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Sonntag, 25. Oktober 2015

Konzertbericht HANZEL und GRETYL / RENEGADE 21.10.2015 München - Backstage (Club)

HANZEL und GRETYL. Wer Liedtitel wie "Lederhosen macht frei" oder "Bavarian Bierhaus Blood" im Repertoire hat, kommt nicht umher, auf jeder Tour einen Stopp in München einzulegen. So auch in diesem Jahr auf der GRIMM SHIZA TOUR 2015. Als Location wurde der kleine, aber feine Club im Münchner Metaltempel Backstage gebucht. Bevor HANZEL und GRETYL jedoch dem geneigten Zuschauer/Zuhörer, eine für das Duo typische Lektion in Germanistik erteilen, dürfen RENEGADE aus München dem Publikum einheizen. Das Quartett hat allerdings mit seinem Mix aus Death- und Groove-Metal einen nicht einfachen Stand bei den auf Industrial-Metal gebürsteten Anwesenden. RENEGADE lassen sich davon nicht beirren und ziehen ihr Ding trotzdem durch. Die anfängliche Zurückhaltung seitens des Publikums löst sich nach dem zweiten Song etwas (vereinzelt werden sogar die Matten geschüttelt), was aber über die insgesamt sehr mittelmäßige Qualität der Songs nicht hinwegtäuschen kann. Ein paar coole Breaks, eine handvoll brauchbare Soli und ein talentierter Shouter - that's it. Am insgesamt durchwachsenen Auftritt der Münchner ändern die verschiedensten Maskeraden des Bassisten auch nicht wirklich viel, der sich in den knapp 35 Minuten, viermal (wenn ich richtig mitgezählt habe), eine andere Latex-Maske über das Haupt stülpt. Die Masken dienen aber zumindest als gute Überleitung zum Haupact des Abends. Nach der obligatorischen Umbaupause eröffnen HANZEL und GRETYL kurz nach 22 Uhr mit "Pentagram Sky" Teil 2 der verfrühten Helloween Party. Passend zur Thematik der letzten Veröffentlichung von HANZEL und GRETYL ("Black Forest Metal") trägt Kaizer von Loopy eine Wolfsmaske, die er während der ersten 5 Songs (komplett alle vom letzten Album) anbehält. Nachdem der düstere "Black Forest Metal" Block abgearbeitet wurde, widmen sich HANZEL und GRETYL älterem Liedgut: "Fikk dich mit Fire", "Third Reich from the Sun", "More German than German", jetzt werden die Titel präsentiert, mit denen sich HANZEL und GRETYL einen Namen im Industrial Underground gemacht haben und worauf eigentlich jeder wartet. War die Stimmung zu Beginn der Show schon sehr gut, so geht jetzt die Luzie endgültig ab: Headbangen, Mitgrölen und Zuprosten lautet die Devise. Die Metal Party der anderen Art ist in vollem Gange, ja sogar ein kleiner Circlepit tut sich auf. Leider haben Vas Kallas und Kaizer von Loopy es auch auf dieser Tour nicht vonnöten gehalten eine "richtige" Live-Band mitzubringen. Dafür gibt es viele Samples und noch mehr aus der Konserve zu hören. Schade. Weiter geht es mit "Das Boot", zu dem Vas und Kaizer vier Feierwütige auf die Bühne bitten. Steifelsaufen ist angesagt. Oft gesehen - trotzdem immer gut. Also sich rasch aus den Springern geschnürt und das Schuhwerk mit Gerstensaft gefüllt. Prost. Vom deutschen Reinheitsgebot kann nach dieser Einlage (vorsicht Wortspiel) also nicht länger mehr gesprochen werden. Weiter im Programm: "Bavarian Bierhaus Blood", "Fukken über Death Party", zwischendurch noch ein Bandshirt verschenkt und ein paar Bierchen gezischt, bevor schon das Ende naht. HANZEL und GRETYL bedanken sich artig, machen noch einen Diener und schwupps - weg sind sie. Doch da haben Vas und Kaizer die Rechnung ohne das Publikum gemacht, das einfach noch nicht gehen möchte. Nach einigen Minuten, gefüllt mit "Zugabe" Rufen, erbarmen sich HANZEL und GRETYL und legen noch einen Song nach. Danach ist aber endgültig Schluß. Nach ein paar Momenten des Verschnaufens lassen sich die Hauptakteure des heutigen Abends dann noch am Merchstand blicken, um mit den Fans Fotos zu machen und sich dabei noch ein paar Jägermeister einzuverleiben. (JK)

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