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DON`T KILL YOUR LOVE...BUY LEGAL CDs AND SUPPORT THE BANDS LIVE!!! STAY HEAVY!
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Montag, 7. Januar 2013

THE VERY END / Turn Off The World / Steamhammer - SPV / 11 Tracks / 47.09 Min

Huch...versuchen jetzt OOMPH auf CALLEJON zu machen? Schnell nochmals nachgeschaut ob auch die richtige CD abgespielt wird...doch alles korrekt...und nach 45 Sekunden werfen THE VERY END dann auch den gewohnten Presslufhammer an und wischen schnell die letzten Zweifel beiseite. Überhaupt sind THE VERY END eine der interessantesten Bands auf dem deutschen Hartwurstmarkt und immer für eine (positive) Überraschung gut. Lässt man (oder Frau) mal den Anfangsfauxpas außer Acht, warten die Mannen um Frontgranate Björn Gooses (ex NIGHT IN GALES) mit einem abwechslungsreichem und doch in sich stimmigen Album auf. Das ganze kann man als Neo Thrash mit Death- und Core-Anleihen bezeichnen und hin und wieder schauen auch mal MERCENARY oder NEVERMORE vorbei. Die 11 Songs wurden von Waldemar Sorychta so dermaßen fett produziert, daß der Putz, bei entsprechender Lautstärke, von der Decke bröckelt und man locker von internationalem Niveau sprechen kann. Erwähnenswert ist noch, daß bei "The Black Fix" kein geringerer als ENTOMBED Fronter LG Petrov als Gastsänger mit von der Partie ist, was alleine schon fast als Ritterschlag zu werten ist. Anspiel-Tipps: "Maelstrom Calling", "Sixes and Nines" oder "The Last Mile". (JK)

7.5 von 10

Freitag, 14. Dezember 2012

DESTINITY / Resolve in Crimson / Lifeforce Records / 9 Tracks / 42.36 Min

Alter Schwede! Was die Franzosen von DESTINITY hier vom Stapel lassen, dürfte nicht nur die Elche im IKEA Land die Ohren spitzen lassen. Feinster Todesmetal der mit Thrash Attacken eine Symbiose eingegangen ist, und eindrucksvoll an AT THE GATES meets DARK TRANQUILLITY oder auch an die Frühwerke von IN FLAMES erinnert und ordentlich die Gehörgänge durchpustet. Hier wird einfach alles aufgeboten was ein gutes Melodic Death Metal Album ausmacht: Aggression und Härte, Melodie incl. Hymnenfaktor, Keif-Grunz-Klargesang, ein Songwriting das über dem Durchschnitt anzusiedeln ist und eine richtig gute Produktion (Jacob Hansen u.a. DESTRUCTION). Während in der ersten Albumhälfte eher die melodiöseren Titel platziert wurden, drehen DESTINITY zum Ende nochmals kräftig an der Härteschraube und hauen dem Hörer mit "Break Into My Heart" und "The Hatred" noch zwei Nackenbrecher um die Ohren. Für Abwechslung ist also gesorgt. Fazit: Wer auf Melodic Death Metal und/oder Modern Metal steht dürfte um eine Anschaffung von "Resolve in Crimson" nicht herum kommen. (JK)


7.5 von 10

Freitag, 26. Oktober 2012

SISTER SIN / Now and Forever / Victory Records (Soulfood) / 11 Tracks / 40.54 Min

Mit "Now and Forever" liefern die schwedischen Heavy-Rocker von SISTER SIN ihre dritte Veröffentlichung bei Victory Records ab. Obwohl es für den grossen Durchbruch bisher noch nicht reichte, hat das Quartett vorallem auf diversen Touren (u.a. mit U.D.O.., MOTÖRHEAD, ARCH ENEMY...) bei einigen von euch für Aufmerksamkeit sorgen können. Mit dem neuen Material, und dem für die Band typischen Heavy-Rock mit Punk Attitüde, das grob als DORO meets MÖTLEY CRÜE bezeichnet werden kann, dürfte ein weiterer Schritt auf der Bekanntheitsskala gelingen. Einen mehr als guten Job verrichtet Liv, die mit ihrer "dreckigen" Röhre perfekt zu den 10 schnelleren Songs passt, es aber auf der Abschlußballade "Morning After" auch ruhiger und emotionaler kann. Beim Songwriting konnte man sich im Vergleich zu den Vorgängeralben nochmals verbessern und Songs wie z.B. "End of the Line", "Fight Song", "Hearts of Cold" oder "Shades of Black" gehen sofort ins Ohr und machen kräftig Alarm. Fazit: Insgesamt ist "Now and Forever" ein gutes Album geworden das sämtliche Kuttenträger die auf Heavy-Rock abfahren ansprechen dürfte. (JK)


7 von 10

Donnerstag, 20. September 2012

ALTAR OF OBLIVION / Grand Gesture of Defiance / Shadow Kingdom Records / 6 Tracks / 35.44 Min

Den Dänen von ALTAR OF OBLIVION ist es 2009 mit ihrem Debütalbum "Sinews of Anguish" aus dem Stand gelungen ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Um so höher waren dann auch die Erwartungen an den Nachfolger "Grand Gesture of Defiance"...und dem Dänen-Fünfer ist es ein weiteres mal gelungen einen wahren Leckerbissen für Freunde der gepflegten Epic-Doom Klänge zu servieren. Feinster Doom Stoff der eine perfekte Symbiose mit dem Power Metal skandinavischer Prägung eingegangen ist zieht den Hörer in seinen Bann. Ein unglaubliches Gespür für Melodie und Songstruktur zeichnet diese Scheibe aus und bestätigt ein weiteres mal eindrucksvoll, daß ALTAR OF OBLIVION das nächste "grosse Ding" werden können und in Sachen Songwriting  selbst Szenegrössen wie z.B. CANDLEMASS das Wasser reichen können. Anspieltipps: "The Graveyard of broken Dreams", "In the Shadow of the Gallows" und "Final Perfection" Fazit: Scheibe des Monats. Unbedingt antesten! (JK)

8.5 von 10

Dienstag, 11. September 2012

DRAGON GUARDIAN / Destiny of the sacred Kingdom / Ice Warrior Records / 10 Tracks / 41.10 Min

Bei DRAGON GUARDIAN handelt es sich um eine Power Metal Band (welche Überraschung bei dem Bandnamen) aus dem Land der aufgehenden Sonne. Der erste Teil des Bandnamens gibt dann auch die Richtung vor in der die musikalische Reise gehen soll, die Speedkönige von DRAGONFORCE scheinen neben RHAPSODY (OF FIRE) das erstrebenswerte Ziel von Bandkopf Arthur Brave zu sein. Doch leider ist das nur Wunschdenken und die Japaner kommen qualitativ nicht mal annähernd in den Dunstkreis der Referenzbands. Die meisten Songs rauschen in einem Affentempo mit viel Kitsch und Bombast an einem vorbei, ohne nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Zwischendurch schimmert allerdings immer mal kurz das Talent von Arthur Brave durch, wenn Breaks und schöne Melodien für Abwechslung sorgen. Einen weiteren großen Minuspunkt stellt für mich dar, daß ich kein Wort verstehe was der Sänger von sich gibt. Da alle Songtitel aber auf englisch aufgeführt wurden, gehe ich davon aus, daß man sich auch dieser Sprache in den Texten bedient hat...kann aber auch japanisch, finnisch oder klingonisch sein. Anspiel-Tipps zu benennen ist hier auch fast unmöglich, da sich auf Grund von Qualitätsmangel bis auf "Mountain of Sword" kein weiterer dafür anbietet. Fazit: Nach ca 40 Minuten DRAGON GUARDIAN, weiß man Scheiben wie RHAPSODYs "Power of the Dragonflame" oder DRAGONFORCEs "Inhuman Rampage" erst zu schätzen. (JK)

2 von 10

 

Freitag, 31. August 2012

FREITOD / Regenjahre / Van Records / 7 Tracks / 52.05 Min

Da scheint der verregnete Sommer Namensgeber für das zweite vollwertige Album der Nürnberger FREITOD gewesen zu sein. Leider scheinen sich die Herren aber nicht ganz sicher zu sein welchen musikalischen Weg sie einschlagen bzw. weiterverfolgen wollen. Vom Label als Dark Metal angekündigt, entpuppt sich "Regenjahre" als Wandler zwischen Dark Metal wie beim gelungenen Opener "Regenjahre" (Referenzband: NACHTBLUT), Gothic Metal wie bei "Der Traumsturm" (Referenzband: LACRIMOSA)und Black Metal beim Versuch SATYRICON mit "Letzte Worte" zu imitieren. So weit so gut (oder auch nicht),was aber mit Metal absolut gar nichts zu tun hat, und von Black Metal bzw Dark Metal ungefähr soweit weg ist wie der 1.FC Köln vom Gewinn der Champions League, ist "Sterbenswert". Dieser Song hätte sich auf jedem TOKIO HOTEL oder JEANETTE BIEDERMANN Album gut gemacht. Fazit: Insgesamt darf man getrost behaupten dass der Versuch Dark/Black Metal ins Kinderzimmer zu transportieren auf ganzer Linie gescheitert ist. Außer dem gelungenem Opener, mit Abstrichen auch noch "Wenn alles zerbricht" und in der Folge einigen akzeptablen Ansätzen, dürfte "Regenjahre" nahezu sämtlichen Metalern am Arsch vorbei gehen. (JK)

  3 von 10

Freitag, 17. August 2012

WAYLANDER / Kindred Spirits / Listenable Records / 9 Tracks / 54.07 Min

Gott (oder Odin) sei Dank gibt es noch Bands wie WAYLANDER, ohne die einem fast die Freude am Pagan Metal abhanden kommen könnte, da sie nicht wie unzählig andere Flötenrumpelstielzchen monoton die Waldkauztonleiter rauf und runter pfeifen, sondern das Wesentliche in den Mittelpunkt stellen; den Song im Speziellen und den Metal im Allgemeinen. Im Vergleich zum Vorgängeralbum "Honour Amongst Chaos" hat man den Metalfaktor sogar noch etwas ausgebaut, was der Scheibe wirklich gut zu Gesicht steht. Rasende Riffs und ein Keifgesang der als Grenzgänger zwischen Black- und Death-Metal wandelt (z.B. bei "Echoes of the Sidhe" oder "Erdath") sprechen eine mehr als deutlich metalische Sprache, auch wenn das ganze immer schön durch dem keltisch-mystischen Umhang zusammen gehalten wird. Als Anspiel-Tipps dürfen "Echoes of the Sidhe", "Kindred Spirits" und "Of Fear and Fury" fungieren. Fazit: "Kindred Spirits" dürfte viele Metalheads ansprechen, den PRIMORDIAL Anhänger genauso wie den EQUILIBRIUM Fan und die Flötenschlumpf Gemeinde sowieso. (JK)

 7 von 10

Freitag, 3. August 2012

EYE OF SOLITUDE / Sui Caedere / Kaotoxin Records / 10 Tracks / Min

Die Veröffentlichung von "Sui Caedere" der Londoner Doom-Deather EYE OF SOLITUDE hätte wohl eher in den Herbst als in den Sommer gepaßt. Der athmosphärische Death n´Doom, dem eine gewisse Nähe zu SWALLOW THE SUN, MY DYING BRIDE und den Frühwerken von AMORPHIS nicht ganz von der Hand zu weisen ist, kann durch seine melancholisch-epischen Momente aber dennoch punkten, auch wenn man den genannten Referenz-Bands (noch) nicht ganz das Wasser reichen kann. Obwohl die Songs nicht nachhaltig im Ohr hängen bleiben, erzeugen sie eine Stimmung, die einen in düstere und drückende Bilder abtauchen lässt. Meiner Meinung nach hätte es aber den Songs gut getan, zumindest gelegentlich mal das Tempo zu erhöhen. Auch hätte dem einen oder anderen Track eine klare Stimme, als Gegenpol zu den tiefen Death Growls, gut zu Gesicht gestanden. Wobei die tiefen Death Growls ganz großes Kino sind. Ich habe selten so eine beeindruckende Stimmleistung (so langsam, tief und kraftvoll), wie hier dargeboten, in diesem Genre gehört. Bleibt unterm Strich eine wirklich interessante Scheibe die es verdient von euch mal angetestet zu werden. (JK)

 6.5 von 10

Mittwoch, 25. Juli 2012

COVEN / Worship new Gods / Shadow Kingdom Records / 9 tracks / Min

COVEN aus Detroit, veröffentlichen via Shadow Kingdom Records, ihre 1987 erschienene und damals nur im Selbstvertrieb als LP erhältliche Scheibe "Worship new Gods" erstmalig auf CD. Musikalisch lassen sich COVEN (es handelt sich aber nicht um die Thrasher COVEN, die einigen von euch ein Begriff sein dürften) dem Doom Metal, zuordnen, wobei auch MERCYFUL FATE Einflüsse, wie z.B. bei "General`s Eye", mit verarbeitet wurden. Obwohl die Songs mittlerweile 25 Jahre auf dem Buckel haben, zünden sie immer noch in den Gehörgängen und sind teilweise besser als manches was heutzutage auf den Markt geworfen wird. Lediglich der letzte Song "Loki" mag nicht so richtig passen, da er tendenziell an die britischen Wave/Rocker BAUHAUS erinnert. Wer auf Doom der Marke PENTAGRAM und SAINT VITUS abfährt und auch MANILLA ROAD und MERCYFUL FATE mag, wird sicherlich seinen Spass an dieser Rarität haben. Anspiel-Tipps: "Threshold of the New", "Kiss me with Blood" oder "General`s Eye". (JK)

 6.5 von 10

Mittwoch, 18. Juli 2012

MEKONG DELTA / Intersections / Steamhammer - SPV / 10 Tracks / 53.21 Min

Wer seit über zwei Jahren auf neues Material von MEKONG DELTA gewartet hat, dürfte bei der Ankündigung von "Intersections" in Vorfreude verfallen sein, die aber nicht lange angehalten haben dürfte, denn handelt es sich hierbei doch lediglich um eine Art "Best Of" der kultigen Prog-Thrasher.. Aber MEKONG DELTA waren immer schon nicht berechenbar. Wer in der Vergangenheit mit den verschiedenen Sängern, und deren "Sangeskünsten", so seine Probleme hatte, dürfte mit Martin LeMar endlich einen akzeptablen Sänger vorfinden. Somit macht es dann doch Sinn 10 Tracks der Bandgeschichte neu einzuspielen um sie als Visitenkarte der aktuellen Bandbesetzung auf den Markt zu werfen. Die Kompositionen sind sowieso über jedem Zweifel erhaben, und somit zurecht gefeierte Klassiker einer Band, die meistens der Konkurrenz um mindestens eine  Länge voraus war. An den Arrangements haben Ralf Hubert & Co nur wenig verändert; wozu auch, Songs, wie z.B. "Transgressor", "The Healer" oder "The Prophecy" die für die Ewigkeit geschrieben wurden, brauchen keine Frischzellenkur. Fazit: Auf jeden Fall eine lohnende Anschaffung für Neueinsteiger und Anhänger von technical Thrash, um sich mit der Band und deren "Hits" vertraut zu machen. Für Fans der ersten Stunde dürfte "Intersections" nur bedingt interessant sein, auch wenn es schön ist, Songs aus allen Bandphasen und von verschiedenen Alben von einem Sänger als stimmiges Ganzes präsentiert zu bekommen. (JK)

 7 von 10

Montag, 9. Juli 2012

POWER THEORY / An Axe To Grind / Pure Steel Records / 9 Tracks / 48.41 Min

Traditionalisten aufgemerkt! Wer die ersten drei Alben von METAL CHURCH und den 80`s Stuff von JUDAS PRIEST und SAXON für das Nonplusultra hält, dürfte bei, "An Axe to Grind", der zweiten Veröffentlichung von POWER THEORY in Extase geraten. Feinster US Power Metal Stoff, der mit dem Besten der NWoBHM versehen wurde, dröhnt aus den Boxen, und ergibt eine Mischung, die sicherlich nicht die innovativste sein mag, aber, wenn so präsentiert, einfach nur gut ist. Knackig gezockte Gitarren die zum bangen animieren, ein treibendes Drumming und mit Dave Santini einen Sänger, der wie Arsch auf Eimer paßt, und nicht nur einmal an David Wayne (R.I.P) erinnert. Es gab schon viele, meist gescheiterte, Versuche, die Magie, die von den ersten METAL CHURCH Scheiben ausgeht, in die Gegenwart zu übertragen. POWER THEORY gelingt dieses Kunststück über weite Strecken, was sicherlich auch darin liegt, daß sie nicht stupide kopieren, sondern den Spirit ihrer Helden und der dazugehörigen Ära verstanden haben, recht gut. Anspiel-Tipps: "Pure Steel", "An Axe to Grind", "A Fist in the Face of God" und "The Hammer Strikes". (JK)

  7 von 10

Sonntag, 1. Juli 2012

PERZONAL WAR / Captive Breeding / Metalville / 13 Tracks / 55.47 Min

Auf dem nunmehr siebtem Album verbindet das Bonner Thrash-Kommando PERZONAL WAR mehr den je, Thrash mit Modern Metal, und versucht so, zumindest auf nationaler Ebene, den Anschluß, an die davon zu eilen drohende Konkurrenz, nicht zu verpassen. Dem Makel der Anfangstage, zu sehr nach METALLICA klingen zu wollen, ist man längst entwachsen, auch wenn man heute noch die Liebe zum Bay-Area-Thrash im allgemeinen und zu METALLICA im speziellen, heraushören kann. Ist ja auch nicht die schlechteste Referenz die man in der Beschreibung des Bandsounds haben kann. Woran es allerdings ein wenig hapert, den selben Vorwurf kann man auch Hetfield & Co seit einigen Jahren machen, ist die Songeingängikeit. Es ist alles wunderbar arrangiert, technisch ohne Tadel gespielt und die Produktion entspricht auch dem Zeitgeist, aber die Songs fressen sich meist nicht in die Gehörgänge und überdauern somit nicht dem Moment. Einige Treffer sind PERZONAL WAR auf "Captive Breeding" allerdings dann doch gelungen, und erfreuen das Metallerherz. Der Opener "Regression of the Art" ist ein gnadenloses Brett, daß Härte und Melodie in Einklang bringt. Nächstes Highlight, ist, im ziemlich modernen Gewand; "Incarnation", mit cooler Bridge und einem geilem Soli. Überhaupt sind die Solis auf dem kompletten Album aller Ehren wert. Weitere Anspiel-Tipps: "The End", "Candor Hurts" und "My Fate" (JK)

6.5 von 10

Montag, 25. Juni 2012

STALWART / Manifest of Refusal / Label: PRC Music / 9 Tracks / 51:44 Min

Die russischen Progressive-Death-Metal Pioniere von STALWART lassen mit ihrer fünften Veröffentlichung "Manifest of Refusal" einen zumeist schwer verdaulichen Brocken auf die Menschheit los. Die Hochgeschwindigkeits-Knüppelorgie, die immer wieder von Break-Downs unterbrochen wird, verlangt dem Zuhörer nicht nur eine kräftig austrainierte Nackenmuskulatur ab, sondern auch eine gewisse Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber einem Klangbild, das nicht immer schlüssig wirkt. Am besten lässt sich die Scheibe mit einem Mix aus MESHUGGAH, DECAPITATED und BEHEMOTH beschreiben. Technisch ohne Tadel, zocken sich STALWART durchs Set, treten mehr als nur einmal das Gaspedal bis zum Anschlag durch, und frickeln in bester Prog-Manier, wobei die Prog-Elemente, wenn sie experimentel geraten, oftmals wie Fremdkörper wirken und dem Song damit letztendlich den Drive nehmen. Vier Ausnahmen jedoch lassen aufhorchen: Der Opener "The Karma Circle" verspricht einiges mehr, als die folgenden 5 Tracks halten, und auch bei "It`s just my Choice" geht das Konzept voll auf. Hier hat man (oder Frau) endlich das Gefühl, einen in sich stimmigen Song zu hören. Auch der Titelsong "Manifest of Refusal" und "Renaissance through Devastatio" heben sich noch poistiv ab. Komischwerweise sind dies die drei letzten Songs auf der Scheibe. Da wäre es evtl sinniger gewesen, diese Tracks weiter oben zu plazieren, da anzunehmen ist, daß nicht alle Testhörer bis zum Ende durchhalten werden.

 Fazit: Diese Veröffentlichung aus dem Hause STALWART dürfte nur für beinharte Prog-Death-Metal Anhänger und Freunde der genannten Bands interessant sein. (JK)

5.5 von 10

Samstag, 26. Mai 2012

DRONE / For Torch and Crown / Rough Trade - Metalville / 10 Tracks / 41.04 Min

Wen der Spruch "Make it or break it" im Musikbusiness fällt, ist zumeist das dritte Album einer Band gemeint. DRONE aus Celle sind mit "For Torch and Crown" an dieser wichtigen Veröffentlichungsmarke, lässt man mal die EP "Octane" außen vor, angelangt. Und um es vorweg zu nehmen; DRONE sind auf einem verdammt guten Weg, der, wenn sie sich kontinuierlich so weiter entwickeln, sie über kurz oder lang in die erste Liga des Neo-Thrash führen wird. Wie schon bei den Vorgängeralben orientieren sich DRONE an MACHINE HEAD und PANTERA, fahren den Melodiepegel diesesmal aber noch nach oben und statten auch dem Metalcore hin und wieder einen Besuch ab. Und diese Mischung hat es gewaltig in sich...bereits der Opener "Format C" geht ab wie die oft zitierte "Schmidts Katze"...geile Riffs, coole Breaks und eine sich in die Gehirnwindungen fressende Melodie. Die folgenden "Making Believe" und "Zombies in the Moshpit" stehen dem in nichts nach. Den Höhepunkt des Albums stellt aber der Titelsong "For Torch and Crown" dar, der, wenn ersteinmal gehört einen so schnell, wenn überhaupt, nicht mehr los lässt. Aus einem im weiteren Verlauf sehr gutem Album fällt nur "Stick to Yourself" deutlich ab, was aber den Gesamteindruck nur minimalistisch trüben kann. Fazit: Wer mit "Unto the Locust" von MACHINE HEAD was anfangen konnte (wer nicht?) und der "Moderne" im Metal nicht gänzlich abgeneigt ist, sollte ab dem 29.6. (VÖ) dem Händler seines Vertrauens die Bude einrennen und sich dieses Teil zulegen. (JK)

 8 von 10

Mittwoch, 23. Mai 2012

SLASH / Apocalyptic Love / Roadrunner Records / 13 Tracks/ 61.15 Min

Auch nach der Einfuhrung in die Rock`n`Roll Hall of Fame, mit/für GUNS `n`ROSES, kann Saul Hudson alias SLASH die Finger nicht von seiner Gibson lassen, und legt mit "Apocalyptic Love" das Zweitwerk seiner nach ihm benannten Band nach. Waren auf dem Debüt noch zahlreiche Gastsänger involviert, u.a. Nervboje Adam Levine von MAROON 5, scheint man jetzt ein festes Line-Up gefunden zu haben, bei dem ALTER BRIDGE Goldkehlchen Myles Kennedy nun die Alleinherrschaft über das Mikro hat. Im Vergleich zum Vorgängeralbum, welches mit geilen Songs punkten konnte aber insgesamt eben noch nach einem Solo-Projekt klang, ist "Apocalyptic Love" homogener und etwas "härter" geworden, auch wenn man manchmal die Grenze zum Mainstream überschreitet. Und auch der Stil ist mit einer Mischung aus, soundtechnisch gesehen, Stadion Rock-Songs der Kategorie 90er Jahre und Hard Rock Nummern der Marke GUNNERs Mid-Tempo gefunden. Einige Songs wie z.B. "Not for me" oder "No more Heroes" hätten sich sogar auf jedem G`n`R Album (lässt man Chinese Democracy mal außen vor) perfekt eingefügt. Und weil die Band nicht von ungefähr den Namen des kultigen Mannes mit dem Zylinder trägt, atmet jeder Song den unverwechselbaren Spirit von SLASH, für die Texte zeichnet sich Myles Kennedy verantwortlich, der absolut nichts von seinem Gitarrenzauber verloren hat. Fazit: Für Freunde der gepflegten Gitarrenmusik, für Optimisten die immer noch auf eine G`n`R Reunion mit Slash und Axel warten und für jeden der gutgemachte Rockmusik mag. (JK)

7 von 10

Sonntag, 20. Mai 2012

PRONG / Carved in Stone / Long Branch Records - SPV / 11 Tracks / 42.27 Min

...und alte Besen kehren doch noch gut. Wer bei PRONG schon das Ende herauf beschwören wollte, wird mit "Carved in Stone" eines Besseren belehrt. Das neue Baby von Tommy Victor strotzt förmlich nur so von Groove, Energie und Melodie und das neue Line-Up mit Tony Campos (SOULFLY, MINISTRY) und Alexei Rodriguez (ex 3 INCHES OF BLOOD) kommt einer sehr effektiven Frischzellenkur gleich. Modern Metal mit Thrash-Würze und einer Prise Industrial lautet das bekannte Rezept, welches aber nichts von seiner Faszination verloren hat. Nachdem die letzten Alben eher gen Mittelmaß tendierten, hat man das Ruder mit "Carved in Stone" nochmals rasant rumgerissen und steuert jetzt wieder in die Nähe von Glanztaten wie "Prove your Wrong" und "Cleansing". Ja sogar ein Hit, der das Potential hat "Snap your Fingers, Snap your Neck" dem Übersong der Bandhistorie, Konkurrenz zu machen, ist mit "Revenge...best served cold" vertreten. Ansonsten ragen aus einem durchweg gutem Album noch "Eternal Heat", "Put myself to sleep", "Keep on living in Pain" und der Titelsong "Carved in Stone" heraus. Obwohl man das Gefühl bekommt, daß Tommy Victor beim Songwriting in Retro-Stimmung war, hört sich die ganze Chose "modern" an, was sicherlich auch ein Teilverdienst von Steve Evetts (SUICIDE SILENCE, DILLINGER ESCAPE PLAN) ist, der eine absolut börsengangtaugliche Produktion hingelegt hat. Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert! (JK)

8.5 von 10

Samstag, 12. Mai 2012

DOGBANE / Residual Alcatraz / Heaven and Hell Records / 10 Tracks / Min

Neues Ohrenfutter für Traditionalisten liefern DOGBANE aus North Carolina mit "Residual Alcatraz" ab. Wer mit den ersten JUDAS PRIEST Alben, MANILLA ROAD oder auch IRON BUTTERFLY auf der Metal-/Rock-Seite, sowie CANDLEMASS bzw. PENTAGRAM und GHOST auf der Doom-/Metal-Seite etwas anfangen kann, dürfte beim hören der Klänge von "Residual Alcatraz" ein freudiges Grinsen bekommen und in Erinnerungen schwelgen. Alleine der Song "Burning in the Light", ein Doom Hammer der Extraklasse, rechtfertig schon den Kauf der Scheibe. Doomig-rockige Rythmen gepaart mit erhabener Melodie und einem hypnotischem Gesang ergeben ein Gesamtkunstwerk, welches durch einen spacigen Instrumental-Part zum Ende hin noch zusätzlich an Dynamik gewinnt. Ein weiteres Ausrufezeichen setzt der Fünfer mit "Born to Die", der mit einem geilem Riff ala PRIEST startet, im weiteren Verlauf sich zu einem old-fashioned Heavy Metal Song entwickelt um sich am Ende dann in eine Ode an die Experimentierfreudigkeit der 70s zuverwandeln. Ein weiterer Track der weit über dem Durchschnitt anzusiedeln ist, stellt "God forgive you" dar, der mit tollen Riffs und einem catchy Refrain punkten kann. Abschließend darf man als Fazit vermerken, dass DOGBANE der Spagat zwischen Doom und traditionellem Metal nahezu über die gesamte Spieldauer des Silberlings ausgesprochen gut gelungen ist und somit dieses Album zu einem absolut empfehleswerten Geheim-Tipp macht. Den letzten Schliff bekam "Residual Alcatraz" durch das Mastering von Gary Long (SOLITUDE AETURNUS, KING DIAMOND). (JK)

7.5 von 10

Freitag, 4. Mai 2012

DEMON LUNG / Pareidolia / Selbstvertrieb / 4 Tracks / 22.28 Min

Die Doom/Okkult Ecke brodelt und fördert mit DEMON LUNG aus Las Vegas einen weiteren Lavabrocken an die Oberfläche. Hat man zu Anfang noch Bedenken ob Doom Metal, der aus einer sonnendurchfluteten Partystadt kommt die nötige Atmosphäre erzeugen kann, legt sich die Skepsis nach den ersten Tönen recht schnell. Erdig und atmosphärisch erzeugen die vier Songs, bei denen man Einflüsse von SOLITUDE AETERNUS und CANDLEMASS heraushören kann, und die gänzlich ohne Synthi-Geblubber auskommen, ein authentisches Klangbild. Vorallem die ersten beiden Nummern "Lament Code" und "Sour Ground" geben Anlass zur Hoffnung, dass DEMON LUNG sich vom angesagten Doom Underground Act in Las Vegas (es soll dort tatsächlich eine recht grosse Doom Szene geben), zu einem überregional bekannten Act entwickeln können. Erhältlich ist dieses 4-Track EP nur im Store über die Bandhomepage (demonlungband.com) (JK)

6.5 von 10

Freitag, 27. April 2012

RUNNING WILD / Shadowmaker / Steamhammer - SPV / 10 Tracks / 46.39 Min

Wenn sich eine Legende so miserabel wie RUNNING WILD beim Wacken 2009 verabschiedet hat und man dann nach drei Jahren beschließt den Kahn nochmals flott zu machen, sollte man annehmen dass uns Rock`n`Rolf mit seiner "Comeback-Scheibe" zeigen möchte was eine steife Brise ist. Doch das bleibt leider über weite Strecken nur Wunschdenken, denn "Shadowmaker" hat einige, positive wie auch negative, Überraschungen in petto. Fangen wir mit dem Negativen an. Das Cover-Artwork, welches ich nicht wirklich für gelungen halte und mich eher an das Computer-Spiel "Space Invaders" (dürfte den Älteren noch ein Begriff sein) erinnert, als an RUNNING WILD. Nächster Punkt der mir sauer aufstößt ist der künstliche Drumsound der in dieser Form einer Metal-Band einfach nicht gut zu Gesicht steht. Dafür brettert der Gitarrensound ordentlich und lässt keine Wünsche offen. Doch kommen wir zum Wesentlichen; der Musik. Und hier halten sich Licht und Schatten (Shadowmaker...aha) die Waage. Fünf wirklich starken Songs, die da wären "Riding on the Tide", "Into the Black" und "Dracula" welche perfekt in die Band-Historie passen und alle Trademarks von RUNNING WILD besitzen, sowie des Weiteren noch "Piece of the Action" was an BILLY IDOL erinnert und "I am who I am", stehen fünf mittelmäßige Songs, die sich als Bonusmaterial auf diversen Singles oder special Editionen gutgemacht hätten, hier aber leider mehr oder weniger (Me + the Boys) Schiffbruch erleiden, gegenüber. So bleiben am Ende nur 6 Punkte, incl einem halben "Helden der Jugend"-Bonuspunkt. (JK)

6 von 10

Donnerstag, 26. April 2012

KATANA / Storms Of War / Listenable Records / 10 Tracks / 48.37 Min

Die Schweden von BLOODBOUND bekommen mit KATANA Konkurrenz aus dem eigenen Land. Genauso wie ihre nordischen Kollegen haben sich KATANA den Heavy Metal der 80er zum Vorbild genommen und kreieren ihren eigenen Sound der stark an die, in die Jahre gekommenen, Szenegrössen wie IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST angelehnt ist. Das findet seinen Niederschlag in 10 puristisch angehauchten Songs mit mehr oder weniger ausgeprägter eigener Identität. Bereits der Opener "Reaper" lässt jeden Fan alter PRIEST und HELLOWEEN Scheiben in Glückseeligkeit verfallen, bevor mit "Wrath of the Emerald Witch" den ersten IRON MAIDEN Veröffentlichungen gehuldigt wird. Und so geht es weiter, dass unwillkürlich Erinnerungen an jene glorreiche Zeiten aufkommen, als Metal noch die Welt und die Charts im Griff hatte. Dass damit das Rad (des Metal) nicht unbedingt neu erfunden wird stört auch nicht weiter, solange IRON MAIDEN mit ihrer Prog-Ausrichtung auch weiterhin den ein oder anderen Fan verzweifeln lassen. Und obwohl "Storms of War" einige Hänger im Repertoire hat dürften KATANA ein Stück weit auf der momentan angesagten Retro-Welle mitschwimmen. Ob es zu mehr reicht, wird die Zukunft zeigen; Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Erwähnenswert ist noch dass die Scheibe von Andy LaRocque (KING DIAMOND) produziert wurde. Anspieltipps: "Reaper", "The Wisdom of Emond`s Field","Wrath of the Emerald Witch" oder "In the Land of the Sun" (JK)

7.0 von 10