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Sonntag, 6. November 2016

THEM / "Sweet Hallow" / Empire Records / 12 Tracks / 54:12 Min

Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität (Alfred Hitchcock).
Braucht die Welt wirklich noch eine weitere KING DIAMOND Coverband, die ihre, nun selbstkomponierten Songs, mal wieder als total eigenständige Kim Bandix Petersen Hommage anpreist?
Im Prinzip nein - doch mit THEM verhält es sich etwas anders.
Zum einen handelt es sich bei THEM um eine Ansammlung von gestandenen Musikern, die lang genug im Geschäft sind, um zu wissen was sie tun und zum anderen schaffen es THEM auf "Sweet Hallow" über weite Strecken wirklich, eine eigene Note unterzubringen.
Die Band um Mike LePond (SYMPHONY X) und Kevin Talley (SUFFOCATION), um die beiden bekanntesten Protagonisten von THEM mal zu nennen, legt nach einem Intro mit "Forever Burns" und "Down the Road to Misery" dann auch gleich einen Start nach Maß hin. Die Gitarren-Fraktion (Markus Ulrich, Markus Johansson) schüttelt reichlich KING DIAMOND Harmonien aus dem Handgelenk und Sänger Troy Norr, der auch bei den US-Thrashern COLDSTEEL am Mikro steht, erreicht immer mal wieder stimmliche Dimensionen, die unweigerlich an den Erfinder des High and Low Gesangs, King Kim Bandix I., erinnern, auch wenn Norr über weite Strecken seine eigene Definition von Gesang (rough vorgetragen, überwiegend in den Mittellagen) transportieren kann.
Da es sich bei THEM aber, wie angekündigt, um eine Band mit eigener Note handelt, gibt sich die deutsch/amerikanische Truppe jedoch nicht damit zufrieden, nur so nah wie möglich an den KING DIAMOND Sound zu kommen, sondern jubelt geschickt ihre eigene Komponenten unter das Liedgut - als da wären: Eine deutlich ausgeprägte Power-Metal Affinität, progressive Versatzstücke und ein Drumming, das sehr druckvoll über das gesamte Album präsent ist.
Doch damit nicht genug; so kann z.B. "Ghost in the Graveyard" mit feinem JON OLIVA'S PAIN Feeling aufwarten und mit "Dead of the Night" wagen sich THEM sogar in eingängige 80er Jahre MTV-Hitparaden Gefilde vor.
So weit, so gut - was THEM jedoch in der zweiten Albumhälfte bieten, ist mit zwei Worten relativ schnell erzählt: Überwiegend Durchschnitt.
Außer bei "FestEvil", welches sich in bester Hit-Manier sofort im Kleinhirn gemütlich einrichten möchte und mit Abstrichen auch noch, beim nach vorne preschenden "The Crimson Corpse", erreichen THEM bei den restlichen Songs zu keinem Zeitpunkt mehr die Magie, die zu Beginn noch für Jubelstürme sorgte.

Fazit: Das Debütalbum von THEM bietet vor allem zu Beginn hochklassige Unterhaltung, was man in dieser Vehemenz, so sicherlich nicht erwarten konnte. Zum Ende hin geht "Sweet Hallow" aber leider etwas die Puste aus, was den geneigten Fan aber trotzdem nicht daran hindern sollte, sich intensiv mit dem Album auseinander zu setzen  (JK)

7.5 von 10

https://www.facebook.com/thembandofficial

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