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Montag, 1. Februar 2016

KETZER / "Starless" / Metal Blade Records / 10 Tracks / 45:42 Min

Wie sich die Zeiten ändern. Im Mittelalter wollte kaum jemand einem Ketzer in seiner Nähe haben oder ihm zuhören. Heute hingegen können es viele (Metalheads) gar nicht erwarten, bis KETZER mit neuem Material um die Ecke kommen, um wieder ihren musikalischen Botschaften lauschen zu können.
Nach vier Jahren ohne Lebenszeichen der Bergisch Gladbacher (lässt man die 2015er EP mal außen vor), ist es im Januar 2016 endlich wieder soweit - KETZER veröffentlichen ihr drittes Album.
Eines aber vorweg: "Starless" dürfte für kontroverse Diskussionen sorgen, da KETZER mit "Starless" ein Album erschaffen haben, dass in keine Schublade passen wird. Doch keine Sorge, KETZER sind noch immer diabolisch wie eh und jeh, nur eben subtiler als zu Beginn ihrer Karriere. Hat sich auf "Endzeit Metropolis" schon eine minimale Kurskorrektur angedeutet, so labt sich "Starless" sehr viel mehr als sein Vorgänger an den süßen Früchten der musikalischen Vielfalt.
Nehmen wir stellvertretend den längsten Song des Albums ("Shaman's Dance"), der das gesamte Spektrum (KVELERTAK meets THE DEVILS BLOOD meets SATYRICON) der "neuen" KETZER offenbart, das übrigens komplett ohne Blastbeats und Raserei auskommt. Dieses Spektrum reicht von schleppend und schwer, über hymnisch und melodiös, bis stampfend und rockig. Jedes Fragment wirkt gut durchdacht und arrangiert und ist (wie übrigens das komplette Album) in sich stimmig.
Eine pechschwarze Produktion und der charismatische Fauch/Krächz Gesang von Gerrit (Infernal Destroyer) setzen dem Ganzen noch die Krone auf.

Fazit: KETZER scheren sich auf "Starless" einen feuchten Kehricht um (angebliche) Grenzen im Black Metal und um Konventionen, getreu dem Gebot von Aleister Crowley: "Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz".
Und wer mag schon den Großmeister in Frage stellen, der garantiert mehr Black Metal war, als sämtliche Corpsepaint-Bands des gesamten Planeten zusammen.
Also, Scheuklappen runter und sich an das Album gewagt -  es lohnt sich! (JK)

8.5 von 10

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