About me

Mein Bild
DON`T KILL YOUR LOVE...BUY LEGAL CDs AND SUPPORT THE BANDS LIVE!!! STAY HEAVY!
Posts mit dem Label Asphagor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Asphagor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Februar 2019

ASPHAGOR / "The Cleansing" / Label: Black Sunset - MDD Records / 10 Tracks / 60:51 Min


Die Natur und ihre Gesetze lagen verborgen im Dunkel der Nacht. Gott sprach: Es werde Newton! Und alles wurde ans Licht gebracht. (Alexander Pope)

Mit ihren beiden Erstlingswerken "Havoc" (2010) und "Anti" (2013) konnten ASPHAGOR nicht nur im österreichischen Untergrund ein fettes schwarzes Ausrufezeichen setzen. Fünf Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung, lassen die Tiroler nun ihr drittes Album von Stapel: "The Cleansing".
Früher hieß es einmal, dass eine Band spätestens mit dem dritten Album den Durchbruch geschafft haben sollte (Make It or Break It) - doch nicht nur Zeiten ändern sich, auch Sprüche verlieren an Relevanz.
Würde jedoch dieses ungeschriebene Gesetz der 1980er/1990er Jahre immer noch in den Führungsetagen der Platten-Labels Anwendung finden, hätten ASPHAGOR ein Problem. Zugebenermaßen kein besonders großes, aber eben auch keines, welches sich zwischen zwei Flaschen Bier wegdiskutieren lässt.
Wie man anhand dieser Einleitung bereits erahnen kann, ist ASPHAGOR mit "The Cleansing" nicht der ganz große Wurf gelungen.
Dazu ist der Sound zu glatt poliert und die Songs sind (überwiegend) einfach nicht fesselnd genug. Zwar hinterlassen einige Tracks bleibenden Eindruck (allen voran "Aurora Nocturna" und "The Cleansing"), was die anvisierte Zielgruppe aber nur kurzfristig freuen dürfte, da ansonsten (leider) oftmals mehr Wert auf ein harmonisches Klangbild als auf schwarzmetallische Strukturen gelegt wurde. Viel zu oft "toben" sich ASPHAGOR im Midtempo aus, was der Dynamik des Albums alles andere als zuträglich ist.
Nötig war dies nicht - waren ASPHAGOR mit den beiden vorherigen Alben doch auf einem verheißungsvollen Weg.
So bleibt am Ende ein Album übrig, bei dem leider viel zu oft versucht wird, dem Zielpublikum vermeintliche Weiterentwicklung und nicht immer nachvollziehbare Veränderungen, als Qualitätsmerkmal unterzujubeln.
Wem das genügt, der kann mit Album Nr. 3 von ASPHAGOR seinen Frieden machen.
Wer allerdings höhere Ansprüche an eine Band stellen mag, die in Zukunft auch noch dem Extrem Metal Genre zugerechnet werden möchte, der dürfte mit "The Cleansing" seine liebe Mühe haben. (JK)

6.5 von 10



Sonntag, 25. Oktober 2015

NEGATOR / EIS / ARS IRAE / ASPHAGOR


NEGATOR Live (© by The Discovered Land)

NEGATOR Live (© by The Discovered Land)

EIS Live (© by The Discovered Land)

EIS Live (© by The Discovered Land)

ASPHAGOR Live (© by The Discovered Land)

ASPHAGOR Live (© by The Discovered Land)

ARS IRAE Live (© by The Discovered Land)

ARS IRAE Live (© by The Discovered Land)

Konzertbericht NEGATOR / EIS / ARS IRAE / ASPHAGOR 10.10.2015 Backstage - München



NEGATOR und EIS zusammen auf "Lex Talionis" Tour und bei ihrem vorletzten Stopp am 10.10.2015 zu Gast in München. ARS IRAE und ASPHAGOR komplettierten ein starkes Package, dass wohl viele Blackmetal-Liebhaber an diesem Abend angezogen hat.  
Trotz planmäßigem Einlass um 18 Uhr konnten Spontanbesucher ihr Ticket erst gegen 19 Uhr an der Abendkasse ersteigern. sodass der Konzertbeginn nach Hinten verschoben werden musste. Um 19.20 Uhr starteten die Rosenheimer von ARS IRAE ihren 45-minütigen Auftritt. ARS IRAE gelang es, trotz des oftmals recht schwierigen Opener Slot, das Publikum, nachdem zu Beginn der Show die Halle noch relativ leer war, vermehrt vor die Bühne zu locken und von sich zu überzeugen. Mit ihrer Mischung aus harten Black Metall Riffs und Death Einschlägen schafften ARS IRAE es, eine abwechslungsreiche Show abzuliefern. Zugegeben, man hat den Sound, so schon das ein andere mal irgendwo gehört, dennoch wurden die Zuschauer letztendlich von der gekonnt umgesetzten Technik der Band in den Bann gezogen. 
Unter den Klängen eines atmosphärischen Intros legten ASPHAGOR um 20.20 Uhr los. Dank der wahnsinnigen Bühnenpräsenz der Band gelang es ASPHAGOR die Halle im Sturm zu erobern und die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch bis in die letzten Reihen für sich zu beanspruchen. Fast schon ist man dazu verleitet, ASPHAGOR als "Bilderbuch Black-Metal" zu bezeichnen - wären da nicht, gekonnt eingesetzte Wechsel in Stil und Technik, die den Auftritt abwechslungsreich gestalten. Die Tiroler standen den "größeren" Bands an diesem Ambend in nichts nach und konnten zum Ende ihres Auftritts einen prall gefüllten Saal zu ihren Gunsten verbuchen. 
21.30 Uhr, die Halle hatte sich erstaunlicherweise wieder etwas geleert, als EIS die Bühne betraten. Das anfängliche Problem mit der Technik, was dazu führte, dass der Sänger recht leise und teilweise unhörbar war, wurde relativ schnell behoben, sodass man sich in der Folge, in voller Lautstärke, den gewohnt derben Klängen der deutschen Melodic Black Metal Band hingeben konnte. Nichtsdestotrotz schien es einige Unstimmigkeiten im Ablauf zu geben, die einen immer wieder unsanft aus der mühsam aufgebauten Atmosphäre rissen. Auch zwei Songs vom neuen Album "Bannstein" wurden an diesem Abend in die Setlist mitaufgenommen, die die Band mit großen Elan spielte. Insgesamt war es aber nicht der beste Auftritt von EIS. Großen Anklang fanden allerdings die gratis Tour-Shirts, die EIS zwischendurch in die Menge warfen. 
Kurz vor 23 Uhr betraten dann  NEGATOR die Bühne. Der Saal war jetzt brechend voll und jeder stand nach relativ kurzer Zeit im Bann der einnehmenden Präsenz von Nachtgarm, der sich eindeutig als Führungsperson auf der Bühne positionierte und mit seinen Gesten die Aggressivität der Musik eindrucksvoll unterstütze. Inspiriert von der Atmosphäre ließ das Publikum sich von der Show mitreißen und geleitet von den harten Klängen, die immer wieder von gut getimten Breaks oder abrupter Stille unterbrochen wurden, von einem Song zum nächsten tragen. 
Summasumarum waren NEGATOR ein würdiger Headliner an einem grandiosen schwarzen Abend. (SM)