Atreus hatte einst gelobt, das schönste Lamm seiner Herde der Göttin Artemis zu opfern.
Die antike Geschichte von König Atreus von Mykene (Der Fluch der Atriden) - SPV / Steamhammer legen die von David DeFeis komponierte Rock-/Metal-Oper "The House of Atreus" neu auf.
Die Neuauflage des VIRGIN STEELE Klassikers beinhaltet den kompletten Zyklus der Barbaric-Romantic-Epic-Metal-Opera (O-Ton David DeFeis), also den ersten Teil "The House of Atreus Act I" von 1999, das Doppelalbum "The House of Atreus Act II" von 2000 und die damals dazwischen veröffentlichte EP "Magick Fire Music". Insgesamt 51 Titel mit über drei (!) Stunden Spielzeit finden sich so auf dem Re-Release wieder, welcher als schickes 3 CD-Digi-Pack auf den Markt kommt.
Nach "Noble Savage", den beiden "The Marriage of Heaven and Hell" Longplayern, dem Überalbum "Invictus", sowie den beiden "The House of Atreus" Veröffentlichungen hatten VIRGIN STEELLE damals ihren musikalischen und schöpferischen Höhepunkt erreicht - alles was danach kam, konnte leider nicht mehr an diese Göttergaben heranreichen.
So kommt die Wiederveröffentlichung von "The House of Atreus Act I & II" wie gerufen, um, vorallem nach den letzten beiden eher enttäuschenden VIRGIN STEELE Alben, David DeFeiz und sein Lebenswerk wieder in aller Munde zu bringen.
VIRGIN STEELE ziehen hier alle Register ihres Könnens - kraftvoll, hymnisch, episch, leicht progressiv, zuweilen auch balladesk - das Ganze wird aufgelockert durch den ein oder anderen Instrumental-Track - ganz großes Kino - bzw. großartige Rock-/Metal-Oper.
Songs wie z.B. "Through the Ring of Fire", "Agony and Shame", "Gate of Kings", "Great Sword of Flame", "A Token of My Hatred", "The Wine of Violence" haben auf jeden Fall bis heute nichts von ihrer Faszination verloren und gehören in jede gut sortierte Heavy Metal Sammlung.
Fazit: Am Ende der Geschichte erhält Atreus den in der Zwischenzeit an Thyestes verlorenen Thron von Zeus zurück, indem er mit Hilfe von Zeus die Sonne dazu brachte, sich rückwärts zu bewegen.
Mit "The House of Atreus Act I & II" kann man zwar nicht die Sonne auffordern, sich rückwärts zu bewegen, man kann aber sehr gut die Zeit zurückdrehen - zurück in eine Zeit, in der VIRGIN STEELE den Epic-Metal Thron inne hatten.
9 von 10
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Freitag, 17. Juni 2016
Sonntag, 19. Juli 2015
VIRGIN STEELE / Nocturnes of Hellfire & Damnation / Steamhammer - SPV / 14 Tracks / 80:32 Min
Lange (5 Jahre) ist es her, seit uns David DeFeis mit einem neuen Album beglückt hat. Jetzt ist es endlich da, das neue Album "Nocturnes of Hellfire & Damnation", und es läuft ziemlich lange (ca 80 Min). Das alles hat aber noch lange nichts zu bedeuten. Der Blick auf das Coverartwork und auf den Albumtitel versprechen, nach dem "The Black Light Bacchanalia" Langweiler endlich mal wieder knackigen Heavy Metal aus dem Hause VIRGIN STEELE. Doch leider passsen Verpackung und Etikettierung nur bedingt zum Inhalt. Läuft das erste Drittel des Albums noch ziemlich gut rein, finden sich doch hier drei flotte Nummern ("Luzifers Hammer", "Queen of the Dead", "Black Sun - Black Mass"), die mit allen VIRGIN STEELE Trademarks gesegnet sind, verfällt "Nocturnes of Hellfire & Damnation" ab Titel Nr. 6 ("Devilhead") in einen Dornröschenschlaf, aus dem VIRGIN STEELE nur noch gelegentlich erwachen ("We Disappear" und "Delirium"), um den gelangweilt vor sich hin dösenden Zuhörer wieder mobilisieren zu können. So plätschert "Nocturnes of Hellfire & Damnation" vor sich hin, ohne wirklich zu überzeugen.
Zu wenig Ideen, überwiegend langsame Songs, und das ganze viel zu langatmig. Oder in Kurzform: belanglos und langweilig.
Zudem konnte sich Herr DeFeis auch diesesmal nicht dazu durchringen die Produktion in jemandes Hände zu geben, der sich damit auskennt. Das Resultat ist ein weiteres mal, eine Produktion, die einer Metalscheibe unwürdig ist. Künstliche Drums und dünne Gitarren vergraulen einem dem letzten Rest an Freude, die man an diesem Album haben kann (könnte).
Würde dieses Album an einem Stück live gespielt werden (ohne ältere Songs), dann wäre die Halle höchstwahrscheinlich nach 40 Min nahezu leer und der mutige Rest, der bis zum bitteren Ende bliebe, der müsste mit Kaffee (viel Kaffee) und der flügelverleihenden Limonade aus Österreich nachhelfen, um wach zu bleiben.
Anspiel-Tipps: "Luzifers Hammer", "We Disappear", "Black Sun - Black Mass"
Fazit: Was lange währt, ist mitnichten immer gut. (JK)
4.5 von 10
Zu wenig Ideen, überwiegend langsame Songs, und das ganze viel zu langatmig. Oder in Kurzform: belanglos und langweilig.
Zudem konnte sich Herr DeFeis auch diesesmal nicht dazu durchringen die Produktion in jemandes Hände zu geben, der sich damit auskennt. Das Resultat ist ein weiteres mal, eine Produktion, die einer Metalscheibe unwürdig ist. Künstliche Drums und dünne Gitarren vergraulen einem dem letzten Rest an Freude, die man an diesem Album haben kann (könnte).
Würde dieses Album an einem Stück live gespielt werden (ohne ältere Songs), dann wäre die Halle höchstwahrscheinlich nach 40 Min nahezu leer und der mutige Rest, der bis zum bitteren Ende bliebe, der müsste mit Kaffee (viel Kaffee) und der flügelverleihenden Limonade aus Österreich nachhelfen, um wach zu bleiben.
Anspiel-Tipps: "Luzifers Hammer", "We Disappear", "Black Sun - Black Mass"
Fazit: Was lange währt, ist mitnichten immer gut. (JK)
4.5 von 10
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