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Dienstag, 19. Dezember 2017

TROLLECH / "Každý Strom Má Svůj Stín" / Label: Ketzer Records / 8 Tracks / 39:05 Min

Wohl bin ich ein Wald und eine Nacht dunkler Bäume: doch wer sich nicht vor meinem Dunkel scheut, der findet auch Rosenhänge unter meinen Zypressen. (Friedrich Nietzsche)


Als ob es nicht schon genügend Genres und Unterkategorien im Metal geben würde, fügen die Tschechen TROLLECH dem Ganzen noch eine weitere metallische Schublade hinzu: Pure Forest Back Metal.

Kreativ sind die vier Tschechen, das muss man ihnen lassen - leider aber (zumeist) nur was das (Er)Finden von neuen Klassifizierungen betrifft. Musikalisch gesehen dagegen scheint die Phantasie (kreativer Art) von TROLLECH eher darauf bedacht zu sein, sich möglichst oft auf Tauchstation zu begeben.
Nicht dass das "Každý Strom Má Svůj Stín" ohne Höhepunkte auskäme oder gar, nicht hörbar wäre - keineswegs.
Der raue Mix aus Black Metal (skandinavische Schule) und Pagan Metal (osteuropäische Prägung) ist zumindest von der Umsetzung alles andere als schlecht gemacht und weiß, wenn auch nicht durchgängig, durchaus zu gefallen.
Vor allem der Opener "Hladiny vod" mit seinen immer mal wieder kurz aufblitzenden AGALLOCH Reminiszenzen und seinen Tempowechseln, sowie das zu gleichen Teilen abwechslungsreiche und eingängige "Každý Strom Má Svůj Stín" haben genügend Potenzial, um länger in Erinnerung zu bleiben.

Und trotzdem erinnert das siebte Studioalbum von TROLLECH oftmals an einen Besuch auf einem Gebrauchtwagenmarkt: Die Autos glänzen in der Sonne, das Angebot ist abwechslungsreich und auf den ersten Blick ist alles in Ordnung.
Doch wenn man genauer hinschaut, sieht man die kleinen Dellen, findet man den ein oder anderen Kratzer und stößt dabei auch auf verbaute (Ersatz-)Teile, die schon durch viele Hände gegangen sein müssen. Eigentlich nichts verwerfliches - handelt es sich doch um gebrauchte Ware.
Dennoch liegt genau hier der Hund begraben, zumindest in Fall von TROLLECH. Beschleicht einen doch des Öfteren das Gefühl, dass die Tschechen ihr Album mit (Ersatz-)Teilen anderer Bands zusammengeschustert haben.
Das Resultat: Irgendwann (sehr schnell) hat man sich satt gehört, und die anfängliche (Teil-)Zustimmung schlägt um in Langeweile.

So bleibt am Ende ein Album mit zwei guten Tracks (s.o.) übrig, das es im internationalen Vergleich aber schwer haben dürfte, für Furore zu sorgen.

6 von 10

https://www.facebook.com/trollech
https://trollech.bandcamp.com/

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