Einen nicht unwesentlichen Teil davon dürften allerdings auch die Münchner REVEREND HOUND dazu beigetragen haben, die heute als Opener auf dem Programm stehen.
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REVEREND HOUND (© by The Discovered Land) |
Das Quintett um Frontmann Wolfgang Gräbner hat ein paar verdammt geile Songs im Gepäck. Von schnellen Thrash-Songs ("Among the Pigs") bis hin zu melodischen True-Metal-Stampfern ("Heavy Metal Thunderstorm") ist hier einiges geboten. Aber auch die bisher noch unveröffentlichen Songs "Enter My Nightmare" und "Seeds of Faith", beides lange, epische Songs, können begeistern. Leider ist die Setlist nach nur sechs Liedern mit „The Way of the Gun“ bereits beendet. Da aber noch etwas Zeit ist, bevor der Headliner losgelassen wird, gibt es noch eine Zugabe: "Hell Is Here".
Wer jetzt dachte, dass REVEREND HOUND auf schnellen Sohlen unterwegs gewesen seien, der wird nun eines besseren belehrt - Kaum haben NIGHT DEMON die Bühne betreten, beweisen sie, dass ihre Show mit zu den energiegeladensten der gesamten Metal-Szene zählt. Mit "Welcome to the Night" vom aktuellen Album ("Darkness Remains") liefern NIGHT DEMON gleich zu Beginn ein Hochgeschwindigkeitsfeuerwerk ab, das sich gewaschen hat - ganz nach dem Motto des zweiten Songs "Full Speed Ahead". Dabei wirbeln die Musiker über die winzige Bühne, wie von der Tarantel gestochen. Abwechslung gefällig? Bitteschön: Eine Hochgeschwindigkeitsversion von BLACK SABBATHs "Turn Up the Night".
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NIGHT DEMON (© by The Discovered Land) |
Dass NIGHT DEMON aber nicht nur schnell spielen können, beweißen sie bei den lamgsameren Songs "Curse of the Damned" und "Stranger in the Room". Gerade bei letzterem wird allerdings ein Problem des heutigen Abends deutlich: Die Band hat die Verstärker auf der Bühne so laut aufgedreht, dass der Gesang etwas untergeht, was bei einem besonders auf seine Gesangslinien setzenden Song besonders auffällt. Aber das gleicht das US-Trio mit seiner ungeheuren Spielfreude, und den beeindruckenden Fähigkeiten an den Instrumenten wieder aus. Auch wenn NIGHT DEMON bisher ausschließlich auf ihre Musik gesetzt haben, wollen sie doch nicht gänzlich auf Show-Elemente verzichten, und so betritt zu "The Chalice" der bandnamengebende Dämon die Bühne, und reicht den im Song besungenen Kelch an das Publikum weiter.
Nach dem virtuosen Instrumental "Flight of the Manticore" beendet die Band mit einem weiterem ruhigen Song ("Darkness Remains") ihre reguläre Show.
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NIGHT DEMON (© by The Discovered Land) |
Zum Schluß noch eine bemerkswerte (Hochgeschwindigkeits-)Statistik: NIGHT DEMON haben heute 18 (!) Songs in gerade mal 70 Minuten gespielt. Respekt! (RH)
Beim NIGHT DEMON / REVEREND HOUND Gig waren Raphael (RH) und Thomas (TG) vor Ort.