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Mittwoch, 17. August 2016

DEADLOCK / "Hybris" / Napalm Records / 10 Tracks / 48:17 Min

Mittelmaß auf hohem Niveau.
Tief saß der Schock bei DEADLOCK, als Schlagwerker und Gründungsmitglied Tobias Graf im September 2014 nach schwerer Krankheit verstarb und eine große Lücke (menschlich und musikalisch) hinterließ. Als man sich gerade von diesem Schicksalsschlag erholt hatte, verkündete Sabine Scherer ihren Ausstieg, weil sie mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen möchte.
Mit Werner Riedl und Margie Gerlitz fand man zwar adäquaten Ersatz, doch die Magie der ersten Alben ist erstmal dahin.
Zu berechenbar klingt "Hybris" (Ausnahmen: "Ein deutsches Requiem" und "Vergebung"). Viel zu selten lassen sich DEADLOCK aus der Reserve locken, um den Songs Leben und Abwechslung einzuhauchen. Sattdessen findet viel zu oft die berühmte Schema F Schablone verwendung.
Hinzu kommt, dass die Refrains längst nicht mehr so prägnat sind, wie sie dies beispielsweise noch auf "Wolves" oder "Bizzaro World" waren.
Wer jetzt meint, anmerken zu müssen, dass DEADLOCK heutzutage aber zumindest mehr Biss als IN FLAMES haben, dem sei gesagt, dass dies zwar den Tatsachen entspricht, die Schweden den Deutschen, trotz einer gewissen Zahnlosigkeit beim Thema Songwriting, aber immer noch um Lichtjahre voraus sind.

Fazit: "Hybis" ist ein sehr persönliches Album geworden, das mehr oder weniger, posthum, als tiefe Verbeugung vor Tobias Graf zu verstehen ist, dem es aber häufig  an "Seele" fehlt.

Anspiel-Tipps: "Backstory Wound", "Ein deutsches Requiem", "Hybris" (JK)

6 von 10

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