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Mittwoch, 13. Mai 2015

Konzertbericht KYLE GASS BAND - 4.5.2015 München / Backstage (Club)

KYLE GASS ist nicht nur den Rock- und Metal-Fans weltweit als bessere Hälfte von TENACIOUS D bekannt, sondern auch dem Kinogänger (u.a. "Cable Guy" oder "Schwer verliebt") und dem Serienjunkie (u.a. Gastrollen in "Friends" oder "2 Broke Girls"). Zudem hat der Liebhaber des legeren Outfits vor kurzem sein Solo-Debütalbum in Europa veröffentlicht und ist zum ersten mal mit seiner KYLE GASS BAND in Deutschland auf Tour. Beste Voraussetzungen also, um die Massen zu mobilisieren sich ein Ticket zu besorgen. Angekündigt war das Konzert für die mittlere der drei Hallen des Backstage. Aber wie es scheint, haben nicht genügend Couchpotatoes ihren Arsch von der selbigen hochbekommen, so dass das Konzert von der Halle in den kleinen Club verlegt wurde. Der war dann aber zum Bersten gefüllt. Als um 20.30 Uhr das Licht aus geht und die Band einmarschiert (Opening-Act gab es keinen) und die ersten Töne des THIN LIZZY Klassikers "Jailbreak" anstimmt, ist vom ersten Moment an Stimmung in der kleinen Hütte, wie in einer großen Halle. Fehlt nur noch einer. KYLE GASS. Ein paar Sekunden später betritt auch der Hauptdarsteller, bekleidet mit schwarzem Schlabber-T-Shirt, kurzen Sport-Pants, weißen Tennissocken und ausgelatschten Trekkingschuhen, die Bühne. Kyle eben. Ein Mensch wie du und ich - ein Star zum anfassen. Wobei "anfassen" wörtlich zu nehmen ist. Während des knapp 100-minütigen Auftritts geht Kyle dreimal auf Tuchfühlung mit dem Publikum, indem er, singenderweise, sich ins Getümmel stürzt und Selfies mit den Fans macht. Großartig! Anders als es der Bandname vermuten lässt, steht Kyle bei der KYLE GASS BAND aber nicht ständig im Mittelpunkt. Hauptdarsteller Nr. 2 ist Gitarrist Mike Bray, sozusagen der "Jack Black" innerhalb der perfekt harmonisierenden Truppe, der einem Großteil der Songs seine Stimme leiht. Die zweite Gitarre wird gekonnt von John Konesky bespielt. Aber auch Jason Keene (Bass) und Tim Spier (Drums) bekommen ihre Momente im Rampenlicht. Letzterer darf sogar kurzzeitig mal seine "Sangeskünste" unter Beweis stellen, indem er seinen Platz hinter dem Drumkit mit Mike tauscht und "I Want You Back" (JACKSON 5) und "Black or White" (MICHAEL JACKSON) anstimmt. Songtechnisch zockten sich KYLE GASS & Co durch das komplette Debütalbum, peppten die Setlist aber auch mit diversen Cover-Songs (u.a. "Rock and Roll Band" von BOSTON und "Just Dropped In" von KENNY ROGERS) auf. Höhepunkte waren aber ohne Zweifel die Eigenkompositionen "Tremendous" und "Gypsy Scroll". Ein neuer Song "Hell or High Water" wurde auch vorgestellt. Zwischendurch gab es immer wieder Konversation und Interaktion mit dem Publikum von Kyle, dem Meister der Blockflöte, der u.a. einen Biertest vornahm, indem er drei verschiedene Biersorten probierte, direkt aus den halbleeren Flaschen der Fans. Am besten gemundet hat ihm "Augustiner", was für Münchner keine Überraschung gewesen sein dürfte. Besagter "Gypsy Scroll", bei dem die beiden Gitarristen, gekleidet in schwarzen Kapuzenumhängen, für einen unterhaltsamen Showmoment sorgten, beendet den regulären Auftritt. Doch nachdem sich das Publikum 2 - 3 Minuten die Finger wund geklatscht und die Stimmbänder heiser geschrien hatte, kehrten (passenderweise zu "The Boys Are Back" von THIN LIZZY) die Protagonisten nochmals zurück. Drei weitere Lieder später ist dann aber endgültig Schluß. Kaum war der letzte Akkord von "Vehicle" verklungen, bahnte sich Kyle, ohne zu verschnaufen, den Weg durch das Publikum hinüber zum Merch-Stand, wo er bestens gelaunt, jedem (wirklich jedem!) für Foto und Autogramm zur Verfügung stand. (JK)

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