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Dienstag, 7. März 2017

THUNDER / "Rip It Up" / earMusic (Edel) / 11 Tracks / 51:09 Min

Alles, was uns imponieren soll, muss Charakter haben (Johann Wolfgang von Goethe).

Was haben wir uns alle vor zwei Jahren gefreut, als THUNDER ihr Comeback verkündeten und kurze Zeit später "Wonder Days" veröffentlichten. Das Album strotzte nur so vor Energie und Melodie und hatte mit dem Titeltrack "Wonder Days" sogar einen fetten Hit mit an Bord. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass die etwas in die Jahre gekommen Herren nochmals so auf den Putz hauen würden.
Solch ein starkes Comeback weckt natürlich von Fans und Presse Begehrlichkeiten, in Bezug auf das neue Album.
Mit stolzgeschwellter Brust und etwas Druck im Rücken ging es also erneut ins Studio. Die Frage: "Können THUNDER der gestiegenen Erwartungshaltung gerecht werden?"Das Resultat liegt nun vor: "Rip It Up".
Die Antwort liegt wie so oft in der Mitte - THUNDERs 11. Studioalbum hat alles, was man erwarten konnte, aber relativ wenig, von dem was man sich erhofft hatte.

Immer noch ist Danny Bowes einer der besten Sänger, die man im Classic Rock/Hard Rock finden kann.
Und der bluesige Hard Rock der Briten gehört immer zum besten, was das Genre hergibt. Doch im Vergleich zum Backkatalog der Briten und in direkter Konkurenz zum Vorgängeralbum gesehen, geht "Rip It Up" auf der Langstrecke (Nachhaltigkeit) relativ schnell die Puste aus.
So muss das Album mit viel zu wenig Dynamik auskommen und die Tracks leiden zudem oftmals an fehlender Eingängigkeit, sodass viel zu wenig hängen bleibt und den Moment überdauert.
Auch die Balladen entfachen diesmal nicht das gewohnt leidenschaftliche Feuer, das THUNDER eigentlich in der Lage sind zu entfachen und haben selten bis gar nicht den Tiefgang, den es braucht, um auf Konzerten den Einsatz von Feuerzeugen im Publikum zu rechtfertigen.

Immerhin versprühen aber zumindest vier Tracks auf "Rip It Up" diesen speziellen THUNDER Zauber, mit dem es die Band seit Jahrzehnten schafft, die Fans bei Stange zu halten - "Heartbreak Hurricane", "In Another Life", "The Enemy Inside" und vor allem "She Likes the Cocaine" sind Songs, die einem Donnerschlag gleichkommen.

Fazit: Das 11. Studioalbum von THUNDER ist beileibe keine Veröffentlichung, die man als "Dienst nach Vorschrift" deklarieren mag, trotzdem beschleicht einem des Öfteren das Gefühl, dass die Briten auf "Rip It Up" nicht an die Grenzen ihres Leitungsvermögens gegangen sind. Im Vergeich zum Vorgängeralbum zieht "Rip It Up" definitiv den Kürzeren. Dennoch ist der Longplayer stark genug, um das THUNDER Comeback nicht schon wieder ad acta legen zu müssen. (JK)

7 von 10

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