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Mittwoch, 14. Dezember 2016

HAMMER KING / "King is Rising" / Cruz Del Sur Music / 13 Tracks / 63:40 Min

Erwarte nichts. Es kommt doch, wie's kommt. Ist es nicht herrlich, sich überraschen zu lassen? (Ernst Penzoldt).
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das Debütalbum "Kingdom of the Hammer King" von HAMMER KING seinerzeit an mir vorbei gegegangen ist.
So beginnt das Kapitel HAMMER KING für mich erst mit dieser Veröffentlichung, was aber den Vorteil hat, dass ich völlig unvoreingenommen an "King is Rising" herangehen kann.
Also die "Play"-Taste gedrückt und los geht's.
Und was meine Lauscher dann zu hören bekommen, kann man glatt als als Power-Metal Ohrgasmus bezeichnen. Was alle Jubeljahre nur einmal vorkommt, dass ein Album, und zwar von vorne bis hinten, beim ersten Hördurchlauf komplett hängen bleibt, und einen anschließend dazu zwingt auf die Knie zu fallen und dem Stromgitarrengott für diese Gabe zu danken, das ist HAMMER KING mit "King is Rising" geglückt.
Zwar bedienen sich HAMMER KING über Gebühr im Pathos-Giftschrank (MANOWAR, MAJESTY und Konsorten lassen grüßen), loten die Schmerzgrenze bei den "Ahaaaaaaaa"- und "Wohoooooo"-Refrains bei jedem Song aufs Neue aus und bedienen sich zudem schamlos bei jeder noch so ausgelutschen Power-Metal-Phrase; und denoch konnte mich seit ewig langer Zeit kein Album aus diesem Genre mehr so begeistern wie dieses hier. Die letzten Longplayer, die dies geschafft haben, waren HAMMERFALLs "Glory to the Brave" und DREAM EVILs "Dragon Slayer".
Was HAMMER KING jedoch signifikant von diesen beiden Bands und anderen relevanten Bands wie z.B. FREEDOM CALL und RUNNING WILD unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Pfälzer das Ganze mit mehr als nur einem ironisch zwinkernden Auge versehen haben, sodass das Album fast schon als Genre-Satire durchgehen könnte.
Dass neben dem Spaßfaktor der musikalische Genuß nicht zu kurz kommt, dafür sorgen feine Leads und Hooks, eingängige Refrains, auf den Punkt gespielte Soli und energisch treibende Rhythmen. 

Fazit: Wer bei den Worten "Pathos" und "Bombast" nicht gleich Brechreiz bekommt, wer hören will, wie sich eine Songeinleitung mit Blockflöte anhört und zudem auch nichts gegen den Einsatz von Kastagnetten im Metal einzuwenden hat, wer über einen Spanisch-Anfängerkurs nicht hinausgekommen ist, wer von galoppieren IRON MAIDEN Riffs nicht genug bekommen kann, wer einem Sänger in den ganz hohen Lagen auch mal einen schiefen Ton verzeihen kann und wer von sich behauptet kann, zum Lachen nicht in den Keller gehen zu müssen, der bekommt mit "King is Rising" ein Album geliefert, das mit Ohrwürmern gespickt ist und unter Garantie in der heimischen Anlage in Dauerrotation laufen wird! (AS)

9 von 10

http://www.hammer-king.com/

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