Wie es der Zufall will, fällt auf den heutigen Tag nicht nur der umsatzstärkste Tag der Blumenindustrie (Valentinstag), sondern auch der Aschermittwoch, an dem bekanntlich nicht nur die Karnevalssaison ihre Ende findet, sondern auch die Fastenzeit eingeläutet wird. Da passt das Motto, unter dem ROTTING CHRIST ihre aktuelle Tour gestellt haben, wie die Faust auf's Auge: Rituals Amongst the Rotten.
Begleitet werden die Griechen vom niederländischen Dreigestirn CARACH ANGREN und von der französischen Black/Death Dampfwalze SVART CROWN. (JK)
SVART CROWN
Der Abend beginnt mit einem ohrenbetäubendem Rauschen aus den Boxen. Nach ein paar Minuten gesellt sich ein tiefes Brummen hinzu, welches das Rauschen langsam ablöst. Hat die Boxenanlage den Geist aufgegeben? Nein, denn als SVART CROWN die Bühne betreten, wird schnell klar, dass es sich dabei um das Intro handelt.
![]() |
SVART CROWN (© by metal-is-forever-alive) |
CARACH ANGREN
In der folgenden Pause wird dann relativ schnell klar, dass es im Anschluss (optisch) interessant werden könnte, da ein Beamer auf der Bühne platziert wird. Zum Opening-Intro von CARACH ANGREN werden dann auch gleich mal sehr
realistische Geisteranimationen auf einen mit einem schwarzen Tuch
abgedeckten Verstärker projiziert. Gute Idee, die gleich für
die passende düstere Stimmung sorgt. Dazu betreten die Musiker
die Bühne.
Doch gleich als die ersten Töne von "Charlie"
erklingen, fällt auf, dass das Schlagzeug leider viel zu laut abgemischt wurde, sodass ein Großteil der Musik im Blastbeatgewitter untergeht. Schade, da der Symphonic Black Metal der Niederländer sehr von den dominanten Orchesterparts lebt, die so leider
kaum zu hören sind. Glücklicherweise fällt bei den mehr
gitarrenorientierteren älteren Songs wie z.B. "The Carriage Wheel
Murder" der schlechte Sound nicht ganz so ins Gewicht. Auch treten die ruhigeren Parts ohne Schlagzeug so viel
deutlicher hervor, bei denen Keyboarder Ardek im Rampenlicht steht.
Mit seinem an einem beweglichen Roboterarm
befestigten Instrument, leifert er zudem eine freaky Show ab.
Zu "Pitch Black Box" präsentiert sich Seregor dann mit einer sehr echt aussehenden Totenkopfmaske samt Krone. Im Anschluss daran bieten CARACH ANGREN dann einen Mix aus älteren ("Lingering in an Imprint Haunting") und neuen ("Blood Queen") Stücken an, wobei das neue Album "Dance and Laugh Amongst the Rotten" mit fünf Liedern am häufigsten zum Zug kommt.
Kurz vor Schluß, ab "Charles Francis Coghlan", ist dann endlich auch der Sound im grünen Bereich, sodass die Niederländer danach einen stimmigen Abschluss ihrer Show hinlegen können. Am Ende ist es dann wie immer bei CARACH ANGREN Gigs - die einen können nicht genug davon bekommen und die anderen sind froh, dass es vorüber ist. Genauso fällt dann auch der Applaus aus - von frenetischem Jubel bis hin zu totaler Verweigerung ist alles vertreten. (RH)
![]() |
CARACH ANGREN (© by metal-is-forever-alive) |
![]() |
CARACH ANGREN (© by metal-is-forever-alive) |
Zu "Pitch Black Box" präsentiert sich Seregor dann mit einer sehr echt aussehenden Totenkopfmaske samt Krone. Im Anschluss daran bieten CARACH ANGREN dann einen Mix aus älteren ("Lingering in an Imprint Haunting") und neuen ("Blood Queen") Stücken an, wobei das neue Album "Dance and Laugh Amongst the Rotten" mit fünf Liedern am häufigsten zum Zug kommt.
Kurz vor Schluß, ab "Charles Francis Coghlan", ist dann endlich auch der Sound im grünen Bereich, sodass die Niederländer danach einen stimmigen Abschluss ihrer Show hinlegen können. Am Ende ist es dann wie immer bei CARACH ANGREN Gigs - die einen können nicht genug davon bekommen und die anderen sind froh, dass es vorüber ist. Genauso fällt dann auch der Applaus aus - von frenetischem Jubel bis hin zu totaler Verweigerung ist alles vertreten. (RH)
ROTTING CHRIST
Anschließend wird alles für den Headliner ROTTING CHRIST auf der Bühne vorbereitet. Während rund um das Drumkit reges Treiben zu beobachten ist, findet in der Halle ein Teilaustausch der Fans vor dem Bühnenrand statt - überwiegend jüngeres Publikum, das sich bei CARACH ANGREN verausgabt hat, macht dem griechischen schwarzen Block Platz, der nun nach vorne drängt, um Sakis Tolis & Co möglichst nahe zu kommen.
![]() |
ROTTING CHRIST (© by metal-is-forever-alive) |
Zum folgenden Doppelschlag "Kata ton Demona Eautou" und "Demonon Vrosis" kommt zudem auch noch wildes Headbanging hinzu, sodass die Konzert-Fotografen in Front of Stage alle Mühe haben, keine verwackelten Bilder einzufangen.
![]() |
ROTTING CHRIST (© by metal-is-forever-alive) |
Mit "Grandis Spiritus Diavolos", "666" und "Non Serviam" beenden ROTTING CHRIST eine in allen Belangen (Sound, Bühnenpräsenz, Songauswahl, technisches Können) eindrucksvolle Show, die kräftig Werbung in eigener Sache betrieben hat und den Apetitt auf Extrem-Metal nur noch vergrössert hat - Fastenzeit hin oder her. (JK)
Vor Ort im Backstage haben sich Jürgen (JK) und Raphael (RH) die Gehörgänge durchpusten lassen.