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Donnerstag, 5. September 2019

KING WITCH / "Under the Mountain" / Label: Listenable Records / 9 Tracks / 43:21 Min

Der Pilz ist der Parvenü der Pflanzen. (Christian Morgenstern)

In letzter Zeit sprießen Retro Bands wie Pilze aus dem Boden.
Doch, wie im wahren Leben, ist auch im Musikregal beim Pilzesammeln Vorsicht geboten. Zum einen, weil verwertbare und ungenießbare Pilze sich ähneln können, und zum anderen, weil nicht jeder Pilz geschmacklich das hält, was er auf den ersten Blick verspricht.
Bei KING WITCH handelt es sich um einen schottischen Röhrenpilz, der ursprünglich ausschließlich in der Gegend um Edinburgh in Flora und Fauna anzutreffen war, vor Kurzem aber auch schon auf dem europäischen Festland oder gar auf Malta (Doom-Festival) gesichtet wurde.
Da es sich beim KING WITCH Schwammerl um eine relativ neue Gattung handelt (gegründet 2015), dürften die wenigsten von euch bisher auf ihn gestoßen sein -  deshalb hier eine kleine Warenkunde.
Der KING WITCH Röhrenpilz setzt sich aus vier Einzelteilen zusammen: Dem Stiel (Lyle Brown / Drums), dem Ring (Joe Turner / Bass), dem Hut (Joe Turner / Bass) und der Röhrenschicht (Laura Donnelly / Vocals).
Geschmacklich erinnert das "Under the Mountain"-Gewächs an rifflastige Heavy Metal Kost mit starker Doom Würze und kitzelt den Gaumen zudem mit leichter Psychadelic Raffinesse im Abgang.
Wie die meisten Neuzüchtungen dieser Gattung sucht auch der KING WITCH Röhrenpilz im trockenen Doomunterholz liebend gern die Nähe zu Vertretern der Gattung Fungus BLACK SABBATH und Amanita CANDLEMASS, was aber aufgrund der eigenen (zumeist) mittelmäßigen Songstruktur nur äußerst selten zu ernsthaften Verwechslungen führt.
Vergiftungsgefahr geht vom KING WITCH Pilz keine aus, auch wenn einem der ein oder andere Song, wegen fehlender Eingängigkeit, sauer aufstößt.
Nachhaltig in Erinnerung bleibt nach dem Genuß aber definitiv das feine Aroma der schmackhaften Röhrenschicht Laura Donnelly, die nicht nur mit ihrer kräftigen Stimme überzeugen kann, sondern auch mit Ausdruck und Wiedererkennungswert.

Fazit: KING WITCH können längst noch nicht mit der Güteklasse 1 auf dem Viktualienmarkt der Doom-Eitelkeiten konkurrieren, auch wenn sie das Rüstzeug dazu haben, in Zukunft eventuell in diese Spähren vordringen zu können.
Aktuell bleibt nach dem Verzehr des Albums bis auf "Approaching the End" und "Carnal Sacrifice" relativ wenig bleibend in Erinnerung. Dennoch ist der Longplayer alles andere als ungenießbar und dürfte deshalb dem Magic Mushroom Liebhaber den ein oder anderen Pfifferling wert sein.  (JK)

6.5 von 10

https://www.facebook.com/kingwitch
https://kingwitchband.bandcamp.com/releases

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