Wir schaffen uns die Atmospäre, in der wir leben; denn welcher Art unsere Gedanken sind, die wir ausschicken, derart sind die, welche zu uns zurückkommen (Friedrich Clemens Gerke).
Atenção! DEFUNTOS sind zurück. Diesmal laden die Portugiesen zum ewigen Tanz des Todes - "A Eterna Dança da Morte". Vorhang auf für das morbide Tanzvergnügen.
Das sanfte Piano-Intro, welches in einer stilvollen Bar zu spielen scheint, wiegt den Zuhörer zu Beginn des Albums noch in Sicherheit - einer trügerischen Sicherheit.
Bereits wenige Momente vom folgenden "A Vigília Fúnebre" genügen, um festzustellen, dass Idylle und Harmonie nicht die Stimmung ist, die DEFUNTOS erzeugen wollen.
Wem das portugiesische Duo schon mal über den Weg gelaufen sein sollte, der weiß, dass Conde F. und Conde J. (Conde = port. für Graf) Funeral Doom und Depri Black Metal unter stimmungsvoller Musik verstehen.
Das ganze spielt sich zumeist, wie es sich für Musik dieser Art gehört, im gediegenen Mid-Tempo ab - Blastbeats haben DEFUNTOS nicht im Angebot. Dafür arbeiten die Portugiesen mit versteckt melodiösen Feinheiten, die subtil ihr Unwesen im Hintergrund treiben.
Der krächzende Gesang kommt recht bösartig rüber. Dabei kommen auch die
emotionalen Komponenten nicht zu kurz, welche von DEFUNTOS zumeist überzeugend dargeboten werden.
Ungefähr so muss es sich (musikalisch gesehen) anhören, wenn man während
eines Albtraums von Geisterhand in die Tiefen eines Abgrundes
gezogen wird.
Die nachhaltigste Wirkung hinterlässt das schwarzmetallische Konglomerat bei "A Reza da Tristeza", "No Encalço da Lua Negra" und dem titelgebenden Track "A Eterna Dança da Morte", der entfernt an NACHTMYSTIUM erinnert.
Fazit: DEFUNTOS liefern mit "A Eterna Dança da Morte" ein düster-atmosphärisches Stück Black-Doom Tonkunst ab, das sicherlich nichts für Artgenossen mit schwachem Nervenkostüm ist, dem Liebhaber morbid monotoner Klänge aber munden dürfte. (JK)
7 von 10
Anmerkung: Das Album gibt es als CD - mit 8 seitigem Booklet, als schweres Vinyl – in zwei
Editionen und als Digital Version.
http://dunkelheitprod.bandcamp.com/album/a-eterna-dan-a-da-morte
http://www.dunkelheit-produktionen.de/
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Freitag, 11. November 2016
Freitag, 5. Februar 2016
BOSQUE / "Beyond" / Dunkelheit Produktionen / 3 Tracks / 40:25 Min
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt, das unentrinnbar und leise, von allen ihn trennt. (Hermann Hesse). BOSQUE aus Portugal schicken euch mit "Beyond" auf eine Reise durch Gefühlswelten, in denen Einsamkeit und Melancholie vorherrschen. Auf drei überlangen Tracks zelebriert das Einman-Projekt BOSQUE (port/span: Wald) von Mastermind DM eiskalten (Funeral) Doom mit schleppenden Riffs und einem wehklagenden, hypnotischen Gesang, der direkt aus der Anderswelt zu kommen scheint. "Beyond" drückt ohne Zweifel aufs Gemüt und lässt einen in jedem Moment die Vergänglichkeit alles Lebens spüren. Hin und wieder streicheln kleine Sonnenstrahlen, in Form vom Post-Rock Fragmenten, die geschundene Seele, denen aber sehr schnell vom unheilbringenden Doom wieder der Garaus gemacht wird. BOSQUE pendeln dabei gelegentlich zwischen URFAUST und CARONTE. Entfernt kann man auch noch SOLSTAFIR aus dem Unterholz vernehmen. Insgesamt muss man aber sagen, dass BOSQUE sein eigenes Ding macht und sehr eigenständig klingt, auch wenn die Referenzen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Eine streng analoge Produktion sorgt zudem dafür, dass der atmosphärische Charakter von "Beyond" in jedem Moment authentisch transportiert wird.
Fazit: Man kann BOSQUE nur verstehen und fühlen, wenn man akzeptiert, dass der Tod zum Leben dazugehört. Denn, alles hat einen Anfang und alles hat mal ein Ende. "Beyond" liegt irgendwo dazwischen. (JK)
Das Album erscheint am 1. Februar als schweres 3-Panel Digipak. Ebenfalls wird es als Vinyl Edition und Digital Download erhältlich sein.
7.5 von 10
http://www.endserver.com/BOSQUE/
https://dunkelheitprod.bandcamp.com/album/beyond
http://www.dunkelheit-produktionen.de/index_de.html
Fazit: Man kann BOSQUE nur verstehen und fühlen, wenn man akzeptiert, dass der Tod zum Leben dazugehört. Denn, alles hat einen Anfang und alles hat mal ein Ende. "Beyond" liegt irgendwo dazwischen. (JK)
Das Album erscheint am 1. Februar als schweres 3-Panel Digipak. Ebenfalls wird es als Vinyl Edition und Digital Download erhältlich sein.
7.5 von 10
http://www.endserver.com/BOSQUE/
https://dunkelheitprod.bandcamp.com/album/beyond
http://www.dunkelheit-produktionen.de/index_de.html
Donnerstag, 21. Januar 2016
ABATUAR / VEJACIÓN DE LA BESTIA/FOSA COMÚN / Dunkelheit Produktionen / 8 Tracks / 22:55 Min
Oh, wie schön ist Panama.
ABATUAR ist eine jener aufstrebenden Underground-Bands aus Mittel- und Südamerika, von denen man auf dem alten Kontinent selten bis gar nichts hört. Damit muss Schluß sein, haben sich Dunkelheit Produktionen gedacht und bringen die ersten beiden Demos von ABATUAR aus den Jahren 2014 und 2015 zusammengefasst als schickes CD-Digi auf den Markt. Das Abriss-Kommando aus Panama, eigentlich ein Ein-Mann-Projekt, hat sich, wie das Coverartwork schon vermuten lässt, den harten Klängen (Death / Grind / etwas Black) im Metal-Kosmos zugewandt. Als grobe Anhaltspunkte dürfen ANAL CUNT, HOLOCAUSTO CANIBAL und CARCASS verstanden werden. Wie es sich für diese Art von Musik gehört, gibt es in puncto Geschwindigkeit ordentlich einen auf die Mütze. Aber nicht nur, denn, ABATUAR sind durchaus variabel aufgestellt. Immer mal wieder finden Grooveinlagen im Midtempo und überraschende Breaks, im ansonsten fein strukturierten Knüppel-Chaos statt. Zudem hat Cadaver, so nennt sich "Mr. Abatuar", wie es scheint, ein Faible für Splatter und Horror Movies. Geschickt platzierte Samples aus diversen Filmen belegen diese These und verleihen dem Album so eine besondere Note.
Fazit. ABATUARs Debütalbum ist abwechslungsreich, wild, roh, zuweilen etwas "durchgeknallt" - oder auf einen Nenner gebracht: "Sick as Hell"!
Es lohnt sich also durchaus seinen Blick gelegentlich gen Mittel- und Südamerika zu richten. ABATUAR dürfte all jene ansprechen, die sich im Underground wohlfühlen und dabei einer blutigen Death-Schlachtplatte mit Grind-Einflüssen was abgewinnen können. (JK)
7 von 10
Anmerkung: Den ersten 100 Kopien von "Vejación de la Bestia/Fosa Común" liegt ein 135g schweres Poster im A2 Format bei.
https://www.facebook.com/Abatuar-755185244585530
http://www.dunkelheit-produktionen.de/
ABATUAR ist eine jener aufstrebenden Underground-Bands aus Mittel- und Südamerika, von denen man auf dem alten Kontinent selten bis gar nichts hört. Damit muss Schluß sein, haben sich Dunkelheit Produktionen gedacht und bringen die ersten beiden Demos von ABATUAR aus den Jahren 2014 und 2015 zusammengefasst als schickes CD-Digi auf den Markt. Das Abriss-Kommando aus Panama, eigentlich ein Ein-Mann-Projekt, hat sich, wie das Coverartwork schon vermuten lässt, den harten Klängen (Death / Grind / etwas Black) im Metal-Kosmos zugewandt. Als grobe Anhaltspunkte dürfen ANAL CUNT, HOLOCAUSTO CANIBAL und CARCASS verstanden werden. Wie es sich für diese Art von Musik gehört, gibt es in puncto Geschwindigkeit ordentlich einen auf die Mütze. Aber nicht nur, denn, ABATUAR sind durchaus variabel aufgestellt. Immer mal wieder finden Grooveinlagen im Midtempo und überraschende Breaks, im ansonsten fein strukturierten Knüppel-Chaos statt. Zudem hat Cadaver, so nennt sich "Mr. Abatuar", wie es scheint, ein Faible für Splatter und Horror Movies. Geschickt platzierte Samples aus diversen Filmen belegen diese These und verleihen dem Album so eine besondere Note.
Fazit. ABATUARs Debütalbum ist abwechslungsreich, wild, roh, zuweilen etwas "durchgeknallt" - oder auf einen Nenner gebracht: "Sick as Hell"!
Es lohnt sich also durchaus seinen Blick gelegentlich gen Mittel- und Südamerika zu richten. ABATUAR dürfte all jene ansprechen, die sich im Underground wohlfühlen und dabei einer blutigen Death-Schlachtplatte mit Grind-Einflüssen was abgewinnen können. (JK)
7 von 10
Anmerkung: Den ersten 100 Kopien von "Vejación de la Bestia/Fosa Común" liegt ein 135g schweres Poster im A2 Format bei.
https://www.facebook.com/Abatuar-755185244585530
http://www.dunkelheit-produktionen.de/
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