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Freitag, 14. Juli 2017

Konzertbericht KYLE GASS BAND - 30.6.2017 München/Backstage

Zwei Blockflöten für ein Halleluja

Der Godfather of Rock 'n' Roll Comedy Kyle Gass hat sich mal wieder vom Reisefieber anstecken lassen und den Tourbus bestiegen. Wie üblich reist der Mann nur mit leichtem Gepäck - Flip-Flops, weiße Tennissocken, verwaschene T-Shirts, ausgeleierte Sport-Shorts und eine Akustik-Gitarre: mehr braucht es nicht, um der aalglatten Mainstreamwelt das Fürchten zu lehren.

Wer in seinem Leben schon ein Aufnahmestudio mit Szene-Gößen wie Ronnie James Dio, Meat Loaf und Dave Grohl geteilt hat, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Auch nicht die Wahrscheinlichkeit, dass weniger Tickets für einen Gig verkauft werden, wenn die Show komplett ohne Vorband(s) angekündigt wird.
KYLE GASS BAND (© by metal-is-forever)
Die KYLE GASS BAND leistet sich diesen Luxus trotzdem. Aber sind wir doch mal ehrlich, wer wäre denn überhaupt in der Lage, adäquat für jemanden eröffnen zu können, der mit seinem "Tribut"-Song (TENACIOUS D) sogar schon dem Teufel ein Schnippchen geschlagen hat?

Also ohne Vorprogramm. Und siehe da, selten so einen entspannten Pre-Konzertabend verbracht -  Einen Plausch hier, Shakehands dort, und zwischendrin die ein oder andere Hopfenkaltschale. 
Gegen 20.30 Uhr geht dann das Hallenlicht aus und unterbricht das gesellige Treiben erst einmal. Eigentlich schade, aber wir sind ja schließlich der Musik wegen hier, auch wenn ich gerne von der Dame hinter mir noch gewußt hätte, wie die Geschichte mit der Putzfrau, dem russischen Männerchor und dem Springseil ausgegangen ist.
Wie dem auch sein - KYLE GASS
 
Einer nach dem anderen, nehmen die 5 Masters of Beasts ihre Plätze auf der Bühne ein, grüßen einmal kurz ins Publikum, und schon kommt die Thundering Herd ins Rollen.
"Manchild" und "Gettin' the Band Back Together" wurden ausgesucht, um den heutigen Abend zu eröffnen.
Wird der erste Song noch ohne größere "Zwischenfälle" zum besten gegeben, bricht in der Folge der Kyle'sche Wahnsinn (hat übrigens nichts mit der Domstadt am Rhein zu tun) aus: Singen, tanzen, lachen - das kann nicht nur Babicka, wie Karel Gott meinte zu wissen, sondern mindestens genauso gut KYLE GASS.
                                                       
KYLE GASS BAND (© by metal-is-forever-alive)
Seine unwiderstehliche Mischung aus musizieren, Grimassen schneiden, "professionelem" Tanz (Riverdance kackt dagegen um Längen ab) und Interaktion mit dem Publikum sucht im Rocksektor momentan seinesgleichen, lässt man TENACIOUS D mal außen vor.
Und so jagt ein Highlight das andere: Jason Keene und seine Mundharmonika, Kyle's fliegender Kleidungswechsel, Mike Bray's Gitarrenspiel und Gesang, der steigende Alkoholpegel der gesamten Truppe (Whiskey, Bier und noch mehr Whiskey), zweistimmige Blockflötensoli, Kyle's Ausflug ins Publikum um Selfies zu machen, selbstkomponierte Songs (u.a. "Tremendous", "Road Chops", "Cakey"), sowie diverse Coverversionen (u.a. "Green Eyed Lady" / SUGARLOAF, "Vehicle" / THE IDES OF MARCH) ...

KYLE GASS (© by metal-is-forever-alive)

... nur die Gesangs- und Tanzeinlage des Drummers (Tim Spier) hätte nicht schon wieder sein müssen, wurde sie auf der letzten Tour doch schon in total identischer Ausführung gezeigt. Das BACKSTREET BOYS Gepiepse und Michael Jackson's Eiergriff sind in der x-ten Aufführung nämlich überhaupt nicht mehr lustig.
Ansonsten zeigt der Bewertungs-Daumen aber steil nach oben, was sich nach knapp zwei Stunden Spielzeit dann auch in langanhaltendem Applaus, seitens des Publikums, niederschlägt. (JK)

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