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Sonntag, 16. Februar 2020
Dienstag, 29. Januar 2019
Konzertbericht EXODUS + SODOM + DEATH ANGEL + SUICIDAL ANGELS - 16.12.2018 München/Backstage
An den vier Sonntagen vor Weihnachten, den Adventssonntagen, soll man sich (laut Kirche) auf den baldigen Geburtstag des Herrn vorbereiten und sich daran erfreuen. Na dann: Macht hoch die Tür, das Tor macht breit, hier kommen die Herren der Thrash-Herrlichkeit!
Eröffnet wird die Weihnachtsfeier der metallischen Art von der griechischen Thrash-Abrissbirne SUICIDAL ANGELS. Wer die Griechen bereits einmal live erleben durfte, der weiß, dass es für eine Veranstaltung dieser Art wohl keinen besseren Opener geben könnte, als die Truppe um Nick Melissourgos.
Mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Härte und Groove und Nackenbrechern wie z.B. "Bloodbath" oder "Apokathilosis" bringen die SUICIDAL ANGELS innerhalb kürzester Zeit (heute Abend waren es knapp 40 Minuten) jeden Schuppen in Stimmung. Da springt sogar beim Münchner Publikum, das für seine längere Anlaufzeit bei Konzerten bekannt ist, relativ schnell der Funke über - und das nicht nur in den ersten beiden Reihen.
Nur der Circle Pit bei "Moshing Crew"ging etwas in die Hose, erinnerte die Darbietung doch eher an ein lahmes Feuerballspiel im Sportuntericht, als an einen ekstatischen Reigen unter Thrashern. Abgesehen davon, ist der Auftritt aber aller Ehren Wert und hat seine Aufgabe, das Publikum anzuschwitzen, perfekt erfüllt. Efcharisto.
Die zweite Kerze auf dem Thrash-Metal-Adventskranz hört auf den Namen DEATH ANGEL und hat seit den 1980er Jahren eine immense Leuchtkraft. Die drei Frühwerke der Kalifornier gehören allesamt ins Gebetsbuch eines jeden Tharshers. Da gibt es keine zwei Meinungen. Und auch die Alben nach der Reunion bewegen sich allesamt auf einem hohem Niveau. Ergo: Die Hütte brennt die nächsten 55 Minuten lichterloh!
Besonders erfreulich dabei: Von den acht Songs die DEATH ANGEL heute Abend vom Stapel lassen, gehören vier dem Debütalbum "The Ultra-Violence" an. Los geht's mit "Evil Priest" von besagtem Album, welches den Grundstein für einen grandiosen Auftritt legt, bei dem nahezu keine Wünsche offen bleiben.
Wo andere Thrash-Kapellen sich in Härte zu übertrumpfen versuchen, setzen DEATH ANGEL eher auf die filigrane Karte. Hier sind im Besonderen die Soli zu nennen, die ein ums andere Mal für Staunen im Publikum sorgen.
Wenn man zudem noch eine Rampensau vom Kaliber eines Mark Osegueda in seinen Reihen hat, kann sowieso nichts mehr schief gehen.
Und so vergeht die knappe Stunde wie im Flug. "The Moth" vom aktuellen Album "The Evil Divide" setzt den Schlußpunkt hinter einem nahezu perfekten Auftritt, der definitiv mehr Spielzeit verdient gehabt hätte.
Nach diesem Abriss von DEATH ANGEL war zu befürchten, dass es SODOM schwer haben dürften dagegen anzustinken. Doch da hat man die Rechnung ohne Tom Angelripper gemacht.
Der hat nämlich nicht nur aus Deutschlands bekanntestem Trio (sorry Großenkneten) kurzerhand erstmals ein Quartett gemacht, sondern präsentiert mit Frank Blackfire auch noch einen alten Bekannten. Ebenfalls ein alter Wegbegleiter der Gelsenkirchener Truppe findet sich rechts und links auf den beiden Bühnenaufstellern: Knarrenheinz.
Alles zusammen lässt nur eine Schlußfolgerung zu: SODOM Goes Back to Roots! Wer vorab schon in die neue EP "Partisan" reingehört hatte, der war davon allerdings nicht mehr wirklich überrascht. Dazu ist das neue Material zu oldschool-lastig. Die heutige Setlist übrigens auch.
Bis auf die beiden neuen Songs ("Partisan" & "Conflagration") der aktuellen EP finden sich nur ältere Perlen auf der selbigen. Bei "Agent Orange", "Blasphemer" und "Bombenhagel" geht die Meute sogar so derbe ab, dass Kondenswasser von der Hallendecke tropft. Also alles in bester Ordnung? Nicht ganz.
Wer genau hinschaut, dem fällt auf, dass es SODOM zwar meisterhaft verstehen, die Thrashkeule zu schwingen, aber (leider) massiv an Fingerfertigkeit an der Gitarre verloren haben. Nichts gegen Frank Blackfire, aber einem Bernemann kann er nunmal nicht das Wasser reichen.
Und so wirkt der Auftritt von SODOM letztendlich doch etwas hölzern. Umso mehr, wenn man Vergleiche zum heutigen Auftritt von DEATH ANGEL und EXODUS zulässt.
Womit wir auch schon mittendrin bei EXODUS wären, die ebenfalls, wie ihre kalifornischen Kollegen von DEATH ANGEL, zum heutigen Tourabschluß, einen absoluten Sahnetag erwischt haben.
Wie schon zuvor bei SODOM und DEATH ANGEL ist auch bei EXODUS die Setlist auf oldschool gebürstet. So werden neben 2 Songs von "Fabulous Desaster" Album auch noch 5 (!) Tracks vom "Bonded by Blood" Meisterwerk unters Volk gebracht. Dem neuen, alten Sänger Steve Souza kann es nur recht sein, ist sein Gesangsstil doch dafür prädestiniert.
Und so entwickelt sich eine wilde Thrash-Sause, die mit Höhepunkten nur so gespickt ist. Einer dieser Höhepunkte war zweifelsohne der Monster-Circle Pit (inkl Wall of Death) bei "A Lesson in Violence". Was vorher bei SUICIDAL ANGELS nahezu komplett in die Hose ging, sieht hier auf einmal wie aus dem Lehrbuch aus.
Aber nicht nur hier gibt das Münchner Publikum nochmals alles. Selten hat man, und zwar von Anfang bis Ende der Show, solch ein wildes Gezappel und kollektives Haareschütteln erleben dürfen, wie heute bei EXODUS. An Verschnaufpausen ist nicht zu denken: "And Than There Were None", "Impaler", "Fabulous Desaster", "Piranha" - ein Hit jagt den anderen.
Da aber jeder wilden Sause etwas Abwechslung gut zu Gesicht steht, ertönt zwischen "Blacklist" und "The Toxic Waltz" auf einmal "Motorbreath" von METALLICA (einige von euch dürften schonmal von ihnen gehört haben).
Der letzte Song des Abends, der gesamten Tour, ist auch der Schluß-Track des "Bonded by Blood" Albums:"Strike of the Beast".
Danach ist Schicht im Schacht und eine ausgepowerte, nassgeschwitzte Meute macht sich auf den Nachhauseweg und erfreut sich daran, dass die weihnachtliche Bescherung heuer schon ein paar Tage früher stattgefunden hat.
Die MTV Headbangers Tour hat sich wieder etabliert und sich innerhalb kürzester Zeit zum metallischen Highlight am Jahresende gemausert. Man darf jetzt schon gespannt sein, welche Bands 2019 für die Extraportion Oldschool-Feeling sorgen werden. Bis dahin: Thrash 'Till Death! (JK)
Eröffnet wird die Weihnachtsfeier der metallischen Art von der griechischen Thrash-Abrissbirne SUICIDAL ANGELS. Wer die Griechen bereits einmal live erleben durfte, der weiß, dass es für eine Veranstaltung dieser Art wohl keinen besseren Opener geben könnte, als die Truppe um Nick Melissourgos.
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| SUICIDAL ANGELS (© by metal-is-forever-alive) |
Nur der Circle Pit bei "Moshing Crew"ging etwas in die Hose, erinnerte die Darbietung doch eher an ein lahmes Feuerballspiel im Sportuntericht, als an einen ekstatischen Reigen unter Thrashern. Abgesehen davon, ist der Auftritt aber aller Ehren Wert und hat seine Aufgabe, das Publikum anzuschwitzen, perfekt erfüllt. Efcharisto.
Die zweite Kerze auf dem Thrash-Metal-Adventskranz hört auf den Namen DEATH ANGEL und hat seit den 1980er Jahren eine immense Leuchtkraft. Die drei Frühwerke der Kalifornier gehören allesamt ins Gebetsbuch eines jeden Tharshers. Da gibt es keine zwei Meinungen. Und auch die Alben nach der Reunion bewegen sich allesamt auf einem hohem Niveau. Ergo: Die Hütte brennt die nächsten 55 Minuten lichterloh!
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| DEAT ANGEL (© by metal-is-forever-alive) |
Wo andere Thrash-Kapellen sich in Härte zu übertrumpfen versuchen, setzen DEATH ANGEL eher auf die filigrane Karte. Hier sind im Besonderen die Soli zu nennen, die ein ums andere Mal für Staunen im Publikum sorgen.
Wenn man zudem noch eine Rampensau vom Kaliber eines Mark Osegueda in seinen Reihen hat, kann sowieso nichts mehr schief gehen.
Und so vergeht die knappe Stunde wie im Flug. "The Moth" vom aktuellen Album "The Evil Divide" setzt den Schlußpunkt hinter einem nahezu perfekten Auftritt, der definitiv mehr Spielzeit verdient gehabt hätte.
Nach diesem Abriss von DEATH ANGEL war zu befürchten, dass es SODOM schwer haben dürften dagegen anzustinken. Doch da hat man die Rechnung ohne Tom Angelripper gemacht.
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| SODOM (© by metal-is-forever-alive) |
Alles zusammen lässt nur eine Schlußfolgerung zu: SODOM Goes Back to Roots! Wer vorab schon in die neue EP "Partisan" reingehört hatte, der war davon allerdings nicht mehr wirklich überrascht. Dazu ist das neue Material zu oldschool-lastig. Die heutige Setlist übrigens auch.
Bis auf die beiden neuen Songs ("Partisan" & "Conflagration") der aktuellen EP finden sich nur ältere Perlen auf der selbigen. Bei "Agent Orange", "Blasphemer" und "Bombenhagel" geht die Meute sogar so derbe ab, dass Kondenswasser von der Hallendecke tropft. Also alles in bester Ordnung? Nicht ganz.
Wer genau hinschaut, dem fällt auf, dass es SODOM zwar meisterhaft verstehen, die Thrashkeule zu schwingen, aber (leider) massiv an Fingerfertigkeit an der Gitarre verloren haben. Nichts gegen Frank Blackfire, aber einem Bernemann kann er nunmal nicht das Wasser reichen.
Und so wirkt der Auftritt von SODOM letztendlich doch etwas hölzern. Umso mehr, wenn man Vergleiche zum heutigen Auftritt von DEATH ANGEL und EXODUS zulässt.
Womit wir auch schon mittendrin bei EXODUS wären, die ebenfalls, wie ihre kalifornischen Kollegen von DEATH ANGEL, zum heutigen Tourabschluß, einen absoluten Sahnetag erwischt haben.
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| EXODUS (© by metal-is-forever-alive) |
Und so entwickelt sich eine wilde Thrash-Sause, die mit Höhepunkten nur so gespickt ist. Einer dieser Höhepunkte war zweifelsohne der Monster-Circle Pit (inkl Wall of Death) bei "A Lesson in Violence". Was vorher bei SUICIDAL ANGELS nahezu komplett in die Hose ging, sieht hier auf einmal wie aus dem Lehrbuch aus.
Aber nicht nur hier gibt das Münchner Publikum nochmals alles. Selten hat man, und zwar von Anfang bis Ende der Show, solch ein wildes Gezappel und kollektives Haareschütteln erleben dürfen, wie heute bei EXODUS. An Verschnaufpausen ist nicht zu denken: "And Than There Were None", "Impaler", "Fabulous Desaster", "Piranha" - ein Hit jagt den anderen.Da aber jeder wilden Sause etwas Abwechslung gut zu Gesicht steht, ertönt zwischen "Blacklist" und "The Toxic Waltz" auf einmal "Motorbreath" von METALLICA (einige von euch dürften schonmal von ihnen gehört haben).
Der letzte Song des Abends, der gesamten Tour, ist auch der Schluß-Track des "Bonded by Blood" Albums:"Strike of the Beast".
Danach ist Schicht im Schacht und eine ausgepowerte, nassgeschwitzte Meute macht sich auf den Nachhauseweg und erfreut sich daran, dass die weihnachtliche Bescherung heuer schon ein paar Tage früher stattgefunden hat.
Die MTV Headbangers Tour hat sich wieder etabliert und sich innerhalb kürzester Zeit zum metallischen Highlight am Jahresende gemausert. Man darf jetzt schon gespannt sein, welche Bands 2019 für die Extraportion Oldschool-Feeling sorgen werden. Bis dahin: Thrash 'Till Death! (JK)
Mittwoch, 5. Dezember 2018
Mittwoch, 18. Oktober 2017
Konzertbericht SATYRICON + SUICIDAL ANGELS + FIGHT THE FIGHT - 10.10.2017 München/Backstage
SATYRICON - Hurra, wir leben noch!
So sehr der kontrovers dikutierte, selbstbetitelte Output "Satyricon" von 2013 die schwarze Szene gespalten hat, so stark war der Zusammenhalt innerhalb der Fanlager, als die Tumorerkrankung von Mastermind Sigurd "Satyr" Wongraven bekannt wurde.
Zwischenzeitlich war sogar das Ende von SATYRICON zu befürchten. Soweit kam es aber nicht - allen nordischen Göttern sei Dank dafür!
Nun, ein paar Monde und eine Veröffentlichung ("Deep Calleth Upon Deep") später, begeben sich die kultbehafteten Norweger auf Europa-Tournee, um zum einen den neuen Longplayer zu bewerben, zu anderen aber auch, um zu zeigen, dass man noch voll im Saft steht.
Auf ihrer Reise durch den alten Kontinent werden Satyr und Frost von den SUICIDAL ANGELS und FIGHT THE FIGHT begleitet.
FIGHT THE FIGHT
Dem ein oder anderen von euch dürften FIGHT THE FIGHT schon mal über den Weg gelaufen sein, wenn auch unter anderem Namen - 2015 waren die Norweger nämlich ebenfalls als Opening Act für SATYRICON gebucht. Seinerzeit nannte man sich allerdings noch: OSLO FAENSKAP.
Damals wie heute wirkt(e) die Truppe um den stimmgewaltigen Frontmann Lars Vegas jedoch "etwas" Fehl am Platz mit ihrem Mix aus Metalcore und Melo-Death.
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| FIGHT TO FIGHT (© by metal-is-forever-alive) |
Während es von den ersten beiden Reihen vor der Bühne nach jedem Song zumindest vereinzelt (Höfflichkeits-)Applaus gibt, distanziert sich der Rest der Hallenbesucher nicht nur räumlich (penibel wurde ein Sicherheitsabstand zur Bühne von mindestens 5 Metern eigehalten) vom corelastigen Geschehen auf der Bühne, sondern verweigert den Norwegern zudem jegliche Unterstützung.
Und so ist es nur wenig verwunderlich, dass FIGHT TO FIGHT nach ca 20 Minuten für die Ankündigung, dass nun der letzte Song des Abends ("No Skin, No Armour") folgen würde, den meisten Applaus einheimsen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
SUICIDAL ANGELS
Hatte man bei FIGHT THE FIGHT noch so viel Platz vor der Bühne, wie selten bei einem Konzert, ändert sich nun die Sachlage, kaum dass die Coretruppe die Bühne verlassen hat.
Binnen Sekunden rückt nun ein jeder Richtung Bühne vor und versucht einen Platz zu ergattern, der zu gleichen Teilen Bewegungsfreiheit und Sicht garantiert. Beides sollte jedoch Wunschdenken bleiben, was nicht zuletzt an der schweißtreibenden Show der SUICIDAL ANGELS lag.
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| SUICIDAL ANGELS (© by metal-is-forever-alive) |
Mit ihren schnellen Riffs, den knackigen Soli und dem Dauerfeuer der Drums, schaffen es SUICIDAL ANGELS sogar, das Publikum, welches überwiegend ganz klar wegen SATYRICON gekommen ist, zeitweise in zarte Ekstase (Moshpit, Wall of Death) zu versetzen. Allein dafür gebührt ihnen Respekt.
Sympathie-Bonuspunkte konnten die Griechen zudem mit ihren holprigen Ansagen auf "Deutsch" (wie z.B.:"...jetzt alles zusammen, Deutschland") sammeln.
"Apokalithosis" beendet nach 45 Minuten einen (überraschend) guten Auftritt der SUICIDAL ANGELS, die ihren Job als Einheizer perfekt umgesetzt haben, was unzählige durchnässte Leibchen beweisen.
SATYRICON
Danach setzt reges Treiben auf der Bühne ein, bei dem u.a. Unmengen von Schlagzeugutensilien auf die selbige getragen werden und zu einem monströsen Drumkit zusammen gesetzt werden, hinter dem in absehbarer Zeit Frost verschwinden wird, um alles in Grund und Boden zu ballern.
Eine halbe Stunde später ist es dann soweit, die Hauptakteure des heutigen Abends nehmen unter den den Klängen eines erhabenen Intros, und unter lautstarkem Jubel, ihre Plätze auf der Bühne ein - zuletzt Satyr.
| SATYRICON (© by metal-is-forever-alive) |
Als ersten Song kredenzen SATYRICON "Midnight Serpent" vom neuen Album dem Publikum, das nun wie die Hühner in einer Legebatterie, gänzlich ohne Bewegungsfreiheit, dicht an dicht steht und dabei trotzdem abgeht, als gäbe es kein Morgen.
Satyr ist agil wie eh und je, von Nachwehen seiner Erkrankung ist nicht mal ansatzweise etwas zu spüren/sehen. Konditionsprobleme? Nicht die Spur! Wie gewohnt bearbeitet er jeden Meter der Bühne, steigt des Öfteren auf die Lautsprecherboxen am Bühnerand, um den pushenden Zeremonienmeister zu geben, oder steht headbangend am Mikroständer. Einzig und allein die beiden Intermezzi, die das Set geschickt in drei Drittel aufteilen, gewähren einen paar Momente zur Regeneration.
Musikalisch gesehen haben SATYRICON heute Abend ziemlich viel Song-Material der Neuzeit auf dem Spielplan. Vom aktuellen Werk kommen neben dem bereits erwähnten "Midnight Serpent" auch noch "Deep Calleth Upon Deep", "To Your Brethren in the Dark" und "Burial Rite" zu Live-Ehren.
| SATYRICON (© by metal-is-forever-alive) |
Aber auch das Vorgängeralbum "Satyricon" kann sich nicht über mangelnde Wertschätzung beklagen. Finden hiervon doch immerhin auch 2 Tracks ("Our World, It Rumbles Tonight" und "Walker Upon the Wind") den Weg auf die heutige Setlist. Keine schlechte Quote, wenn man bedenkt, dass beispielsweise "Nemesis Divina" ebenfalls nur mit zwei Tracks gewürdigt wurde, oder die beiden Frühwerke "Dark Medieval Times" und "The Shadowthrone" heute (leider) gar gänzlich übergangen wurden.
Selbstredend, dass zwischen all dem neuen Material auch der ein oder andere Klassiker gespielt wurde: "Black Crow on a Tombstone", "Repined Bastard Nation", "Commando", "Now, Diabolical", "Transcendental Requiem of Slaves".
Kurz bevor "Mother North" das Ende des regulären Set einläutet, bedankt sich ein sichtlich (emotional) bewegter Satyr beim Münchner Publikum, für die grandiose Stimmung heute Abend, und dafür, dass es SATYRICON in der bayerischen Hauptsatdt zum dritten Mal hintereinander (2013, 2015, 2017) geschafft haben, das "Ausverkauft"-Schildchen ins Kassenhäuschen zu bekommen.
| SATYRICON (© by metal-is-forever-alive) |
Und so ist es wirklich schön zu sehen, dass SATYRICON auch nach 26 Jahren, immer noch quicklebendig sind. (JK)
Mittwoch, 6. September 2017
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