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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Interview mit Fernanda von NERVOSA

Nach dem Konzert der brasilianischen Thrash-Abrißbirne NERVOSA hatten wir von METAL-IS-FOREVER-ALIVE Gelegenheit mit Fernanda zu sprechen und ihr ein paar Fragen zu stellen. Das Interview wurde von unserem Neuzugang Raphael (RH) geführt, die Fotos wurden von Thomas (TG) geschossen.

Ihr habt euch offiziell 2010 gegründet, aber euer Durchbruch war 2012, nachdem ihr euer Demo veröffentlich hattet und euer erstes Video „Masked Betrayer“ auf Facebook hochgeladen wurde, welches dann erstaunliche 20.000 Aufrufe in nur 2 Wochen verbuchen konnte.
Wie fühlt es sich an, plötzlich so ein positives Feedback zu bekommen?

Fernanda: Das war natürlich großartig. Wir sind wirklich eine sehr hart arbeitende Band, wir ließen so viele Dinge beiseite, wir haben so viel geopfert, um all das erleben zu dürfen und um unseren Traum zu leben. Der Umstand, dass wir aus Brasilien kommen, machte es auch nicht einfacher. Aber, wie gesagt - wir arbeiten viel, also erwarten wir irgendwie auch, dass dabei was zählbares herauskommt. Trotzdem sind wir immer wieder davon überrascht, wenn der Zuspruch von mal zu mal größer wird.

(© by The Discovered Land)
Danach bekamt ihr einen Vertrag beim österreichischen Label Napalm Records. Dort habt ihr seitdem zwei Alben veröffentlicht. Das letzte war „Agony“. Möchtest du uns etwas über euer neues Album erzählen?

Fernanda: Oh ja, gerne. Vor zwei Monaten wurde ich gefragt, ob ich verliebt sei? Ich dachte mir: „Was zum Teufel soll ich darauf antworten?“ Meine Antwort war: „Ich bin verliebt. Ich bin in unser neues Album verliebt.“ Ich denke das war die passende Antwort. Natürlich mag ich unsere EP, ich mag auch „Victim of Yourself“, aber „Agony“ liebe ich definitiv. Ich denke damit hat die Band eine neue Stufe erreicht, musikalisch gesehen. Ich finde, wir haben uns (zum positiven) entwickelt ... wir sind technisch reifer geworden. Alles ist schneller, aggressiver geworden und es ist ein bisschen mehr Death Metal als zuvor mit dabei. Und ich glaube, das sind alles Dinge, die wir genauso immer haben wollten.
Natürlich hat auch die Musik, die wir hören, uns am Ende beeinflusst. Viel Death Metal haben wir gehört, was uns auch geholfen hat, die Songs "erwachsener" klingen zu lassen. Sie kommen seitdem viel kräftiger rüber. Ich liebe wirklich jede Sekunde dieses Albums. Ja, ich bin wirklich sehr glücklich damit. Ich genieße es, die Lieder live zu spielen und ich genieße es, mir das Album privat anzuhören.
Wir klingen auf dem Album genauso, wie wir uns das immer vorgestellt haben. Auch die Produktion ist diesmal um einiges besser, denn wir haben das Album in den USA aufgenommen. Wir hatten also auch eine bessere Ausstattung und eine bessere Produktion.

Es gibt ein Musikvideo zum Song „Hostages“. Ein sehr düsteres und ziemlich brutales Video sogar. Wer von euch hatte die Idee dazu?

Fernanda: Wir haben als Band entschieden. Aber hauptsächlich Prika und meine Wenigkeit. Die Ideen kommen immer von uns beiden zusammen. Wir wollten in dem Video irgendetwas schockierendes machen - Blut, dachten wir, würde den Zweck erfüllen.
Prika hatte dann, als wir „Hostages“ ausgewählt hatten, gemeint, dass das Video in einem Krankenhaus spielen sollte und ich dachte: „Hell Yeah, da gibt es Blut, viel Blut."
In dem Song geht es um die Situation in öffentlichen Krankenhäusern in Brasilien, die wirklich katastrophal ist. Viele Leute sterben dort. Also haben wir mit diesem Video, das sehr heftig ist, versucht, die Aufmerksamkeit der Leute auf diese Sache zu lenken.

Ist es nicht toll, der Musik, neben dem Klang, so auch noch ein „Gesicht“ geben zu können?

Fernanda: Ja, ganz genau. Bevor ich die Band hatte, machte ich einige Dinge, die mit Metal zu tun hatten. Ein Job davon war, Videoclips zu produzieren. Ich liebe es einfach, Sachen zu filmen. Ich liebe es, Regie zu führen. Ich bin zudem sehr filmbegeistert. Und ich, wer hätte es gedacht, liebe Videoclips. Ich schaue mir sogar Videos von Popsängern an. Erzählt es aber niemanden. So lerne ich viel und lasse mich für eigene Videos inspirieren.
Du hast es übrigens auf den Punkt gebracht: Wir erschaffen ein „Gesicht“ zu einem Lied. Das ist die beste Beschreibung. Denn, wenn wir die Lieder schreiben, gibt es immer ein Thema. Wenn wir einen Song schreiben, erwische ich mich öfters dabei, mich zu fragen: „Wie wäre das in einem Film? Wie wäre das in einem Video?“
Dafür mag ich es absolut nicht, für Promobilder zu posen. Ich hasse es wirklich. Aber Videos zu machen genieße ich einfach, weil man tun kann, was immer man will.
Nächstes Mal möchte ich etwas sehr düsteres machen. Etwas im Stil von BEHEMOTH. Ich finde, sie sind einfach die Besten darin, Musik und Film zusammen zu bringen.

In eurer Biografie steht, dass Thrash Metal für euch alle wahre Leidenschaft ist. War das von Anfang an so, oder würdet ihr sagen, dass es andere Einflüsse gab, als ihr angefangen habt?
                                                                                                                                     
(© by The Discovered Land)
 
 
Fernanda: Nun, ich denke wir drei, im Moment sind wir eigentlich nur zu zweit, da wir aktuell keine feste Drummerin haben, wir drei, haben alle verschiedene Einflüsse. Aber wir alle stimmen darin überein, dass wir am liebsten Thrash Metal spielen wollen.
Vor NERVOSA habe ich viele andere Metal-Genres ausprobiert. Angefangen habe ich z.B. mit Melodic Metal. Nicht lachen, wir haben damals Coverversionen von EDGUY gespielt. Damals hat es mir wirklich Spaß gemacht, diese Songs zu spielen. Ich fand es dann aber relativ schnell zu langweilig. Aber ich respektiere es immer noch, denn es hat mir geholfen, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin.
Danach habe ich traditionellen Heavy Metal gespielt. Ich bin stark beinflusst von der NwoBHM und von WARLOCK. Danach probierte ich mich an Melodic Death Metal aus.
Aber erst als ich  NUCLEAR ASSAULT hörte, veränderte sich mein Leben. Ich dachte mir nur: „Ohhhhh! Sowas will ich auch machen!“ Sie sind bis heute meine Lieblingsband.

Ihr tourt gerade mit DESTRUCTION, einer der ältesten und größten deutschen Thrash Metal-Bands. Wie fühlt sich das für euch an? Ist es mehr wie eine Tour mit Freunden, oder doch eher, wie mit einem Idol?

Fernanda: Ein bisschen von beidem. Erstmal wurde wirklich ein Traum für uns wahr. Als ich ein Teenager-Metalhead war, habe ich die ganze Zeit mit meinen Freunden DESTRUCTION gehört, wir haben Luftgitarre gespielt, und zu „Nailed to the Cross“ mitgesungen. Ich hätte mir niemals vorstellen können, wenn ich einmal eine Band haben würde, dass eines meiner Idole (Schmier) meine Band mögen könnte. Sowas hätte ich mir niemals vorstellen können. Nicht einmal in meinen entferntesten Träumen. Deswegen wird diesmal definitiv ein Traum für mich wahr.
Zudem touren wir hier in Europa zum ersten mal in einem Tourbus - alles ist neu für uns. Auch die Sache mit Schmier; ich weiß immer noch nicht, wie ich auf der Tour mit ihm umgehen soll, denn wir sind Freunde. Wir sind mit der Zeit Freunde geworden. Er hat mich persönlich auf Facebook angeschrieben: „Ich will euch Frauen auf meiner Tour haben", hat er geschrieben! Und ich dachte nur: „Yessssss!“ Er mag NERVOSA.
Wenn er nach NERVOSA gefragt wird, sagt er immer coole Dinge über uns. DESTRUCTION gehören ganz bestimmt immer noch zu unseren wichtigsten Einflüssen. Wenn du dir NERVOSA anhörst, dann hörst du auch immer ein bisschen DESTRUCTION heraus. Meine Stimme klingt auch etwas nach Schmier. So hänge ich dann, um auf die Frage zurück zukommen, mit einem Freund ab. Aber der Respekt steht trotzdem immer über allem.

Ihr kommt aus Brasilien. Habt ihr irgendwelche Unterschiede bemerkt, wenn ihr in Brasilien und in Deutschland spielt?

Fernanda: Auf jeden Fall. Das Publikum hier in Deutschland ist toll. Aber, ob du in Lateinamerika, Nordamerika oder in Europa spielst, sind drei verschiedene Erfahrungen.
Ich würde sagen, dass die Lateinamerikaner definitiv am wildesten sind. In jeder Hinsicht. Es ist dort einfach sehr intensiv. Wir Lateinamerikaner sind einfach in allem was wir tun sehr intensiv und so ist es auch beim Metal.
Wenn du dir das Programm diesen Club (Backstage) für den nächsten Monat anschaust, dann ist das einfach nur verrückt. Sowas haben wir in Lateinamerika nicht. Wenn dann doch mal Bands dorthin kommen, dann drehen wir natürlich komplett durch. So ist es in Südamerika definitiv am intensivsten. Dann kommt Nordamerika würde ich sagen. Die Leute dort sind eine Mischung aus europäischer und latainamerikanischer Einstellung. Europäische Fans sind dafür sehr aufmerksam. Es ist nicht so, dass sie nicht intensiv wären, so ist es dann auch nicht. Aber, Lateinamerikaner wollen bei der Show einfach nur „sterben“. Europäische Fans hingegen beobachten viel. Sie achten auf alles, was du tust. Ob die Musik oder der Sound gut ist. Es geht hier mehr um Details. Das Feedback nach der Show ist in Europa aber fast immer cool. Es ist immer wieder geil mit europäischen Fans zu sprechen, denn sie bringen sich immer voll ein.
Zudem verkaufen Bands wahrscheinlich in Europa das meiste Merchandise. So ist es am Ende nicht besser, oder schlechter, hier zu spielen, sondern einfach nur anders.

Okay, das war auch schon die letzte Frage. Danke für das Interview, und ich hoffe ihr kommt bald wieder hierher zurück.

Fernanda: Das werden wir!

Donnerstag, 31. März 2016

Interview mit Thomas Sabbathi und "Pope" von YEAR OF THE GOAT

Es war eines der Veröffentlichungs-Highlights des vergangenen Jahres - "The Unspeakable" von YEAR OF THE GOAT. Was liegt da näher, als der Band einen Besuch abzustatten und sie mit Fragen zu löchern.
Im Zuge der Tour mit OMNIUM GATHERUM hatten wir von METAL IS FOREVER ALIVE in München Gelegenheit dazu.


Ihr habt euer Debüt-Album im Jahr 2005 veröffentlicht. Würdet ihr sagen, euer Stil hat sich seither weiterentwickelt, oder macht ihr einfach so weiter wie zu euren Anfängen?

Thomas: Ich denke wir sind ziemlich auf demselben Level geblieben.
Pope: Ich finde wir fordern uns mittlerweile selbst ein bisschen mehr heraus.
Thomas: Ja!
Pope: Auf dem letzten Album haben wir auch angefangen darüber nachzudenken wie man Sachen live rüberbringen kann. Wir konzentrieren uns einfach darauf, was wir im Moment machen und wir bräuchten wesentlich mehr Arme, um das alles umzusetzen.

Was wollt ihr mit eurer Musik transportieren? Wie sollen sich eure Zuhörer fühlen?

Thomas: Ich will, dass sie von unserem Sound und der düsteren, träumerischen Atmosphäre aufgesogen werden und einfach abgrooven.


Woher kam eigentlich der Input für euer tolles "Unspeakable"-Artwork? 

Thomas: Da gibt es eine Gruppe von russischen Künstlern: „The Rotten Phantom“
Ich war sehr inspiriert von ihren Arbeiten und ich fand, es wäre eine tolle Idee, sie das Cover für unsere neue Platte entwerfen zu lassen! Ich schrieb ihnen also eine Mail und fragte, ob sie Lust darauf hätten und so hatten sie den Job in der Tasche.

Euer letztes Album kam im letzten Jahr auf den Markt. Arbeitet ihr bereits an neuem Material?

Pope: Ja, da sind schon ein paar neue Dinge im Rollen. Er ist sehr produktiv. *sieht zu Thomas*

Wer von euch übernimmt das Songwriting?

Thomas: Normalerweise bringe ich die Grundidee für einen Song auf und wir arbeiten dann alle zusammen daran.
Pope: Wir alle arbeiten in unseren Proben und später im Studio solange daran bis es fertig ist. So hat also jeder irgendwie seine dreckigen Finger mit drin stecken. *lacht*
Thomas: In der „Goat Machine“ *lacht*

Wo wir gerade bei der „Goat Machine“ sind. Ich bin mir sicher, dass ihr diese Frage schon oft genug gehört habt, aber ihr müsst mir verraten was es mit eurem Namen auf sich hat.

Pope: Ich habe schon so viele Dinge darüber gesagt, aber am Ende führen sie wohl alle zum derselben Aussage. Es dreht sich um dieses Luzifer-Ding und ist eigentlich etwas Symbolisches. Seit nun 2000 Jahren sind wir Schafe, die einfach nur blind folgen. Nun ist es an der Zeit, sich aufzulehnen und die ganze Scheiße, die man uns vorlegt nicht mehr zu fressen….es ist „The Year of the Goat“.

Hattet ihr denn die Gelegenheit, euch ein bisschen was von München anzusehen?

Pope: Nein dazu hatten wir leider keine Zeit. Wir sind direkt nach dem Check-In im Hotel hierhergefahren. Zudem wurden wir an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland aufgehalten. Vor uns haben sie einige Autos kontrolliert und wir hatten schon die Befürchtung, dass wir alles auspacken müssten. Aber ich denke, die Kontrolleure hatten keine Lust, sich durch unsere dreckige Unterwäsche zu wühlen, also blieben wir verschont.

Sandrina mit YEAR OF THE GOAT
Ihr habt bisher 10 Shows in tollen Städten gespielt. Habt ihr bereits einen persönlichen Favoriten gefunden?

Thomas: In Wien war es wirklich cool. Eine kleine Location, aber sehr engagierte Leute!
Pope: Bratislava fand ich auch wirklich gut.
Thomas: Eigentlich war es überall sehr toll.
Pope: Wir waren zum Beispiel in Ostteil von Berlin und da gab es einen Kerl, der auf seinem Motorrad im Regen aus Potsdam zu unserem Konzert gefahren ist, nur um uns zu sehen! Er brachte Shirts und alles Mögliche, um es von uns signieren zu lassen.
Auch in Bratislava gab es ein Mädchen, das fünf Stunden gefahren ist, um unsere Show zu sehen!
Einfach nur großartig! Davon gab es ein paar Leute bei jedem Auftritt.

 
Euer Sound ist ein bisschen "anders", als der der restlichen Bands auf der Tour. Wie habt ihr das Publikum erlebt?

Thomas:  Ich denke, die Leute verstehen, was wir auf der Bühne machen…sie waren also nicht genervt von unserer Musik.

Freut ihr euch auf die Show heute Abend?

Pope: Nein…*lacht*
Natürlich! Wir haben sogar schon einmal in München gespielt, allerdings war die Show sehr schlecht beworben und unsere Fans wussten nichts von dem Auftritt. Ich hoffe das wird heute Abend anders sein.
Thomas: So oder so wird es uns eine Freude sein, für euch spielen zu dürfen!
Pope: Diese Stadt fühlt sich toll an und ich liebe die Location hier. Es sieht hier aus, als hätte man diesen Ort direkt aus dem „Resident Evil“-Gameplay herausgenommen!

Vielleicht springt ja der ein oder andere Zombie hinter einer Ecke hervor.

Pope: Hoffentlich!

Ich bedanke mich für das Interview - ihr Jungs seid wirklich cool!

Thomas: Danke!
Pope: Tut mir leid… *lacht*

(Das Interview wurde von Sandrina (SM) und Thomas (TG) geführt)

Montag, 14. Dezember 2015

Interview mit Logan Mader von ONCE HUMAN

ONCE HUMAN aus L.A. – California gehören wohl zu den Newcomer -  Bands des Jahres 2015!
Die Melo-Death Band, die ihr Debut Album „The Life I Remember“ im September diesen Jahres veröffentlicht hat, kam wie aus dem Nichts und war vor kurzem auf Tour mit keinem geringerem als Dino Cazares und seinen Jungs von FEAR FACTORY.
Wir von METAL IS FOREVER ALIVE haben uns mit dem Gitarristen der Band, Logan Mader, in München getroffen und ihm ein paar Fragen für euch gestellt!

Die Idee von ONCE HUMAN entstand erst vor ca. einem Jahr. Wie fühlt es sich für dich an, so schnell, als Newcomer Band, so viel erreicht zu haben und mit jemandem wie FEAR FACTORY zu touren?


Es fühlt sich wirklich toll an, das alles so schnell erreicht zu haben. Aber es hat uns auch eine Menge an Arbeit gekostet. Wir haben bereits im August und September mit FEAR FACTORY in den Staaten getoured – es war unglaublich! Wir hatten eine Menge Spaß und es fühlte sich großartig an.
Es ist eine neue Band. Wenn ich mich dazu entschieden hätte, Musik zu machen wie bisher, hätte ich wahrscheinlich, aufgrund meiner musikalischen Vergangenheit, sowas wie eine „Supergruppe“ auf die Beine stellen können. …aber ich wollte eine neue Band, mit ihrer eigenen Identität!
Und Lauren (Sängerin der Band - Anmerk. der Redaktion) ist unglaublich! Sie hat zuvor nie vor Publikum gesungen. Ihr erstes Mal auf der Bühne war bei unserer ersten Show mit FEAR FACTORY. 

Beeindruckend!

Ja, das ist es. Und sie hat mich wirklich stolz gemacht. Ich hatte einfach das Vertrauen in sie, dass sie das Zeug dazu hat. Und unsere erste Show war wirklich, wirklich toll und die Reaktionen des Publikums überwältigend. Am Ende des Sets rief der ganze Saal „Once Human!“, obwohl sie davor noch nie von uns gehört hatten.
 
Das ist ein tolles Feedback! Aber nicht nur die Fans feiern euch, auch in Musikamagazinen liest man viel Positives über euch. Was hat dich letztendlich dazu bewegt wieder eine Band auf die Beine zu stellen?

Den ersten Anreiz dazu bekam ich im Jahr 2013, als ich die “Golden Gods Awards” in L.A. besuchte. Mein Freund Moody von FIVE FINGER DEATHPUNCH kam zu mir und sagte „Logan, ich möchte gerne ein Nebenprojekt starten und ich will dich in der Band!“.
Das kam aus dem Nichts heraus. Nach ein paar Minuten nachdenken, dachte ich mir allerdings, dass das eine großartige Gelegenheit ist und ich es einfach machen sollte.
Aber leider mussten wir uns eingestehen, dass die Idee eher unrealistisch war. Das kleine bisschen restliche Freizeit, die Moody neben seiner Hauptband übrig hatte, reichte einfach nicht aus um Nebenprojekt und Familie unter einen Hut zu bringen. 

Und dann war da aber diese Idee in deinem Kopf?

 Ja, das war was den Funken in mir entfacht hat! In genau demselben Zeitraum traf ich Lauren. Marty Connor von „Nuclear Blast“ hat mir diesen Videoclip von ihr geschickt, indem sie ein selbstkreiertes Riff spielt. Ich fand es sehr interessant und lud sie zu mir ins Studio ein. Sie hat mich sehr beeindruckt.
Nach unserem ersten Treffen saßen wir uns zusammen, um einen Song zu schreiben, der sogar auf unserem Album gelandet ist: „Time for Desease“. Das ganze Album wurde auf diese Weise geschrieben. Wir kamen zusammen, setzten uns hin und ließen diesem kreativen Prozess einfach seinen Lauf. Und da ist es: unser Debut-Album.  

Das unglaubliche 12 Tracks hat! klingt nach einer Menge Arbeit, oder?

Definitiv. Zu Anfang gab es lediglich vier Tracks. Ich schrieb gerade an einem weitern Song, als ich gefühlt habe, dass ich mich immer mehr in dieser Musik verliere und wirklich gerne in der Band sein wollte. Es fühlte sich einfach so an, als ob es genau das ist was ich machen sollte. Zuerst war ich noch zögerlich, aber dann entschied ich mich den Schritt vom Produzenten der Band zum Künstler und Produzenten zu machen.
Wir sendeten also unser Demo an viele Labels und „Ear Music“ aus Deutschland griff zu.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir sowas wie eine „geheime Band“. Niemand hatte jemals von uns gehört, wir spielten keine Songs, hatten kein Social Media. Danach ging es aber relativ schnell. Wir haben für das ganze Album nur ca 6 Wochen benötigt, um es fertigzustellen.  

Oh! Das ist ziemlich schnell!

Es musste alles sehr schnell gehen, weil ich das Album unbedingt noch im Jahr 2015 rausbringen wollte. Das Label meinte, wenn wir es schaffen, alles bis Mai abzuliefern, kann es im Herbst 2015 veröffentlich werden. Also saßen Lauren und ich jeden Tag, ohne Unterbrechung, im Studio und arbeiteten an unseren Songs.
Und was dabei herauskam ist das pure Produkt unserer Leidenschaft! Wir wollten nicht nach irgendwas klingen, was man schon einmal gehört hat. Es sind einfach ihre und meine Einflüsse, die zusammenkommen und daraus entstand ein sehr gutes erstes Album mit seiner eigenen Identität. Und das ist erst der Anfang!

 „Anfang“ ist ein gutes Stichwort für meine nächste Frage.
Ihr steht noch am Anfang eurer Karriere. Welche Ziele würdet ihr gerne erreichen?
 
Sandrina und Logan Mader
Ich hoffe, dass unsere Fanbase wachsen wird und dass wir weiter Alben aufnehmen können und so viel auf Tour sein werden wie möglich, also für …ich weiß nicht…für immer! *lacht*
Ich kann mir vorstellen, dass wir fünf Alben rausbringen, vielleicht sogar sechs oder sieben. Ich bin gerade erst 45 geworden und ich fühle mich jung und voller Leben.
Also machen wir damit weiter! Ich würde auch gerne auf einigen Festivals in Europa im Sommer 2016 spielen und danach vielleicht gleich ein neues Album schreiben.
In der Zwischenzeit habe ich aber auch noch meine andere Arbeit als Produzent zu erledigen. Das ist wichtig, denn heutzutage ist es sehr schwer, sein Leben von Metal, oder jeder anderen Art von Musik, zu finanzieren. Aber durch meine Arbeit kann ich auch meine ONCE HUMAN – Leidenschaft unterstützen, bis sie damit startet sich selbst zu finanzieren.

Live auf der Bühne performen oder Songs im Studio aufnehmen?   
Was machst du persönlich lieber?

Für mich ist es 50/50. Ich liebe beides, immer schon. Als ich noch bei MACHINE HEAD war, habe ich es geliebt im Studio zu sein. Daher kommt auch meine Leidenschaft als Produzent zu arbeiten.
Aber live auf der Bühne zu stehen ist sozusagen die "Bezahlung", die du für die harte Arbeit bekommst.
Es ist ein tolles Gefühl, ich liebe es! 
Ich denke, man kann das eine nicht ohne das andere haben.

Wie ist es bisher für euch mit jemandem wie FEAR FACTORY zu touren? Kanntest du sie schon von früher?

Ja, ich kenne sie schon seit mehr als 20 Jahren! Wir haben schon viele Shows zusammen gespielt und sie waren immer gute Freunde von mir! Besonders Dino, er ist ein toller Kumpel mit dem ich schon oft zusammengearbeitet und es ist toll mit ihnen zu touren. Für uns als Newcomer ist es selbstverständlich eine große Gelegenheit. Wir waren mit ihnen bereits auf der U.S. – Tour und diese hier ist sogar noch größer! Die Shows bisher waren alle ausverkauft und die Fans waren super.
Wir teilen uns den Bus und sind alle miteinander befreundet…helfen uns gegenseitig, arbeiten zusammen, obwohl wir in unterschiedlichen Bands spielen. Das ist absolut genial!

Hört sich super an. Vor allem, weil man schon andere Geschichten aus Tour-Bussen gehört hat.
Habt ihr euch speziell auf die Tour vorbereitet, oder alles einfach auf euch zukommen lassen?

Wir haben sehr viel geprobt. Die Chemie auf der Bühne zwischen uns Bandmitgliedern stimmt einfach und es wird von Mal zu Mal besser!
Unsere Einheit wird von Show zu Show stärker. Skyler Howren, der andere Gitarrist, Damien Rainaud, unser Tieftöner und Dillon Trollope, der Schlagzeuger der Band, haben zuvor zwar alle schon in anderen Bands gespielt, allerdings waren sie nie richtig auf Tour. 
Und Lauren ... sie ist ein Star!

Du bist wirklich begeistert von ihr, nicht wahr?

*lacht* Schon ein klein wenig.

München ist eure zweite Show in Deutschland. Was erwartet ihr von den deutschen Fans? 

Dass sie eine gute Erfahrung damit machen, unsere Band zu sehen. Einfach da zu sein, Spaß zu haben, und die Musik zu fühlen. Nach den Shows mischen wir uns immer unter die Leute um Bilder zu machen, Dinge zu signieren und einfach nur zu reden. Manche kommen zu mir und  erzählen mir, dass sie mich schon vor 20 Jahren mal getroffen haben. An manche erinnere ich mich sogar noch!

Und es sind viele Leute, die du in der Zwischenzeit getroffen hast!

Absolut! Ich mag diese alten Fans, sie geben mir das Gefühl wieder zurück zu sein.
Und ich liebe Deutschland. Ich habe hier eine wirklich gute Zeit und es gefällt mir, Lauren und den Rest der Band dabei zu beobachten, wie sie alles aufgeregt zum ersten Mal hier erleben! Und das macht mich dann selbst aufgeregt.


Ich bedanke mich für deine Zeit und deine Antworten und wünsche euch für die Zukunft alles Gute.

(Das Interview wurde von Sandrina (SM) und Thomas (TG) geführt)

Montag, 28. Juli 2014

DUST BOLT im Interview

Interview mit  Bene M. (Bass) von DUST BOLT


metal-is-forever: Wie kamt ihr auf den Namen DUST BOLT? Was hat er zu bedeuten?

Bene: Am Anfang hatten wir noch einen anderen, deutschen und etwas albernen Namen, der eher auf eine Punkband schließen ließ. Als unsere Musik dann aber härter und die Band ernsthafter wurde, war es an der Zeit einen Namen zu finden, der besser zu uns und unserer Musik passt. Wir haben ewig überlegt und sind lange auf keinen grünen Zweig gekommen. Als dann "Dust Bolt" fiel, waren wir schnell begeistert, weil der Name untypisch ist und fett klingt. Die Bedeutung ist auch für uns nicht eindeutig zu bestimmen. "Dust Bolt", das sind einfach wir und unsere Mukke. Thrash, aufs Maul und keine Kompromisse.

metal-is-forever: Die meisten in eurem Alter hören eher Hip Hop oder die Charts rauf und runter. Wer oder was hat euch zum Metal gebracht?

Bene: Wir haben schon früh angefangen Metal zu hören. Ein Einfluss für die Musikwahl waren auch mehr unsere Eltern als unsere Mitschüler. Wir sind da mehr in einem Umfeld von THE WHO, DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN und den BEATLES aufgewachsen, als mit SHAKIRA und Aggro Berlin. Und mit der Zeit haben wir dann den Metal für uns entdeckt. Flo kam dann z.B. irgendwann mit JUDAS PRIEST, RAINBOW, BLACK SABBATH etc an und hat uns sofort damit angesteckt. Auch METALLICA waren am Anfang wichtig für uns. Naja... Und dann kam SLAYER. Ich glaube es war wichtig für uns, uns von anderen abzusetzen und zu distanzieren. Und wie kann man das in dem Alter besser als mit Musik? Für uns ist diese Phase rum. Wir lieben den Metal mittlerweile mehr wegen der hohen musikalischen Qualität, der Energie und der unglaublich geilen Metal-Gemeinschaft.

metal-is-forever: Welche fünf Thrash bzw Metal Alben haben euch am meisten beeinflusst? 

Bene: Es ist schwierig und kaum möglich denke ich, da fünf bestimmte Alben zu nennen, zumal jeder Einzelne seine eigenen Faves hat. Wir hören nicht Alben an und sagen dann; "hey lass uns genau dies oder das machen", wir machen die Musik und schreiben die Songs einfach frei aus dem Bauch heraus. Aber natürlich gibt’s da eine Grundlage an Metal Einflüssen, speziell aus dem Thrash Bereich selbstverständlich. Darum werfe ich ohne Wertung einfach mal fünf (Thrash/Death Alben) in den Raum, mit SEPULTURA "Beneath the Remains", KREATOR "Extreme Aggression", DEATH  "Individual Thought Patterns", SUICIDAL TENDENCIES "Join the Army" und alles von SLAYER.

metal-is-forever: Mittlerweile ist das neue Album einige Wochen raus. Welche Songs kommen Live am besten beim Publikum an und welches sind eure Lieblingsongs?

Bene: Die Songs kommen insgesamt alle super an! Speziell "Agent Thrash" ist live immer ein Highlight, da die Leute da oft total durchdrehen, das macht Hammer viel Spaß! Lieblingssongs jeder seine eigenen, ich selbst mag "You Lost Sight"vom neuen Album sehr gern.

metal-is-forever: Wie entstehen bei DUST BOLT neue Songs? Wie geht ihr ans Songwriting heran? Sind das eher spontane Ideen die dann ausprobiert werden oder trefft ihr euch speziell mit dem Ziel Songs zu schreiben? 

Bene: Auf gewisse Art beides. Klar entstehen viele Ideen oder einzelne Riffs oder Parts mal spontan beim Jammen im Proberaum oder so. Doch die Musik von DUST BOLT entsteht zum Großteil aus den Händen der Gitarristen Lenny und Flo. Sie entwickeln die Ideen und Songstrukturen und zeigen sie dann auch Nico und mir. Wir alle zusammen feilen dann im Proberaum an den einzelnen Ideen und Songs, solange bis wir alle damit zufrieden sind.



metal-is-forever: Arbeitet ihr schon an neuem Material?

Bene: Nein. Dafür haben wir noch keinen Kopf. Wir wollen jetzt erst mal "Awake the Riot" live unter die Leute bringen und das Album auch selber erst verarbeiten und ausschöpfen. Wir planen beispielsweise noch ein oder zwei Musikvideos zu drehen und wollen natürlich in der nächsten Zeit auch viel auf Tour sein. Außerdem darf man ja nicht vergessen, dass jeder von uns auch außerhalb der Band viel zu tun hat. Wir wollen uns keinen zu großen Stress machen und vor allem nichts überhasten.

metal-is-forever: Ihr seid inzwischen schon mit einer Reihe von bekannten Bands (u.a. HEATHEN, SIX FEET UNDER, OBITUARY) aufgetreten. Als Vorband hat man meistens einen etwas schwereren Stand. Bei welcher Tour bzw Band habt ihr euch am wohlsten gefühlt?

Bene: Also erst mal müssen wir sagen, dass wir das große Glück hatten, dass jede der bekannteren Bands mit denen wir unterwegs waren oder die wir getroffen haben, richtig korrekt und freunlich zu uns war. Das hat mich persönlich richtig überrascht. Ich meine da kommst du als kleiner Hansel in den Backstage Raum einer dieser Bands, die auf der Bühne ja oft auch richtig fies aussehen und wirst richtig herzlich aufgenommen. Auch hat mich überrascht wie viel Bands uns als Künstler ernst genommen haben und so großes Interesse und auch Begeisterung für Dust Bolt gezeigt haben. Das war toll und hat uns natürlich auch oft geschmeichelt, aber vor allem auch Motivation gegeben. Auch haben uns viele dieser Musiker richtig supportet. Ein Beispiel dafür ist natürlich Derrick Green von SEPULTURA, der auf "Violent Demolition" einen Song eingesungen hat. Oder auch die Tardy Brüder von OBITUARY, die sich dafür eingesetzt haben, dass wir einige Gigs zusammen spielen können. Dafür sind wir richtig dankbar und es ist ein tolles Gefühl, Support von so erfahrenen Künstlern zu bekommen. Also wohl gefühlt haben wir uns wirklich auf jeder Tour. Richtig angenehm war für uns vor allem die "Radioactive Intervention Tour" mit DR.LIVING DEAD Ende letzten Jahres. Wir waren mit den Jungs einfach genau auf einer Wellenlänge, was auch daran lag, dass wir altersmäßig recht nahe beisammen sind. Und das Management war auch super.

metal-is-forever: Habt ihr irgendwelche Rituale vor einem Auftritt? Wie sieht es mit Lampenfieber aus?

Bene: Wir haben kein wirkliches Ritual, aber so ca. eine Stunde vor einem Gig verziehen wir uns meistens in den Backstageraum und spielen uns locker warm, schauen ein bisschen die Band an, die gerade spielt und versuchen so langsam in Bühnenstimmung zu kommen. Wenn dann das Intro läuft ist das dann schon eine besondere Stimmung. Da gibts dann noch den letzten Schluck Bier, dann gibts noch eine Faust und dann gehts los. Mit Lampenfieber ist das von Gig zu Gig und auch von Bandmitglied zu Bandmitglied anders. Ich habe mittlerweile eigentlich kaum noch Probleme mit Lampenfieber.

metal-is-forever: Wenn ihr es euch aussuchen könntet, mit wem würdet ihr gerne auf Tour gehen wollen?

Bene: Ach, da gibt’s viele Traum- und Wunschkonstellationen. In Südamerika unterwegs zu sein, als Support einer coolen Thrash Band wie KREATOR oder SEPULTURA wäre sicherlich einer der größten Träume. Aber abgesehen davon, würde es vermutlich nichts cooleres geben, als mit Freunden und befreundeten Bands auf Tour zu gehen! Wir, TOXIC WALTZ, BATTLECREEK, MYNDED und noch ein Haufen anderer. Alle auf einer Tour, das wär mal ein Ding ...


metal-is-forever: Wenn ihr einen Vergleich zwischen DUST BOLT 2012 und DUST BOLT 2014 zieht. Welche Unterschiede seht ihr. Welche Entwicklung (auch menschlich) habt ihr genommen?



Bene: Als Band sind wir viel professioneller geworden denke ich. Wir haben in den zwei Jahren richtig viel Erfahrung sammeln können. Sei es live oder im Studio oder auch bei dem ganzen organisatorischen Kram. Da ist einfach viel positive Routine reingekommen. Auch haben uns in dieser Zeit richtig viele Leute kennengelernt. Mittlerweile können wir eine Clubshow irgendwo in Deutschland spielen und wissen, dass der Laden gut besucht ist. Das war vor 2 Jahren noch nicht so und macht uns unglaublich happy. Menschlich ist bei uns natürlich auch wahnsinnig viel passiert. 2012 waren wir gerade frisch aus der Schule raus und wussten alle noch nicht so richtig was wir  vom Leben wollen. Ob wir das mittlerweile so genau wissen ist natürlich eine andere Frage, aber wir haben uns immerhin in eine gewisse Richtung bewegt. Außerdem stecken wir alle in der Ausbildung oder im Studium, haben teilweise Partnerschaften, wohnen nicht mehr bei unseren Eltern und so weiter. Ich hab das Gefühl, dass wir alle einen mehr oder weniger großen Schritt in Richtung "erwachsen" gemacht haben. Aber das  kann man mit 21 ja auch mal machen. Aber keine Angst.
Wir sind und bleiben Vögel.

metal-is-forever: Was wollt ihr mit DUST BOLT erreichen. Welche Ziele und Pläne habt ihr? Wo wollt ihr in 5 Jahren stehen? 

Bene: Puh. In erster Linie wollen wir natürlich weiterhin so viel Spaß und Freude an der Band haben wie bisher. Wir sehen uns ja auch nicht als Organisation oder Unternehmen, das möglichst viel messbaren Erfolg erzielen soll, sondern als vier Freunde, die zusammen durch die Welt tuckern und Mukke machen. Das soll auch so bleiben und wenn das nicht mehr so wäre, dann hätte die Band für uns, glaube ich auch nicht mehr viel zu bieten. Es wäre natürlich toll, wenn wir immer mehr Leute für unsere Musik begeistern könnten. Und irgendwann werden wir uns wohl oder übel auch die Frage stellen müssen, wie wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Ich hoffe die Bandkasse wird uns diese Entscheidung dann erleichtern können. Jetzt wird aber erst mal der Riot angezettelt und dann "schau ma moi", wie man in Bayern so schön sagt.




Freitag, 4. April 2014

ZODIAC im Interview

Interview vom 20.3.2014 mit Janosch Rathmer und Nick van Delft von ZODIAC


metal-is-forever: Hat sich die Enttäuschung schon gelegt, nachdem die Nordamerika-Tour mit MONSTER MAGNET nicht zustande kam?

Janosch: Da die Tour auf Grund einer Erkrankung von Dave Wyndorf sowieso nach ca der Hälfte abgebrochen werden musste, war die Enttäuschung, im Nachhinein, dann doch nicht so groß. Natürlich wäre es super gewesen mit MONSTER MAGNET durch Nordamerika zu touren und vor vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben aber bereits mit unserem amerikanischen Label gesprochen und werden versuchen, in naher Zukunft erneut eine Tour durch Nordamerika hinzubekommen.

metal-is-forever: Der schon für tot erklärte Hard-Rock boomt seit ein paar Jahren wieder. Woran mag es liegen, dass auch die jüngeren Semester plötzlich wieder Bands wie z.B. LED ZEPPELIN, RUSH oder THIN LIZZY cool finden?

Janosch: Der Musik-Konsument scheint inzwischen wieder vermehrt Wert darauf zu legen, dass die Musik, die er kauft, authentisch rüberkommt. Gerade im Metalbereich wurde in den letzten Jahren vieles "totproduziert". Mittlerweile besinnen sich viele Künstler wieder auf  handgemachte, ehrliche Musik zurück und stellen die Technik etwas in den Hintergrund. Gerade die Rockbands der 70er sind bis heute ein Paradebeispiel, wenn es um authentische Musik geht. So ist es dann auch wenig verwunderlich, dass im Zuge der Retrowelle diese Bands auch wieder mehr Beachtung finden.

metal-is-forever: Euere musikalische Heimat ist bekanntermaßen eher der blueslastige Rock bzw Hard Rock. Wie weit tragen euch euere musikalischen Hörgewohnheiten in die Neuzeit des Rock/Metal?

Nick: Da sind wir relativ unvoreingenommen. Gehört wird alles was gefällt. Ob das jetzt DAFT PUNK, SNOOP DOG oder PANTERA sind, ist eigentlich egal.Wie du merkst, sind wir ziemlich breitgefächert mit dem Musikgeschmack. Teilweise ergibt sich durch das Hören verschiedenster Musikstile und Künstler sogar eine gewisse Inspiration für unsere Musik.

metal-is-forever: Es ist beeindruckend wie reif euer Songwriting ist und welche Qualität eure Songs haben. Wie leicht fällt es euch neue Songs zu schreiben?

Nick: Das liegt, wie eben erwähnt, zum einen daran, dass wir verschiedenste Musik hören und zum anderen, dass es eigentlich keine Arbeit für uns ist, sondern eher Spass. Wenn wir zusammen kommen, musizieren wir drauf los und schauen was dabei raus kommt. Durch die abgesagte Amerika-Tour hatten wir ein Zeitloch ohne Verpflichtungen. Wir gingen also in unseren Proberaum und fingen an zu komponieren. So sind schon viele Songs für das dritte Album nahezu fertig gestellt. Wir sind sehr glücklich darüber, dass das bei uns so gut funktioniert und relativ problemlos abläuft.

metal-is-forever: Ihr wurdet ja nahezu in der gesamten Musikpresse gelobt und abgefeiert und eure Alben wurden durch die Bank weg sehr gut bewertet. Wie schwer ist es da auf dem Boden zu bleiben?

Janosch: Natürlich erfüllt es uns mit einem gewissen Stolz, wenn ein großes Magazin, wie z.B. das RockHard, unsere Veröffentlichung zur "Platte des Monats" kürt, aber letztendlich kann man sich davon nichts kaufen. Deshalb denke ich, wird auch keiner von uns jetzt abheben. Wir lieben es einfach, auf der Bühne zu stehen und gehen gerne ins Studio um Songs aufzunehmen. Wenn das ankommt und den Leuten gefällt, um so besser.

metal-is-forever: Was hebt ZODIAC von den anderen Bands ab, wie z.B. ORCHID, BLUES PILLS, oder GRAVEYARD, die mit euch um Verkaufszahlen konkurieren?

Janosch: Bei uns steht eindeutig die Musik im Mittelpunkt. Die Retro-Welle rollt z.Zt. unaufhaltsam und einige der neueren Bands haben z.B. einen Klamotten-Style, der gepflegt wird, oder ein Band-Image, dem sie zu entsprechen versuchen. Wie bei jedem Hype werden viele, eigentlich unwichtige Dinge um die Musik herum, plötzlich wichtig. Wir legen auf solche Dinge keinen Wert. Für uns ist wichtig, dass wir authentisch rüberkommen.

metal-is-forever: Nach zwei Alben und einigen Touren die ihr bereits hinter euch habt. Wie kommt ihr mit dem Leben "on the road" klar?

Nick: Wir kommen ganz gut damit klar. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir alle Vollblutmusiker sind und gerne Konzerte spielen.
Janosch: Ja, wir sind alle glücklich darüber, dass wir machen können was wir machen.

metal-is-forever: Könnt ihr von eurer Musik leben oder geht ihr noch bürgerlichen Berufen nach?

Janosch: Man muss sehr viel dafür tun, öfters auch Kompromisse eingehen und muss auch Abstriche machen, aber ich lebe mittlerweile von der Musik. Ich bin neben ZODIAC auch noch bei LONG DISTANCE CALLING, außerdem arbeite ich auch als Booking-Agent. 
Nick: Letztendlich, leben wir alle von der Musik, in welchen Bereichen auch immer. Ich z.B. gebe neben ZODIAC auch noch Musikunterricht.

metal-is-forever: Was habt ihr für den Rest des Jahres noch auf dem Zettel?

Janosch: Direkt im Anschluß an diese Tour werden wir uns eine Hütte im Wald mieten und die Songs für unser drittes Album fertig ausarbeiten. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir Ende Mai soweit sein, dass wir aufnehmen können. Geplanter Veröffentlichungstermin ist September 2014. Außerdem kann man uns im Sommer auf einigen Festivals sehen und Ende diesen Jahres werden wir zum ersten Mal in Europa als Headliner auf Tour gehen.

metal-is-forever: Vielen Dank für das Interview!



Mittwoch, 26. März 2014

AUDREY HORNE im Interview

Interview vom 20.3.2014 mit "Toschie" von AUDREY HORNE

metal-is-forever: Hi Toschie. Wie weit seid ihr mit dem Songwriting für das neue Album?

Toschie: Wir sind seit einiger Zeit schon mit dem Songwriting beschäftigt und werden bald in ein Studio gehen um der Sache den letzten Schliff zu geben. Aufgenommen werden soll ab dem 24. April. Die meisten Songs sind im Grossen und Ganzen schon fertig und auf der laufenden Tour werden wir an jedem Abend zwei neue Songs präsentieren und hoffen, dass sie ankommen. Natürlich kennen die Leute die neuen Songs noch nicht und werden dementsprechend etwas verhaltener reagieren, aber nach den Shows werden wir den Kontakt zu den Fans suchen, um deren Meinung dazu zu erfragen.

metal-is-forever: Wird es stilistische Veränderungen geben?

Toschie: Weitestgehend bleiben wir dem Style von "Youngblood" treu, wobei wir diesesmal den Gitarrenparts etwas mehr Raum geben wollen.

metal-is-forever: Nach einem Top-Album wie es "Youngblood" war, erwarten nahezu alle von euch das nächste große Ding. Wie geht ihr mit dem Druck um?

Toschie: Wir freuen uns natürlich, wenn das neue Album ähnlich erfolgreich wie "Youngblood" werden sollte und ich denke, dass die Chancen wirklich nicht schlecht stehen. Manche der neuen Songs haben den Vibe von "Youngblood", aber nicht alle. Als wir zusammen kamen, um neue Songs zu schreiben, hatten wir genauso viel Spass miteinander, wie vor den Aufnahmen zu "Youngblood". Das Wichtigste an der ganzen Sache ist, dass du von dem überzeugt bist, was du tust und die Songs selbst großartig findest.

metal-is-forever: Die meisten von euch sind noch bei anderen Bands aktiv. Läßt sich das mit dem gestiegenen Erfolg von AUDREY HORNE noch vereinbaren?

Toschie: Bisher funktioniert es noch ganz gut. Thomas macht die Arbeit mit SAHG genausoviel Spass, wie Arve die Arbeit mit ENSLAVED und ich bin glücklich mit meinem Tattoo-Studio. Sollte aber irgenwann mal der Punkt kommen, an dem AUDREY HORNE mehr Zeit in Anspruch nehmen sollten, muss man sich zusammen setzen und die Prioritäten ausloten. Momentan schauen wir von Tag zu Tag und solange wir noch andere Dinge nebenher machen können, werden wir dies auch tun.

metal-is-forever: Ist es inzwischen möglich, von dem was AUDREY HORNE abwirft zu leben?

Toschie: Natürlich bringt AUDREY HORNE schon Geld ein und wir könnten davon auch überleben, aber eben auch nicht mehr. Es ist also nicht so, dass wir hier fett die Kohle einstreichen. Wir könnten all unsere anderen Sachen, die wir sonst noch am laufen haben, canceln und noch mehr touren, das würde ein paar Taler mehr in die Kasse spülen, aber ich denke dann würde der Spass an der Sache verloren gehen.


metal-is-forever: Ihr seid innerhalb eines Jahres zum dritten mal auf Tour. Ist da überhaupt noch an ein halbwegs vernünftiges Privatleben zu denken?

Toschie: Vielleicht nicht im herkömmlichen Sinne, sondern eher in Etappen. Zwischen der Studioarbeit und den Touren bleibt Zeit für die Familie oder private Interessen, wobei sich Arbeit und Freizeit auch schon mal überschneiden. Arve kommt auch schon mal zu mir oder ich gehe zu ihm. Wir verbringen also sehr viel Zeit mit der Band, aber dennoch haben wir alle ein Privatleben abseits von AUDREY HORNE.  Die Zeit nutzen wir dann eben intensiver. Ich z.B zeichne oder male sehr gerne, außerdem bin ich ein sehr geselliger Typ, der gerne Freunde trifft.

metal-is-forever: Auf der letzten Tour mit SOLSTAFIR und LONG DISTANCE CALLING habt ihr meiner Meinung nach nicht ideal ins Billing gepasst. Wieviel Einfluss habt ihr als Band bei der Entscheidung, mit wem ihr touren wollt?

Toschie:  Definitiv haben wir Einfluss auf die Auswahl mit wem wir touren wollen. Bei der angesprochen Tour mit SOLSTAFIR und LONG DISTANCE CALLING fanden wir es spannend, eine Tour mit drei stilistisch unterschiedlichen Bands zu machen. Allerdings muss man sich dann auch im Klaren sein, dass nicht alle dich gut finden werden. Andererseits hat man dann aber auch die Chance, sich Leuten zu präsentieren, die dich sonst eher nicht anschauen würden und gewinnt so evtl. ein paar neue Fans hinzu. Es hat also eine genauso positive wie negative Seite.

metal-is-forever: Diesemal seid ihr mit den Jungs von GRAND MAGUS unterwegs. Wie kommt ihr mit ihnen klar?

Toschie: Sehr gut! Das sind absolut nette Kerle mit einem großartigen Humor. Außerdem haben wir keine Sprachprobleme, da ich schwedisch spreche und sie norwegisch verstehen. So ist der gesamte Umgang untereinander absolut relaxed. Auch wenn GRAND MAGUS etwas mehr "heavy" als wir sind, passen wir musikalisch sehr gut zusammen und ergänzen uns. Wir sind mit dieser Tour rundum zufrieden!


metal-is-forever: Was macht ihr, wenn ihr auf Tour etwas Freizeit habt? Seht ihr euch die jeweiligen Städte etwas an?

Toschie: Meistens bleibt es bei dem Vorsatz, auf der Tour etwas mehr von den Städten, in denen man spielt, zu sehen. Im Prinzip hat man auf Tour nur ein paar Stunden Freizeit. Du chatest mit Freunden, checkst deine Mails und hängst etwas mit den Jungs ab. Ruck Zuck ist es 16 Uhr und du musst zu Soundcheck und hast anschließend ein paar Interviewtermine. Zudem sind die Clubs meistens nicht so zentral in den Städten gelegen. Auf dieser Tour haben wir nur einen einzigen komplett freien Tag (in Hamburg). Dort werden wir uns etwas von der Stadt ansehen.

metal-is-forever: Die CD-Verkäufe gehen seit Jahren zurück. Dafür steigen die Umsatzzahlen der LPs wieder. Was bevorzugst du?

Toschie: Ich bevorzuge eindeutig Vinyl. Ich kaufe mir selbstverständlich auch CDs, aber seit einiger Zeit wieder viel lieber Vinyl. Leider sind unsere ersten beiden Alben nicht auf Vinyl erhältlich.

metal-is-forever: Abschließend noch eine Frage zu deinen momentanen musikalischen Favoriten. Welches Album sollte man sich deiner Meinung nach zulegen?

Toschie: Ich höre viel unterschiedliche Musik, nicht nur Metal. So mag ich z.B. FRANK TURNER, oder höre auch etwas Country oder Pop. Es gibt so viel großartige Musik zu entdecken. Im Metal mag ich u.a. das letzte SAHG Album oder auch "Deceiver of the Gods" von AMON AMARTH oder die neue Scheibe von BEHEMOTH. Außerdem höre ich sehr gerne die ersten paar Alben von RAINBOW und die älteren Sachen von VAN HALEN und BOSTON. Zudem lese ich viele Musikmagazine und schaue mich auch immer wieder online nach neuen Bands um.

metal-is-forever: Vielen Dank für das Interview. Weiterhin viel Erfolg mit AUDREY HORNE.


Freitag, 17. Januar 2014

BLACK BLITZ im Interview

Interview vom 16.1.2014 mit Thomas von BLACK BLITZ


metal-is-forever: Hallo Thomas. Stelle als erstes allen die Black Blitz bisher noch nicht kennen die Band vor.
   
Thomas: Wir sind ein Münchner Hard Rock Trio, uns gibt es seit 2009 und wir haben nach 2011, jetzt im Dezember 2013, unser zweites Album namens "Louder Than Thunder" rausgebracht. Unser Sound ist für alle Fans von AC/DC, Airbourne oder Rose Tattoo, wobei wir viele verschiedene Vorbilder in unsere Musik einfließen lassen, um in diesem Classic Rock Genre etwas Neues und Frisches zu bieten.


metal-is-forever: Wie gut seid ihr befreundet? Hängt ihr auch privat ab?

Thomas: Immer, wenn wir zusammen sind, das ist meist auf dem Weg zu den Konzerten, geht es recht lustig zu. Das kann wohl jeder, der sich unsere Backstage-Videos ansieht nachvollziehen. Wir wohnen aber privat sehr weit auseinander. Unser Schlagzeuger (Thomas P.) kommt aus Donauwörth und Christian (Bass) und ich (Thomas B.) wohnen in verschiedenen Münchner Vororten. So treffen wir uns privat eher selten. Wir haben aber jeden Tag Kontakt und sehen uns durch die vielen Konzerte ohnehin sehr oft.


metal-is-forever: Gibt es eine Geschichte zum Bandnamen? Wie kam er zustande?

Thomas: Wir wollten einen Namen der leicht zu merken ist und bei dem man nicht nachfragen muss wie man ihn schreibt. Außerdem sollte er gut klingen, man sollte durch den Namen schon grob eine Vorstellung haben was für Musik wir machen und er sollte für große Energie stehen.
Wir haben dann einige Ideen in den Raum geschmissen und die Namen gleich gegoogelt. Da kam dann erstmal die Ernüchterung, da es 98% aller angedachter Bandnamen schon gab.
Es gab zur gleichen Zeit, im Juni 2009, fast jeden Tag ein Gewitter. Das hat uns dann irgendwann auf den Namen Black Blitz gebracht.


metal-is-forever:  Welche Bands haben Einfluß auf euren Sound und ist das deckungsgleich mit dem was ihr privat hört?

Thomas: AC/DC, Metallica, Guns N' Roses, Pantera und Queen würde ich als meine Lieblingsbands bezeichnen. Wenn ich das Anfangsriff von "Back In Black" höre, dann muss ich eine Faust machen und laut "YEAH!" schreien. Ich denke mir dann: "DAS will ich auch machen". Deswegen klingen wir so wie wir klingen. Immer auf der Suche nach dem perfekten Riff, das beim Zuhörer das gleiche Gefühl auslöst. Also ja, die Musik die wir machen und die ich privat höre ist absolut deckungsgleich.


metal-is-forever: Wer euch einmal live gesehen hat, kann sehen, wieviel Spaß ihr auf der Bühne habt. Bedarf es einer besonderen Motivation vor einem Gig? Habt ihr noch Lampenfieber?

Thomas: Die Zeit vor einem Gig ist eigentlich immer stressig und arbeitsintensiv, es gibt 1000 Dinge zu erledigen, wir machen ja alles noch selbst. Wenn man dann eine halbe Stunde vor dem Gig mit allem fertig ist und man sich dann auf den eigentlichen Auftritt vorbereiten kann, bin ich schon jedesmal ein bisschen nervös, stimme ständig meine Gitarre, wärme mich auf und hoffe dass alles passt. Ich kann es dann eigentlich kaum erwarten bis es endlich losgeht.

metal-is-forever: Wie einfach oder schwer ist es, als relativ kleine Band an Live-Gigs zu kommen?
  
Thomas: Sehr einfach. Wir hatten damit eigentlich nie Probleme. Auf jedem Konzert lernt man Leute kennen, woraus sich wieder neue Konzerte ergeben.

metal-is-forever: Angenommen, ihr dürftet euch eine Band aussuchen, mit der ihr auf Tour gehen könnt. Welche Band wäre das?

Thomas: Das müsste eine Band sein, die hunderte Konzerte auf der ganzen Welt spielt. Gleichzeitig müsste es eine Band sein, die uns die gleiche Lautstärke zugesteht wie sich selbst, also dem Hauptact.
Nachdem das ganze ohnehin eine Wunschvorstellung ist, nehme ich eine Band die es so nicht mehr gibt: Guns N' Roses; auf deren "Use Your Illusion World Tour", Anfang der 1990er Jahre. Ich denke, die hatten auch ganz nette Partys in ihrem Privatjet.

metal-is-forever: Euer zweites Album "Louder Than Thunder" ist seit kurzem erhältlich. Wie sind die Reaktionen bislang ausgefallen?

Thomas: Wir haben schon sehr viel positive Fanpost erhalten. Die Leute die schon vorher Fans von uns waren sind durch die Bank weg begeistert von der neuen Scheibe. Auch fast alle Presse-Kritiker schreiben, dass wir uns im Vergleich zum Vorgänger nochmals steigern konnten. Was mich darüber hinaus auch noch besonders freut, ist das internationale Feedback. Wir verkaufen die CD in die USA, Argentinien, Australien, England, Frankreich, Russland, Kroatien und es melden sich Radiostationen und Fans aus der ganzen Welt, obwohl wir außerhalb Deutschlands noch überhaupt keine Promotion betrieben haben.
metal-is-forever: Was sind eure Highlights auf dem Album?

Thomas: Da hat jeder von uns andere Favoriten, meiner ist zur Zeit "Turn Up The Heat" und "Keep 'Em Coming".

metal-is-forever: Wie lange habt ihr an den Songs von "Louder Than Thunder" geschrieben? Wie ist eure Arbeitsweise beim Schreiben von neuen Songs?

Thomas: Die Basis für einen neuen Song ist immer ein Riff. Wenn wir drei uns einig sind, dass das rockt, arrangieren wir den Song und erstellen ein erstes Demo. Erst dann schreiben wir (ich und Christian) die Texte. Die Musik zu "Louder Than Thunder" ist in sechs Monaten entstanden, das Texten dauerte drei Monate, also insgesamt neun Monate für zehn neue Songs.

metal-is-forever: Was wird 2014 für Black Blitz bringen? Wie sehen eure Pläne aus?

Thomas: Im Februar gehen wir mit U.D.O. auf große Europatournee. Das wird ein großes Highlight.  Im März und April geht es dann mit Maerzfeld auf Deutschlandtournee. Und danach beginnen die Arbeiten am dritten Album.








Freitag, 27. Januar 2012

TEMPLE OF YOUR SOUL Interview

Interview vom 24.01.2012 mit TEMPLE OF YOUR SOUL

metal-is-forever: Wie seid ihr auf Karoline aufmerksam geworden und wieviel Überzeugungsarbeit musste dabei geleistet werden da sie aus der "Musical Ecke" kommt?

Temple Of Your Soul: Karoline`s Gesangausbildung hat sich nicht nur auf Musical konzentriert, ebenso war Rock und Pop Bestandteil ihrer Ausbildung. Außerdem zählen zum Beispiel Maiden, Mötley Crüe oder Skid Row zu ihren Faves.
Der Kontakt kam übrigens über MySpace zustande...Karoline war schon einige Zeit mit Dirk dort "befreundet". Als wir auf der Suche nach einem Ersatz für Jeanette waren hat sich Karoline auch beworben. Sie war die Dritte die bei uns vorgesungen hat und hat uns mit ihrer Stimme absolut überzeugt.

metal-is-forever: Könnt ihr eueren Musikstil mal kurz beschreiben...mir fiel es z.B. relativ schwer beim Review einen Vergleich mit anderen Bands zu machen.

Temple Of Your Soul: Das fassen wir absolut als Kompliment auf! Grundsätzlich sind wir im traditionellen Metal zu Hause, soll aber nicht heissen dass wir nicht offen für andere Einflüsse wären. Allgemein mögen wir auch nicht dieses Schubladendenken...Musik soll Spass machen, in all ihrer Vielschichtigkeit. Mit "Eleanor Rigby" von den Beatles z.B. haben wir eine Coverversion aufgenommen die sowohl die Metal-Community als auch die breite Masse ansprechen dürfte.

metal-is-forever: Der Metal boomt aktuell, nach Jahren der Flaute, wieder sehr stark. Es gibt momentan haufenweise neue Bands und Musikstile. Wie denkt ihr darüber? Gefahr oder Chance?

Temple Of Your Soul: Das ist natürlich sehr schön, schließlich sind wir auch eine von diesen "haufenweise neuen Bands", letztendlich reguliert sich der Markt aber von selbst. Allerdings sind z.B. Metalcore und ähnliche Spielarten nicht wirklich unsere Welt, was aber nicht bedeutet dass wir komplett Metal aus anderen Genres ablehnen. Karoline mag zum Beispiel die Double Bass lastigen Nummern von Dimmu Borgir, allerdings nur musikalisch gesehen, der Gesang findet in diesem Fall wenig Begeisterung.

metal-is-forever: Welche Künstler beeinflussen eueren Musikstil und welche Musik hört ihr privat?

Temple Of Your Soul: Von richtig beeinflussen kann jetzt nicht die Rede sein. Sicherlich hat man, wenn man kurz zuvor etwas gehört hat, noch ein Riff oder eine Melodie im Hintekopf, aber wir versuchen unser Ding zu machen. Privat geht unser Muiskgeschmackt etwas auseinander; Jürgen mag zum Beispiel Kamelot und die mit Prog angehauchte Sachen, bei Dirk gehts dann eher in die klassische Metal/Rock Ecke wie AC/DC, Hendrix oder auch Pink und Olli fährt auf eher auf die Elektro Rock Sachen ab.


metal-is-forever: Wie läuft der Songwriting-Prozess bei euch ab, wer ist federführend?

Temple of Your Soul: Das kann man bei uns so nicht genau festmachen. Wer meint er hätte eine gute Idee kommt damit rüber, findet es Zustimmung arbeiten wir gemeinsam weiter und entwickeln die Strukturen zu einem Song. Da wir nahezu jeden Song als Gruppe schreiben führen wir momentan, wie sonst allgemein üblich, auch keine Namen hinter den Songs an.

metal-is-forever: Habt ihr schon Pläne für die nähere Zukunft...stehen Touren oder Festivals an?

Temple Of Your Soul: Primär werden wir jetzt erstmal unsere CD "For All" promoten. Im Raum NRW werden wir einige kleinere Gigs spielen...die nächsten Termine sind 28.1. Witten/Famous und am 24.3. Troisdorf/Saga. Weitere Termine sind in Planung, es ist aber noch nichts spruchreif. Festivals würden wir auch gerne das eine oder andere spielen, wobei man uns dann eher auf den kleineren Festivals finden dürfte, hier ist aber auch noch nichts fix.

Sonntag, 18. Dezember 2011

MARIONETTE Interview

Interview vom 16. Dez. 2011 mit Alex, Anton und Mikael

metal-is-forever: In den Anfangstagen von MARIONETTE enthielt die musikalische Ausrichtung der Band mehr pure Death Metal Essenzen. Euer neues Album "Nerve" ist jetzt mehr in Modern Metal Gefilden unterwegs. War das Absicht, oder hat es sich einfach so ergeben?

Marionette:Das war keine Absicht, sondern hat sich während der Enstehung von "Nerve" so entwickelt. Wir wollten etwas mehr Melodie in die Songstrukturen integrieren ohne dabei die Agression und Härte zu vernachlässigen. Wir finden dass uns dies auf "Nerve" ganz gut gelungen ist und wir die richtige Balance gefunden haben.

metal-is-forever: Was ist euer Lieblingstrack vom neuen Album?

Alex: Remember Your Name
Anton: From Marionette With Love (wegen der Riffs)
Mikael: Stand In Line (wegen der Schnelligkeit und Härte)

metal-is-forever: Wie wählt ihr Songs für eine Tour aus? Gibt es da irgendwelche Kriterien?

Marionette: Natürlich wollen wir soviel wie möglich vom neuen Album präsentieren. So werden wir auf der laufenden Tour vier Songs von "Nerve" spielen. Ansonsten haben wir meist einen etwas schneller und härteren Anfang, einen etwas ruhigeren Mittelteil bevor wir zum Finale nochmals die Bude wackeln lassen.

metal-is-forever: Seid ihr gerne auf Tour und wieviel bekommt ihr eigentlich von den Städten mit in denen ihr auftretet?

Marionette: Ehrlich gesagt haben wir relativ wenig Zeit für Touri-Ausflüge (und meist auch keine Lust). Nach den Gigs hängt man noch mit den Fans ab, dann meist etwas Party, fährt dann zum nächsten Ort,und ach ja...irgendwann auch mal schlafen. In Southhampton haben wir es zumindest auf einen Weihnachtsmarkt geschafft.

metal-is-forever: Habt ihr eigentlich noch Kontakt mit Axel Widen?

Marionette: Wir sind noch immer mit ihm befreundet, haben aber trotzdem relativ wenig Kontakt.

metal-is-forever: Wie geht es mit Marionette weiter? Schon irgendwelche Festivals bestätigt?

Marionette: Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch kein Festival gebucht...wir hören uns aber alles an und werden dann entscheiden wo man uns sehen kann.
Nach dem 22. Dezember (letzter Tourtag) geht es aber erstmal nach Schweden zurück.

metal-is-forever: Was war/ist euere Scheibe des Jahres?

Marionette: Das ist wirklich schwer da wir nicht nur Metal hören...Stoner, Punk, Hardcore usw. Aber wenn wir was benennen müssen dann Graveyard`s "Hisingen Blues" oder Devin Townsend`s "Deconstruction".

metal-is-forever: Ok, danke fürs Interview und viel Erfolg mit "Nerve"

Mittwoch, 23. November 2011

NIGHT IN GALES Interview zu "Five Scars"

Interview vom 17. November 2011 mit Jens Basten von NIGHT IN GALES


metal-is-forever: Schön dass ihr wieder da seid! Was hat euch bewogen mit NIGHT IN GALES wieder an den Start zu gehen?

Jens: Danke, es tut wirklich gut nach so einer langen Pause so viel positives Feedback zu bekommen! Wir wussten die ganze Zeit über, dass wir undere Fans mit dem letzten Album "Necrodynamic" nicht einfach so alleine lassen werden, haha, ist doch Ehrensache. Wie wussten zu jeder Sekunde dass wir als Band noch lange nicht alles gezeigt haben. Ich persönlich habe mich mit jedem weiteren Jahr das ohne neue NIGHT IN GALES Scheibe ins Land zog schlechter gefühlt. Gleichzeitig wuchs der Ehrgeiz ein Killeralbum mit den ursprünglichen NIGHT IN GALES  Trademarks zu veröffentlichen stetig an. Je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass erst die lange Pause und das damalige Scheitern eine so krasse Platte wie "Five Scars" möglich machten.

metal-is-forever: Wie kam der Deal mit Lifeforce Records zustande? Habt ihr euch mit neuem Material beworben oder kam man mit der Bitte um ein Album auf euch zu?

Jens: Haha, dass wär mal geil. Ne, Spaß beiseite, sowas gibt es nicht mal für GLEN DANZIG. Wir haben uns mit dem neuen Material natürlich bei einigen Labels beworben und auch positive Rückmeldungen bekommen. Als Lifeforce dann mit auf der Speisekarte stand war das leckerste Menü schnell ausgesucht. Man muss dazu sagen dass ich die Jungs schon kannte und daher wusste, dass eine Bindung kein menschliches oder geschäfliches Risiko in sich tragen würde. Das ist immens viel wert: ich kann jungen Combos nur sagen: Jungens, schaut euch die Freaks sehr genau an bevor ihr denen was unterschreibt...

metal-is-forever: Wenn du mal 10 Jahre zurückblickst und NIGHT IN GALES mit heute vergleichst, welche Unterschiede gibt es?

Jens: Wir sind 10 Jahre älter und sehen auch so aus. Der Drummer heißt heute anders: Adriano statt Christian. Außerdem sind wir heute nicht am Ende einer Erfolgskurve angelangt sondern stehen wieder am Anfang einer solchen. Wir sind dementsprechend gut gelaunt und genießen den Zuspruch, den wir seit der Veröffentlichung von "Five Scars" sowohl aus dem weltweiten Underground als auch von Seiten der populären Metal-Presse erfahren.
Musikalisch gesehen sind wir heute drei Schritte weiter. Die Songs klingen erst heute exakt so, wie sie eigentlich schon immer klingen sollten. Damit meine ich vor allem das Songwriting, aber auch unsere technischen Fähigkeiten und ebenso die Produktion.

metal-is-forever: Welche von den neueren Bands gefallen euch, bzw. inspirieren euch evtl sogar?

Jens: Also von Inspiration kann ich bei den neueren Bands nicht reden. Ich persönlich kann mit den Deathcore Entwicklungen der letzten Jahre nichts anfangen. Was mich ankotzt ist das offenkundige Abdriften der ehemals inhaltsschwangeren und unabhängigen Hardcore Szene in eine durch Kulturindustrie und Mainstream-Labels zur Bedeutungslosigkeit degenerierten Mode. Es ist echt ätzend dass dieser Teil des Nachwuchses nicht mehr will!

metal-is-forever: Das neue Material ist sowas von abwechslungsreich und stark, wie lange habt ihr an den Songs gearbeitet?

Jens: Es war im wesentlichen ein einziger starker Sommer. Ich hatte mir tatsächlich einige Sonntage in Folge freigehalten, mit dem Ziel, an jedem dieser freien Tage einen Song zu schreiben. Und da ich eine sehr gute Phase durchlebte, ich mich in einem permaneten Stimmungshoch befand, ging der Plan dann auch auf. Es ist mir nicht möglich Songs zu schreiben wenn es mir seelisch nicht gut geht, da kommt dann nichts bei rum. Die Songs für "Five Scars" dagegen standen meist in wenigen Stunden, ich musste nicht lange suchen oder basteln. Und genau das beweist mir meist sofort, dass es ein guter Song ist. Ich habe noch nie ein Riff für NIGHT IN GALES benutzt das ich selbst nicht direkt nach seiner "Entdeckung" im Kopf hatte.

metal-is-forever: Wieviel Einfluss übt letztendlich ein Produzent wie Dan Swanö noch auf das Endergebnis aus?

Jens: Wir haben ihn gewählt, weil wir ihn für seine Glanztaten sehr schätzen, vor allem "Unorthodox", "The Spectral Sorrows" und "Purgatory Afterglow" mit EDGE OF SANITY. Und damit meine ich vor allem die Fähigkeit, Stimmungen in den Kompositionen perfekt durch eine künstlerisch anspruchsvolle Produktion hervorzuheben und evtl noch zu verstärken. Wo bekommt man das heute noch? Alle reden nur noch von den perfekten Settings, Samples und nach welcher Referenzplatte man in welchem Jahr möglichst klingen will bzw muss. Das ist Schwachsinn. Man sollte zu jemanden gehen der vermutlich das richtige Verständnis für die eigene Musik hat. Wir haben bei Dan den richtigen Riecher gehabt. Er konnte,und sollte, in die Kompositionen nicht mehr eingreifen, hatte aber genügend Gestalltungsfreiräume was den Sound und die Mischungsverhältnis angeht.

metal-is-forever: Gibt es bereits Tourpläne oder kann man euch auf dem einen oder anderen Festival im nächsten Jahr bestaunen?

Jens: Eine Tour ist noch nicht in trockenen Tüchern, es kommen aber derzeit die ersten Angebote rein. Große Festivals sind auch noch nicht spruchreif. Was fest steht ist die Show am 17.12. mit MOURNING CARESS in Münster sowie das Winternachtstraum im Februar in Ansberg. Und natürlich spielen wir wieder das Evil Horde Metalfest in der Essener Zeche Carl, nächstes Jahr am 12. Mai.

Sonntag, 25. September 2011

LIVARKAHIL Interview zu "Signs Of Decay"

Interview vom 24. Sept. 2011 mit HK von LIVARKAHIL


metal-is-forever: Euere neue CD ist fertiggestellt...und trägt einen ziemlich düsteren Titel. Wie ist der Albumtitel zu verstehen, religiös oder politisch?

HK / Livarkahil: Die Hauptidee hinter dem Konzept des Albums ist die Quelle der Macht, die vom Glauben herrührt. Leider wird die Macht des Glaubens von den Religionen manipuliert und für ihre Zwecke missbracht. Um diesen Aspekt noch zu verschärfen, mischen wir das Ganze noch mit Sektenthematik und Bildern von totalitären Regimen. Im Grunde geht also in sämtlichen Lyriks um Religion im Allgemeinen und um spirituelle Autokratie.

metal-is-forever: Wer zeichnet sich für das Cover-Artwork verantwortlich?

HK / Livarkahil: Das Cover-Artwork wurde von Valentina Kallias erstellt. Wir wollten ein Cover welches unsere Eindrücke unsrer Musik passend zum Konzept des Albums wiederspiegelt. Dieses Cover ist also perfekt in unsrem Sinne dargestellt! Es stellt sehr schön Frömmigkeit und den materielen Aspekt der Religionen dar.

metal-is-forever: Seid ihr zufrieden mit dem Album...wie sind die bisherigern Resonanzen ausgefallen?

HK / Livarkahil: Ich denke dass Livarkahil mit "Signs Of Decay" ihre wahre Identität gefunden haben. Während das erste Album noch komplett von mir alleine geschrieben wurde unser aktuelles Werk als Kollektiv erstellt bei dem jeder in den gesamten Prozess involviert war. Wobei ich immer noch für den Großteil der Lyriks und Songs verantwortlich bin. Zudem haben wir uns diesmal auch die Zeit genommen, insgesamt mehr als ein Jahr, um ein Album abzuliefern mit dem wir wirklich zufrieden sind. Positiv wurde aufgenommen, daß wir jetzt eine noch brutalere Richtung eingeschlagen haben.

metal-is-forever: Welches ist dein/euer Favorit Track auf dem Album? Warum?

HK / Livarkahil: Mein absoluter Lieblings Song ist "The Flash Of The Damned" weil er so intensiv und brutal ist, außerdem mag ich den den Chorus mit seinen mehrschichtigen Stimmen und seinen kraftvollen Effekten.

metal-is-forever: Das Video zu "Above All Hatred" ist so was von profesionell...wer ist der Produzent?

HK / Livarkahil: Julien Metternich, ein Freund von uns, und ich haben bei unserem ersten Video zusammen gearbeitet. Wir wollten einfach das Konzept der Scheibe in diesem Video wiederspiegeln.

metal-is-forever: Von welchen Bands lasst ihr euch inspirieren?

HK / Livarkahil: Oh, da gibt es einige...z.B. Dimmu Borgir, Behemoth, Devildriver, Aborted usw...

metal-is-forever: Sind irgenwelche Touraktivitäten für Deutschland in der Mache oder bereits fix?

HK / Livarkahil: Im Moment leider noch nicht,aber aktuell arbeiten wir daran eine Tour auf die Beine zu stellen. Und natürlich hoffen wir auch bei euch früher oder später mal zu spielen.

metal-is-forever: Ok, danke fürs Interview.