagen erhältlich ist und noch weitesgehend unbekannt sein dürfte, gespielt werden. Dem inzwischen etwas zahlreicher anwesenden Publikum scheint es ziemlich egal zu sein ob bekannter Song oder nicht, solange die Darbietung stimmt und die Thrash-Keule so leidenschaftlich wie von AFTER ALL geschwungen wird. In der Endabrechnung heißt es dann "Daumen hoch" oder passender "Up the Metal-Horns". In der Umbaupause hetzt dann wieder alles vor die Mattscheibe um anschließend in kollektiven Jubel zu verfallen...Gomez hat für klare Verhältnisse gesorgt und die deutschen Kicker mit 2:0 in Front (Endergebnis 2:1) geschossen. Mit der beruhigenden Führung im Rücken, drängt jetzt endlich nahezu Jedermann vor die Bühne um die Kult-Thrasher SACRED REICH zu huldigen. Und da der Arizona-Vierer seit Jahren kein neues Album mehr an den Start gebracht hat ist jedem der Anwesenden klar was es heute Abend setzt; Klassiker, Hits und nochmals Klassiker. Das ganze wird bei bei Top-Soundverhältnissen und einer bestens aufgelegten Band präsentiert. Fast vom ersten Ton an geht die Menge steil und man hat endlich das Gefühl auf einem Metalkonzert zu sein, auch wenn das im späteren Konzertverlauf vereinzelt stattfindende Stagediving zeitweise aussieht wie das ängsliche Springen vom Beckenrand eines Nichtschwimmers. Schwamm drüber; Hauptsache SACRED REICH rocken die Zeche wie Sau. Und spätestens nach "Ignorance" gibt es kein Halten mehr und jede Pause zwischen den Songs wird mit SACRED REICH Rufen überbrückt. Zwischendurch bedankt sich Phil noch für die Fantreue, sinniert über METALLICA und man kommt gemeinschaftlich zu der Feststellung das "Lulu" für die Tonne ist. Die BLACK SABBATH    Coverversion von "War Pigs" (wer braucht schon OZZY & FRIENDS ?)stellt ein weiteres Highlight an diesem Abend dar, bevor "Death Squad" und "The American Way" einen absolut geilen Auftritt von SACRED REICH beenden. Doch ohne Zugabe will das Publikum nicht nach Hause gehen. Nach kurzer Verschnaufpause kommen Phil und Co nochmals zurück und setzen mit "Surf Nicaragua" noch einen obendrauf und lassen die Menge ein letztes Mal kräftig schwitzen. (JK)

PEOPLE at SACRED REICH / AFTER ALL / DEGRADEAD

AFTER ALL

DEGRADEAD

Dienstag, 12. Juni 2012

ARSTIDIR LIFSINS / Vapna Laekjar Eldr / Van Records- Soulfood / 9 Tracks / 77.45 Min

ARSTIDIR LIFSINS lieferten mit ihrem Debüt-Album "Jötunheima Dolgferö" 2010 ein Highlight im Avantgard Black Metal Sektor. Der Nachfolger "Vapna Laekjar Eldr" steht dem in nichts nach, ja ist sogar noch eine Schippe stärker. Der atmosphärische Black Metal, der sich keineswegs nur auf dem genereüblichen Keif- und Grunz"gesang" reduziert, sondern durch Erzählstimmen und weibliche Vocalunterstützung deutlich hinzu gewinnt, wird durch wunderschöne Instrumentalparts und Chöre noch veredelt, so daß dieser schwarze Edelstein in all seinen Facetten schimmern kann und den Hörer in seinen Bann zieht. Zudem werden immer wieder folkloritische Musikfragmente mit eingewoben und Instrumente verwendet, u.a. Klavier, Akkustikgitarre und Geige, die in diesem Genre eher selten zum Einsatz kommen. Um es auf einen Nenner zu bringen; "Vapna Laekjar Eldr" ist erhaben mächtig und schön!Wer sich die Mühe macht und sich auch die Zeit (fast 80 Minuten) nimmt das Album zu erkunden und auf sich wirken zu lassen, wird mit Sicherheit der Magie, die von diesem Gesamtkunstwerk ausgeht, verfallen. Das Album ist als Konzeptalbum angelegt und erzählt die Geschichte einer isländischen Familie im 10. Jahrhundert. Da aber anzunehmen ist, daß die wenigsten von euch der isländischen Sprache mächtig sind, enthält das 48 !!! seitige Booklet neben den isländischen Texten auch die englische Version zum nachlesen. Außerdem sind diverse alte Schriften im Nachdruck und Zeichnungen von Sänger Marsel enthalten. (JK)

7.5 von 10

L.A. GUNS "Arana Negra"

BRET MICHAELS (ex-Poison) "Get Your Rock On"