Wie buchstabiert man seit 1987 im (Thrash-)Metal innovativ? M E K O N G D E L T A. Spätestens seit "The Music of Erich Zann" war dem letzten Metalhead klar, dass man Thrash neben "voll auf die Umme" und sternhagelvoll, auch kunst- und anspruchsvoll darbieten kann. Daran hat sich bei MEKONG DELTA bis heute nichts geändert. "In a Mirror Darkly" beginnt ungewöhnlich und doch für MEKONG DELTA typisch. Nach einem klassisch angehauchten Flamenco-Gitarren-Intro geht es ansatzlos in einen "Prog goes Thrash" Kleinod der instrumentalen Art über. Auf "The Armaggedon Machine" kommen zum ersten mal alle MEKONG DELTA Trademarks deutlich zum tragen: Progressive Songstrukturen, Thrash-Riffing und ein Melodieverlauf/Refrain, der sich sofort festsetzt. Woran viele Prog-Metal Bands verzweifeln bzw scheitern, gelingt Ralf Hubert und seinen Mannen scheinbar mühelos, nämlich Disharmonien in ein harmonisches Gesamtkonzept zu integrieren. Bestes Beispiel dafür sind die folgenden "The Silver in Gods Eyes" und "Janus". Mit "Inside the Outside of Inside" folgt das nächste technisch anspruchsvolle Instrumentalstück, das aber im Vergleich zum instrumentalen Opener deutlich mehr Pfeffer im Hintern hat. Mit "Hindsight Bias" folgt dann ein Song, der wieder mehr im Thrash verwurzelt ist. Das abschließende "Mutant Messiah" ist eine Prog Perle mit starkem IRON MAIDEN Touch, den die Jungfrauen in der Form und Qualität höchstwahrscheinlich so selbst nicht hinbekommen dürften.
Fazit: "In a Mirror Darkly" ist ein Album, welches mit jeder zusätzlichen Umdrehung im Player an Grösse gewinnt. (JK)
Anspiel-Tipps: "The Armaggedon Machine","Mutant Messiah", "Inside the Outside of Inside"
8.5 von 10
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Mittwoch, 7. Mai 2014
Mittwoch, 18. Juli 2012
MEKONG DELTA / Intersections / Steamhammer - SPV / 10 Tracks / 53.21 Min
Wer seit über zwei Jahren auf neues Material von MEKONG DELTA gewartet hat, dürfte bei der Ankündigung von "Intersections" in Vorfreude verfallen sein, die aber nicht lange angehalten haben dürfte, denn handelt es sich hierbei doch lediglich um eine Art "Best Of" der kultigen Prog-Thrasher.. Aber MEKONG DELTA waren immer schon nicht berechenbar. Wer in der Vergangenheit mit den verschiedenen Sängern, und deren "Sangeskünsten", so seine Probleme hatte, dürfte mit Martin LeMar endlich einen akzeptablen Sänger vorfinden. Somit macht es dann doch Sinn 10 Tracks der Bandgeschichte neu einzuspielen um sie als Visitenkarte der aktuellen Bandbesetzung auf den Markt zu werfen. Die Kompositionen sind sowieso über jedem Zweifel erhaben, und somit zurecht gefeierte Klassiker einer Band, die meistens der Konkurrenz um mindestens eine Länge voraus war. An den Arrangements haben Ralf Hubert & Co nur wenig verändert; wozu auch, Songs, wie z.B. "Transgressor", "The Healer" oder "The Prophecy" die für die Ewigkeit geschrieben wurden, brauchen keine Frischzellenkur. Fazit: Auf jeden Fall eine lohnende Anschaffung für Neueinsteiger und Anhänger von technical Thrash, um sich mit der Band und deren "Hits" vertraut zu machen. Für Fans der ersten Stunde dürfte "Intersections" nur bedingt interessant sein, auch wenn es schön ist, Songs aus allen Bandphasen und von verschiedenen Alben von einem Sänger als stimmiges Ganzes präsentiert zu bekommen. (JK)
7 von 10
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