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Donnerstag, 7. Dezember 2017

STAHLSARG / "Mechanisms of Misanthropy" / Label: Non Serviam Records / 10 Tracks / 62:15 Min

Weit besser ist's, im groben Rock zu leben, statt als Millionär zu faulen unterm Marmorblock (Francois Villon).

Den ersten Platz bei der Wahl des phantsievollsten Bandnamens werden STAHLSARG wohl nicht gewinnen. Auch ist der Sound, auf den STAHLSARG bauen, alles andere als innovationspreis-verdächtig.
Vielleicht gelingt es den Briten aber trotzdem euch zu gewinnen, vorzugsweise mit dem aktuellen  Longplayer  "Mechanisms of Misanthropy".

Geboten wird kraftvoller, melodiöser Black Metal, der zudem gerne Elemente von Dark- und Death Metal in sich aufsaugt und als schwarzen Klumpen wieder ausspuckt - direkt ins Anlitz des Mainstream.
Wie die Auflistung der verschiedenen Genres, die STAHLSARG beackern, schon vermuten lässt, ist "Mechanisms of Misanthropy" sehr abwechslungsreich geraten.
Es kracht und knarzt an allen Ecken und Kanten, und der Anteil der Blastbeats ist auch nicht von schlechten Eltern, und dennoch finden STAHLSARG immer eine Möglichkeit, auf dem Pfad der Dunkelheit, durch das Aufstellen vereinzelter (genrefremder) Fakeln, die Schatten zum Tanzen zu bringen.
So hört man z.B. bei "Blonde Poison" mit etwas Phantasie die SISTERS OF MERCY im Melodieverlauf heraus, bei "Far Beyond the Dragons Teeth" bringen die Briten METALLICA (zu Beginn) das schwarze Ein-Mal-Eins bei, bevor sie zum Ende hin dem gemäßigten Melo Death einen Besuch abstatten, und beim leicht orientalisch (hauptsächlich zu Beginn) anmutenden "Pharmaceutical Frontline" sieht man die Truppe vor seinem geistigen Auge, auf Dromedaren durch die verschneiten norwegischen Fjorde ziehen.
Zudem versuchen sich STAHLSARG bei "Das Fallbeil" an der deutschen Sprache (etwas holprig) und lassen im Mittelteil Avantgarde-Bands, wie beispielsweise GRABNEBELFÜRSTEN hochleben.
Die Krönung ist jedoch das abschließende "In the Lungs of the Earth" - hier rühren STAHLSARG neben Black- und Death Metal, zudem auch noch etwas Doom und Goth unter die kräftig gewürzte Brühe - wohlgemerkt ohne dabei den schwarzen Faden zu verlieren, oder gar ins Kitschige abzudriften.

Fazit: STAHLSARG verschieben auf ihrem zweiten Longplayer mehrmals die Trennmauer, hinter der sich der Black Metal seit einiger Zeit verschanzt hat.
Für die einen dürfte dies einem Verrat an der reinen schwarzen Lehre gleichkommen, für andere hingegen bietet "Mechanisms of Misanthropy" das ein oder andere Schlupfloch, um seinen (musikalischen) Horizont zu erweitern, ohne dabei sein Gesicht innerhalb der Szene zu verlieren. (JK)

7.5 von 10

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