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Mittwoch, 23. November 2011

NIGHT IN GALES Interview zu "Five Scars"

Interview vom 17. November 2011 mit Jens Basten von NIGHT IN GALES


metal-is-forever: Schön dass ihr wieder da seid! Was hat euch bewogen mit NIGHT IN GALES wieder an den Start zu gehen?

Jens: Danke, es tut wirklich gut nach so einer langen Pause so viel positives Feedback zu bekommen! Wir wussten die ganze Zeit über, dass wir undere Fans mit dem letzten Album "Necrodynamic" nicht einfach so alleine lassen werden, haha, ist doch Ehrensache. Wie wussten zu jeder Sekunde dass wir als Band noch lange nicht alles gezeigt haben. Ich persönlich habe mich mit jedem weiteren Jahr das ohne neue NIGHT IN GALES Scheibe ins Land zog schlechter gefühlt. Gleichzeitig wuchs der Ehrgeiz ein Killeralbum mit den ursprünglichen NIGHT IN GALES  Trademarks zu veröffentlichen stetig an. Je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass erst die lange Pause und das damalige Scheitern eine so krasse Platte wie "Five Scars" möglich machten.

metal-is-forever: Wie kam der Deal mit Lifeforce Records zustande? Habt ihr euch mit neuem Material beworben oder kam man mit der Bitte um ein Album auf euch zu?

Jens: Haha, dass wär mal geil. Ne, Spaß beiseite, sowas gibt es nicht mal für GLEN DANZIG. Wir haben uns mit dem neuen Material natürlich bei einigen Labels beworben und auch positive Rückmeldungen bekommen. Als Lifeforce dann mit auf der Speisekarte stand war das leckerste Menü schnell ausgesucht. Man muss dazu sagen dass ich die Jungs schon kannte und daher wusste, dass eine Bindung kein menschliches oder geschäfliches Risiko in sich tragen würde. Das ist immens viel wert: ich kann jungen Combos nur sagen: Jungens, schaut euch die Freaks sehr genau an bevor ihr denen was unterschreibt...

metal-is-forever: Wenn du mal 10 Jahre zurückblickst und NIGHT IN GALES mit heute vergleichst, welche Unterschiede gibt es?

Jens: Wir sind 10 Jahre älter und sehen auch so aus. Der Drummer heißt heute anders: Adriano statt Christian. Außerdem sind wir heute nicht am Ende einer Erfolgskurve angelangt sondern stehen wieder am Anfang einer solchen. Wir sind dementsprechend gut gelaunt und genießen den Zuspruch, den wir seit der Veröffentlichung von "Five Scars" sowohl aus dem weltweiten Underground als auch von Seiten der populären Metal-Presse erfahren.
Musikalisch gesehen sind wir heute drei Schritte weiter. Die Songs klingen erst heute exakt so, wie sie eigentlich schon immer klingen sollten. Damit meine ich vor allem das Songwriting, aber auch unsere technischen Fähigkeiten und ebenso die Produktion.

metal-is-forever: Welche von den neueren Bands gefallen euch, bzw. inspirieren euch evtl sogar?

Jens: Also von Inspiration kann ich bei den neueren Bands nicht reden. Ich persönlich kann mit den Deathcore Entwicklungen der letzten Jahre nichts anfangen. Was mich ankotzt ist das offenkundige Abdriften der ehemals inhaltsschwangeren und unabhängigen Hardcore Szene in eine durch Kulturindustrie und Mainstream-Labels zur Bedeutungslosigkeit degenerierten Mode. Es ist echt ätzend dass dieser Teil des Nachwuchses nicht mehr will!

metal-is-forever: Das neue Material ist sowas von abwechslungsreich und stark, wie lange habt ihr an den Songs gearbeitet?

Jens: Es war im wesentlichen ein einziger starker Sommer. Ich hatte mir tatsächlich einige Sonntage in Folge freigehalten, mit dem Ziel, an jedem dieser freien Tage einen Song zu schreiben. Und da ich eine sehr gute Phase durchlebte, ich mich in einem permaneten Stimmungshoch befand, ging der Plan dann auch auf. Es ist mir nicht möglich Songs zu schreiben wenn es mir seelisch nicht gut geht, da kommt dann nichts bei rum. Die Songs für "Five Scars" dagegen standen meist in wenigen Stunden, ich musste nicht lange suchen oder basteln. Und genau das beweist mir meist sofort, dass es ein guter Song ist. Ich habe noch nie ein Riff für NIGHT IN GALES benutzt das ich selbst nicht direkt nach seiner "Entdeckung" im Kopf hatte.

metal-is-forever: Wieviel Einfluss übt letztendlich ein Produzent wie Dan Swanö noch auf das Endergebnis aus?

Jens: Wir haben ihn gewählt, weil wir ihn für seine Glanztaten sehr schätzen, vor allem "Unorthodox", "The Spectral Sorrows" und "Purgatory Afterglow" mit EDGE OF SANITY. Und damit meine ich vor allem die Fähigkeit, Stimmungen in den Kompositionen perfekt durch eine künstlerisch anspruchsvolle Produktion hervorzuheben und evtl noch zu verstärken. Wo bekommt man das heute noch? Alle reden nur noch von den perfekten Settings, Samples und nach welcher Referenzplatte man in welchem Jahr möglichst klingen will bzw muss. Das ist Schwachsinn. Man sollte zu jemanden gehen der vermutlich das richtige Verständnis für die eigene Musik hat. Wir haben bei Dan den richtigen Riecher gehabt. Er konnte,und sollte, in die Kompositionen nicht mehr eingreifen, hatte aber genügend Gestalltungsfreiräume was den Sound und die Mischungsverhältnis angeht.

metal-is-forever: Gibt es bereits Tourpläne oder kann man euch auf dem einen oder anderen Festival im nächsten Jahr bestaunen?

Jens: Eine Tour ist noch nicht in trockenen Tüchern, es kommen aber derzeit die ersten Angebote rein. Große Festivals sind auch noch nicht spruchreif. Was fest steht ist die Show am 17.12. mit MOURNING CARESS in Münster sowie das Winternachtstraum im Februar in Ansberg. Und natürlich spielen wir wieder das Evil Horde Metalfest in der Essener Zeche Carl, nächstes Jahr am 12. Mai.

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