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Montag, 6. November 2017

ENSIFERUM / "Two Paths" / Label: Metal Blade Records / 13 Tracks / 53:30 Min

Weiß doch keiner, was ihn frommt, hier auf dunklem Pfade. Keiner zwingt das Glück, es kommt unverhofft als Gnade. (Friedrich von Bodenstedt)

Wohl dem, der seit 20 Jahren auf dem Pfad des Erfolges wandeln kann.
Wie kaum eine andere Viking/Folk Metal Band stehen ENSIFERUM seit 2 Dekaden dem ganzen Genre als eine Art Hohepriester vor. Respektable Album-Verkaufszahlen und immer größer werdende (nicht selten ausverkaufte) Konzerthallen untermauern diesen Ruf.

Nun also Album Nr. 7 - "Two Paths":
Konnten die vorherigen Alben (sieht man mal vom orchestral überladenen "Unsung Heroes" ab) mehr oder weniger als hauptsächlich im Viking/Folk Metal beheimatete Alben abgebucht werden, gestalltet sich bei "Two Paths" die Deklarierung etwas schwieriger. Haben ENSIFERUM hier die ohnehin schon immer vorhandenen Nähe zum profanen Heavy Metal noch eine Spur mehr herausgearbeitet.
Jedem, mit (Plastik-)Trinkhorn und (Kunst-)Fellweste aufgehübschten Freizeit-Wikinger muss desewegen jetzt aber nicht gleich der Anstschweiß ausbrechen, auch wenn Songs wie "Don't You Say" (simpel strukturiert) und "I Will Never Kneel" (Klargesang und Breaks ala NIGHTWISH) nur mit reichlich Met zu ertragen sind.
Und "God Is Dead" hätte sich wohl um einiges besser auf einem ALESTORM Album gemacht, als auf einem ENSIFERUM Longplayer, auch wenn der Chorus amtlich fetzt.
Bei aller Kritik - eingängig sind alle Songs auf "Two Paths", was den Finnen erst mal einer nachmachen muss. 
Besondere Erwähnung verdienen "Way of the Warrior", "King of Storms", "Hail to the Victor" und "Feast with Valkyries", bei dem sich Neuzugang Netta Skog mit Akkordeon und Stimme in den Vordergrund spielt.
Hier fügen sich abwechslungsreicher Viking/Folk Metal und eingänger Heavy Metal am besten zu einer homogenen Einheit zusammen.
Allerdings sollte man auch hier nicht vorschnell in Jubelarien ausbrechen, da diese Tracks, wie auch der Rest des Albums, zu keinem Zeitpunkt an die Qualität der ersten vier Alben heranreicht.
Und dennoch ist "Two Paths" unter dem Strich um einiges besser, als so maches aus jüngster Vergangenheit der Finnen, was für kommende Schandtaten wieder zarte Hoffnung nährt, dass ENSIFERUM in Zukunft doch nochmals zu alter Stärke zurückfinden könnten.


Fazit: Quo Vadis ENSIFERUM? Aktuell stehen die Finnen an einer Gabelung mit zwei Pfaden. Der eine Pfad führt in die Ruhmeshalle des Viking-Metal, der andere, hin zum Kirmes-Metal Thron.
Für welchen Pfad sich ENSIFERUM letztendlich entscheiden, wird die Zukunft zeigen.
Eines steht jedoch schon jetzt fest - (kommerziell) erfolgreich dürften beide sein/werden. (JK)

7 von 10

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