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Montag, 29. Juni 2015

ARS IRAE / Dunkle Klänge / Quality Steel Records / 10 Tracks / 60:52 Min

Fünf lange Jahre konnte das Debüt-Album "Unter der Erde" reifen, nun endlich lassen die Bayern ARS IRAE ihr Zweitwerk "Dunkle Klänge" auf die Menschheit los. Eines schonmal vorneweg: "Dunkle Klänge" ist alles andere als einfache Kost. Wer mit geschwärzten Death Metal was anfangen kann, ist definitiv im Vorteil. Doch das Klangbild, welches die Rosenheimer mit Hilfe von Dan Swanö auf Platte gepresst haben, ist vielschichtiger. So finden sich ebenfalls Pagan und Death-Doom Parts im Sound von ARS IRAE. Textlich ist das ganze in (durchaus verständlicher) deutscher Sprache gehalten. Vielschichtigkeit scheint hier also gewollt zu sein. Doch für meinen Geschmack setzen sich ARS IRAE damit ein wenig zwischen die Stühle. Wenn man "Dunkle Klänge" nur oberflächlich betrachtet, hört sich alles auch recht gut an. Taucht man jedoch tiefer in das Album ein, dann kristallisiert sich heraus, dass "Dunkle Klänge" oftmals der große Spannungsbogen fehlt, dass die Texte gelegentlich nicht 100% zum Melodieverlauf passen und dass zu oft am Tempo herumgedoktert wurde. So findet sich leider über die gesamte Spieldauer gesehen nie der rote Faden, der einen im Idealfall durch ein Album leiten sollte.
Und dennoch ist "Dunkle Klänge" ein überdurchschnittliches Album, das mit eingen Lichtblicken aufwarten kann.
Als da wären: Der Titelsong "Dunkle Klänge", sowie "Schatten", Als nichts war" und "Herbst".

Fazit: Es ist sicherlich nicht jeder Track auf "Dunkle Klänge" der Weisheit letzter Schluss, insgesamt hinterlassen ARS IRAE dennoch einen positiven, wenn auch ausbaubaren Gesamteindruck. (JK)

7 von 10

Freitag, 27. März 2015

CRIMSON SWAN / Unlit / Quality Steel Records - Soulfood / 6 Tracks / 54:31 Min

CRIMSON SWAN kommen aus Hamburg, haben bisher eine EP "Icon" (2012) auf dem Buckel und haben sich dem Funeral Doom verschrieben. Wobei Funeral Doom nur ca. 3/4 der Wahrheit ist, da CRIMSON SWAN die depressive Stimmung und den zähfließenden Sound der Songs mit Gothic- und etwas Death-Metal verfeinern. Wer was greifbares benötigt, dem seien AHAB auf der einen Seite, sowie PARADISE LOST und SWALLOW THE SUN auf der anderen Seite an die Hand gegeben. Der Gesang bietet von Death/Doom Growls über Klargesang bis hin zu optionalen Female-Vocals ("Words of Perdition") und etwas Black-Metal Stimmband-Akrobatik ("Accusations") reichlich Abwechslung. Leider ist die Scheibe etwas "ungünstig" abgemischt, so dass dadurch oftmals der "Wow-Effekt" abhanden kommt und den Songs auch etwas an Atmosphäre flöten geht. In Zukunft darf es gerne mehr Power beim Sound der Rhythmus-Fraktion und den Growls sein. Ansonsten hinterlässt "Unlit" über weite Strecken einen guten Eindruck. Das Songwriting ist für eine Newcomerband recht ansprechend und abwechslungsreich. Nur "A Waterfall of Sorrow" weiß (auch nach mehrmaligem Hören) absolut nicht zu gefallen und bleibt somit das hässliche Entlein im Teich der purpurfarbenen Schwäne.

Fazit: CRIMSON SWAN haben mit "Unlit" eine erste und durchaus ansprechende Duftmarke hinterlassen, die aber noch ein gutes Stück weit davon entfernt ist, perfekt zu sein. (JK)

Anspiel-Tipps: "Accusations", "Fade to Nothingness", "Voidhaven"

7.0 von 10