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Freitag, 16. Juni 2017

Konzertbericht THULCANDRA + NAILED TO OBSCURITY - 15.5.2017 München/Backstage



Ascending Delusion Tour 2017 - THULCANDRA + NAILED TO OBSCURITY

Nachdem THULCANDRA im letzten Jahr noch als Einheizer auf der gemeinsamen Tour mit SECRETS OF THE MOON und DøDHEIMSGARD fungiert haben, fahren die Münchner DISSECTION-Erben in diesem Jahr eine eigene, kleine Headliner-Tour durch österreichische und deutsche Clubs.
Selbstverständlich darf dabei ein Stopp in heimatlichen Gefilden, genauer gesagt im Münchner Metal Tempel, dem Backstage, nicht fehlen.

Als NAILED TO OBSCURITY leicht verspätet gegen 20.15 Uhr die kleine Bühne betreten, tobt sich draußen gerade ein heftiges Gewitter aus und lässt dabei sinnflutartige Wassermassen herabregnen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass der Gig an einem Montag Abend stattfindet, müssen als Erklärungsversuch herhalten, warum der heutige Abend mit maximal 60 zahlenden Zuschauern auskommen muss.
Wer da ist, freut sich zum einen, dem Starkregen entkommen zu sein und erfreut sich zum anderen an der überzeugenden Darbietung der fünf Niedersachsen, die neben einem Top-Sound auch schon mit der vollen Lightshow (inkl Rauchsäulen) aufwarten kann.
NAILED TO OBSCURUTY (© by metal-is-forever)
 Denoch mag nicht so richtig Stimmung aufkommen. Während des gesamten Auftritts von NAILED TO OBSCURITY achten die Zuschauer penibel darauf, den selbst auferlegten "Sicherheitsabstand" zur Bühne einzuhalten. Auch Bewegunstechnisch ist relativ wenig los im Publikum, ja nicht einmal zu dezentem Haareschütteln wollen sich die Anwesenden hinreißen lassen.
Und trotzdem genießen die Zuschauer sichtlich den Auftritt der Ostfriesen, nur eben auf eine andere, nicht unbedingt metal-typische Art und Weise.
Wie bei einem spannenden Vortrag, bei dem man kein(e) Wort (Note) missen möchte, stehen sie da und nehmen andächtig jede Textzeile und jedes Riff in sich auf und entschwinden in den atmosphärischen Klangwelten, die NAILED TO OBSCURITY bereitstellen.
Eine Stunde hält dieser besondere Moment, einer mehr als interessanten Band an, dann räumen NAILED TO OBSCURITY unter Applaus die Bühne und machen Platz für den Headliner.

Nach einer angenehm kurz gehaltenen Umbaupause von nicht mal 15 Minuten wird die Bühne in blaues Licht getaucht und mit Kunstnebel ausstaffiert. Wenige Momente später gehen THULCANDRA ohne Vorgeplänkel (Intro, Begrüßung etc.) mit "Black Flags of Hate" direkt in die Vollen, dem sofort "Throne of Will", vom immer noch aktuellen 2015er Release ("Ascension Lost"), nachgeschoben wird.                             
THULCANDRA (© by metal-is-forever)
Mit vier Titeln von besagtem Album dominiert die letzte Veröffentlichung die heutige Setlist. Neben bereits erwähntem "Throne of Will", kommen auch noch "The Second Fall", "Sorrow of One" und "Deliverance in Sin and Death" im Verlauf der Show zu Live-Ehren, was für ordentlich Alarm unter dem verlesenen Publikum sorgt. Richtig wild vor der Bühne wird es jedoch eher bei den etwas älteren Titeln. Vor allem bei "Frozen Kingdom" und "Under a Frozen Sun" (welches es seit längerer Zeit endlich mal wieder auf die Setlist geschafft hat)  kommt mächtig Stimmung auf, fliegende Matten inklusive.
Die Parallelen zu DISSECTION im Sound von THULCANDRA sind allgenwärtig und geben den Eigenkomposition nicht nur auf Platte/CD den besonderen Kick. Auch live funktioniert die Sache bestens, was stimmungsvolle und schweisstreibende 60 Minuten eindrucksvoll beweisen.
Abgerundet und beendet wird der Auftritt, wie sollte es anders sein, mit einem "Night's Blood" Cover, bei dem THULCANDRA die DISSECTION Gedächtnis-Sense in Reinkultur kreisen lassen und ein letztes fettes Ausrufezeichen hinter dem heutigen Abend setzen. (JK)

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