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Montag, 3. April 2017

LOCK UP / "Demonization" / Listenable Records / 14 Tracks / 41:21 Min

Es genügt nicht, die Arbeit einfach nur zu tun, man muss sich auch noch dafür interessieren und mit Leidenschaft bei der Sache sein (Charles Bukowski).

Sechs lange Jahre haben sich LOCK UP Zeit gelassen, um den "Necropolis Transparent"-Nachfolger auf den Weg zu bringen.
Ganz untätig waren die Herren Embury, Barker und Reisenegger jedoch nicht, haben sie doch mit ihren Hauptarbeitgebern (NAPALM DEATH, BRUJERIA, CRIMINAL) in dieser Zeit das ein oder andere nackenbrechende Album veröffentlicht und ganz nebenbei auf diversen Touren, die jeweiligen Hallen zum beben gebracht. Zudem gab es einen Wechsel am Mikro. Den Job als Gift und Galle spuckender Brüllwürfel hat auf "Demoization" Kevin Sharp (VENOMOUS CONCEPT, ex-BRUTAL TRUTH) übernommen, da Tomas Lindberg dem Lockruf der reaktivierten AT THE GATES gefolgt ist.

An der Ausrichtung hat sich deswegen aber nicht viel geändert. Auch mit neuem Shouter am Mikro heißt die Devise bei LOCK UP weiterhin: Voll auf die Zwölf!
Aber, um es mit dem eingangs erwähnten Charles Bukowski zu sagen - LOCK UP machen nicht nur ihren Job (wofür sie alleine schon bewundert werden), sondern (was ihnen Respekt einbringt), sie füllen ihre Tätigkeit mit Leidenschaft.
Eine Leidenschaft, die LOCK UP auf "Demonization", man mag es kaum glauben, mit Abwechslung und Innovation zelebrieren. Wobei Abwechslung und Innovation, im eng gesteckten Rahmen des Grind-Grundgesetzes, nur in therapeutisch unbedenklicher Dosierung wirken, aber eben doch vorhanden sind.
Zwischen all den Blastbeats (Nick Barker ist das absolute Tier hinter den Kesseln) und Monster-Riffs lassen LOCK UP immer mal wieder Fünfe gerade sein und bremsen ihren Geschwindigkeitsrausch (kurzzeitig) ab, um "Demonization" mit langsameren Passagen, sowie mit Crust- und Groove-Ausflügen, in eine Sphären zu heben, die einer Supergroup gerecht wird.
So hat man ständig das Gefühl, dass LOCK UP mit ihrer ungestümen Rohheit einem den Schädel spalten, dies aber mit Stil und Anstand geschieht.
Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf machen Abrissbirnen wie beispielsweise "The Plague That Stalks the Darkness", "Blood and Emptiness" oder "Locust" dann auch gleich doppelt soviel Spass - weiß man doch, dass LOCK UP das (Grind-)Rad nicht neu erfunden haben, dies aber problemlos könnten, wenn man sie zwingen würde.

Fazit: "Demonization" ist verteufelt gutes Album, auf das es sich gelohnt hat, sechs Jahre warten zu müssen, das zwar nicht mehr ganz so angepisst rüberkommt, wie der unmittelbare Vorgänger, aber dennoch einiges auf dem Kasten hat. (JK)

8 von 10

http://www.listenable.net/

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