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Donnerstag, 18. September 2014

POWERLORD / The Awakening (Re-Release) / Shadow Kingdom Records / 6 Tracks / 30:20 Min

Mein lieber Herr Gesangsverein. Shadow Kingdom Records veröffentlichen eine echte Rarität aus den 80ern: POWERLORDs "The Awakening". Bisher war die EP aus dem Jahr 1986 nur als LP-Version (wenn überhaupt, dann zu horrenden Preisen) auf dem Markt erhältlich. Jetzt aber wird dieses Juwel zum ersten mal als CD veröffentlicht. In Anbetracht der Qualität der 6 Songs, ist es mir bis heute ein Rätsel, warum POWERLORD nie mehr als nur diese eine EP zustande gebracht haben. Feinster Speed/Thrash-Metal mit einer ordentlichen Portion US-Power Metal, so wie er in den 80ern von Bands wie AGENT STEEL, METAL CHURCH oder SAVAGE GRACE erfolgreich um den Globus getragen wurde, werden der hoffentlich zahlreichen Käuferschar geboten. Messerscharfes und rasantes Thrashriffing, geniale Gesangslinien, die auch vor Screams nicht zurückschrecken und ein Power-Drumming per excellence (Drummer Bob Gurley hat zu Demo Zeiten auch bei DARK ANGEL hinter der Schießbude gesessen) suchen ihresgleichen und machen "The Awakening" zu einem Kleinod. Obwohl die CD komplett ohne Bonus Material daherkommt, lohnt sich die Anschaffung dennoch, da "The Awakening" einfach Kult ist und heute noch genauso abgeht wie vor 28 Jahren.

Anspiel-Tipps: Alles. "The Awakening" ist ein Album ohne Ausfälle.

9 von 10 

Samstag, 30. August 2014

CARDINALS FOLLY / Our Cult Continues / Shadow Kingdom Records / 8 Tracks / 59:43 Min

Bei CARDINALS FOLLY handelt es sich um eine finnische Doom-Metal Band aus Helsinki. "Our Cult Continues" ist bereits die zweite Veröffentlichung von CARDINALS FOLLY und bietet klassischen Doom-Metal, der überwiegend den Gehörnten im Low- und Mid-Tempo durch die Songs galoppieren lässt. Als Einflüsse lassen sich die üblichen Verdächtigen ausmachen: CATHEDRAL und SAINT VITUS. So weit so gut. Doch leider (abgesehen vom geilen Coverartwork) erreichen CARDINALS FOLLY zu keiner Zeit das Niveau der Referenzbands. Dazu haben die Kompositionen einfach zu wenig Eingängigkeit und Abwechslung. Jetzt war Doom-Metal noch nie für großartige Innovationen oder gar üppige Melodieläufe bekannt (ist auch gut so), aber etwas mehr als auf "Our Cult Continues" darf es dann doch sein. Weiterer Schwachpunkt bei CARDINALS FOLLY ist die Besetzung von Bassist Mikko Kääriäinen als Sänger. Weil: Bass spielen kann er, singen eher weniger. Dazu gibt es eine Produktion, die wie eine Demo-Aufnahme rüberkommt. Ganz misslungen ist die Scheibe aber nicht. Hat man sich an den Gesang und die Produktion gewöhnt, entwickelt das Album (teilweise), auf seine verschrobene Art und Weise, einen gewissen Charme.

Fazit: CARDINALS FOLLY's Zweitwerk "Our Cult Continues" dürfte nur für die beinharte Doom-Fraktion von Interesse sein. (JK)

Anspiel-Tipps: "Our Cult Continues!", "Sighisoaran", "Morbid Glory"

4.5 von 10