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Mittwoch, 3. August 2016

Konzertbericht SACRED REICH + BLIKSEM 26.7.2016 München / Backstage (Werk)

Sommer in München bedeutet, dass sich am Flaucher (Badestelle an der Isar) die Müllberge häufen, dass es am Gärtnerplatz (Party-Hotspot) des nächtens teilweise lauter zugeht, als auf der Startbahn am Münchner Flughafen und zu guter Letzt natürlich, dass Horden von Touristen in die Stadt einfallen und dem Schuhbeck das ganze Speiseeis wegfressen.
Gottseidank gibt es seit nunmehr 21 Jahren eine Alternative zu dem ganzen Schicki-Micki-Wahnsinn - das Free & Easy Festival im Backstage.
An 18 Tagen werden dem (Non-Mainstream) Konsumenten zahlreiche, wie der Name schon sagt, kostenlose Konzerte, Parties und Filme angeboten.
Eines dieser Konzerte ist der Auftritt von SACRED REICH, die im Rahmen ihrer Europa-Tour dieses Festival bereichern und die Belgier BLIKSEM im Schlepptau mit dabei haben.
BLIKSEM Live
Letztere beginnen Punkt 20 Uhr mit ihrem Set. Wer die Band vorher noch nicht kannte, der konnte dem Irrglauben aufsitzen, als eine korpulente Dame, barfuß und in ein kurzes Sommerkleidchen gehüllt die Bühne betrat, es handle sich hierbei um ein verirrtes Geschöpf vom Gärtnerplatz - doch weit gefehlt - die Dame hört auf den Namen Peggy Meeussen und ist die Sängerin von BLIKSEM.
Es dauert trotzdem einige Momente, um die Optik mit der Akustik im Gehirn zu verknüpfen und bis der Denkapparat sein "ok" gibt und meldet "bitte Nackenmuskulatur in Schwingung versetzen, es handelt sich hierbei um Thrash-Metal!".
Wobei die Belgier ihre eigene Interpretation von Thrash haben - so haben BLIKSEM, wie es scheint, jeden Einfluss der letzten 25 Jahre aufgesogen, der nur irgendetwas mit Metal im allgemeinen und Thrash im speziellen zu tun hatte.
So mischen BLIKSEM neben typischen Thrash-Einflüssen (u.a. DESTRUCTION, METALLICA) auch noch Rock und Blues mit in ihren Sound.
Ganz überzeugen können die Belgier damit aber nicht wirklich - viel zu selten springt der Funke auf das Publikum über, das, wenn überhaupt, sich nur zu den härteren Sequenzen einen Moment aus der Reserve locken lässt.
SACRED REICH Live
So gibt es am Ende nicht mehr, als müden Applaus für die Belgier.
Eine halbe Stunde später hört sich das aber schon wieder ganz anders an, als SACRED REICH die Bühne zu den Klängen von "Also sprach Zarathustra" betreten und von Münchener Publikum lautstark begrüßt werden.
Die Jungs aus Phoenix/Arizona haben, obwohl sie seit 20 Jahren kein neues Album mehr veröffentlicht haben, kein bisschen von ihrer Beliebtheit verloren. Nicht ganz unschuldig an dieser Tatsache sind die Göttergaben "Ignorance" (1987), "Surf Nicaragua" (1988) und "The American Way" (1990), die bis heute in jede gut sortierte Thrash-Metal-Sammlung gehören.
"Überraschenderweise" legen SACRED REICH dann auch ihr Hauptaugenmerk auf eben diese Alben - "Death Squad", "Ignorance", "One Nation", Crimes Against Humanity", "Who's to Blame" - hier steppt der Bär.
SACRED REICH Live
Zwischendurch gibt es die unkaputtbare "War Pigs"-Coverversion, etwas Polit-Talk mit Phil, den ein oder anderen Crowdsurfer und vereinzelt auch einen Song ("Free", "Heal", "Blue Suit, Brown Shirt") von den "Spätwerken" SACRED REICHs, die Phil mit "The New Shit" ankündigt. Humor hat er, der Mann.
Nach "Independent" ist dann aber erstmal Schluß mit lustig - SACRED REICH gehen danach von der Bühne - legen aber, nach kurzer Verschnaufpause mit "Surf Nicaragua" noch einen Song nach. (JK)

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