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Montag, 12. März 2018

HARAKIRI FOR THE SKY / "Arson" / Label: AOP Records / 8 Tracks / 71:40 Min

Das Beste soll nie hinter uns, sondern immer vor uns liegen. (Bertrand Russell)

Wenn man sich auf eines verlassen kann, dann darauf, dass HARAKIRI FOR THE SKY alle zwei Jahre ein Album auf die Post-Metal/Black Gaze Gemeinde loslassen.
HARAKIRI FOR THE SKY sind inzwischen sicherlich keine Unbekannten mehr in der Szene, trotzdem sollte man an jede neue Veröffentlichung der Österreicher herangehen, als würde es sich dabei um den Erstkontakt mit HARAKIRI FOR THE SKY handeln.
Das liegt zum einen daran, dass HARAKIRI FOR THE SKY auf überlange Tracks setzen, zum anderen daran, dass M.S. & J.J. wie üblich, so auch auf "Arson", jede Menge Details und Feinheiten in den Songs versteckt haben, die entdeckt werden wollen. Allerdings fehlt diesmal der ein oder andere Überraschungsmoment (sieht man mal von der Pagan-Metal Melodieführung bei "Stillborn" ab), der auf den vorherigen Alben noch für Ü-Ei Kick (Spiel, Spaß, Spannung) gesorgt hatte. Aber braucht es das wirklich?
Nein, wenn man sich "Arson" als begradigten Fluß vorstellt, der zwar noch die ein oder andere Untiefe in sich beherbergt, insgesamt aber eher zum Verweilen, an dessen schattigen Ufern einlädt. Ja, wenn man "Arson" als Wildwasser-Rafting Exkursion buchen möchte.
Wie auch immer - eines darf man jedoch niemals von HARAKIRI FOR THE SKY erwarten, dass sie in schwarzmetallische Bereiche vordringen, die einer Sturmflut gleichkommen.
Aber auch ohne die letzte Konsequenz bei Härte und Geschwindigkeit haben HARAKIRI FOR THE SKY genügend Potenzial, um mit "Arson" einen wilden Wasserstrudel zu erzeugen, der ungeübte Schwimmer nach unten ziehen kann. Vor allem "Heroin Waltz" und "You Are the Scars" bergen diese Kräfte in sich, aber auch "Fire, Walk with Me" und "The Graves We've Dug" sollte man sich nur mit Freischwimmer-Abzeichen zu Gemüte führen.

Fazit: HARAKIRI FOR THE SKY sind mit "Arson" bei ihrer eigenen Definition von Black Gaze angekommen: In sich stimmig, schön melodiebetont, niemals aufdringlich.
Dabei sorgen die wenigen heftigeren Auswüchse, die meistens vom den Drums ausgehen, genauso für Abwechslung, wie der Gesang, mit seiner Post-Hardcore Färbung.
Abzüge müssen sich HARAKIRI FOR THE SKY diesmal aber gefallen lassen. Und zwar dafür, dass "Arson" nur äußerst selten an die epischen Momente der Vorgängeralben heranreicht, und ebenfalls für den Bonus-Song "Manifesto", der hart an der Kitsch-Grenze vorbeischrammt. (JK)

7 von 10

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