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Sonntag, 24. Februar 2019

STONE TEMPLE PILOTS / "Stone Temple Pilots" / Label: Rhino -Warner Music / 12 Tracks / 48:18 Min

Wer Neugeburt will, muss zum Sterben bereit sein. (Hermann Hesse)

Dieser Spruch von Hermann Hesse passt wie die Faust auf's Auge, wenn man die aktuelle (Gemüts-)Lage im Headquarter der STONE TEMPLE PILOTS ausleuchten möchte.
Wie kaum eine andere Band der hardrockenden Neuzeit, musste die vierköpfige Grunge-Formation aus dem sonnigen Kalifornien lernen, mit einer Vielzahl von Nackenschlägen umzugehen und versuchen dabei nicht unterzugehen.
Die größte Herausforderung, die die STONE TEMPLE PILOTS neben diversen internen Streitigkeiten zu bewältigen hatten, war zweifelsohne, den Verlust zweier Ausnahmesänger (Scott Weiland † 3.12.2015 bzw. Chester Bennington † 20.7.2017) zu verkraften. Andere Bands zerbrechen an solchen Schicksalsschlägen, nicht so die STONE TEMPLE PIOLOTS.
Die Tatsache, zwei aufeinanderfolgende Studioalben mit ein und dem selben Titel ("Stone Temple Pilots") auszustatten, lässt allerdings Raum für Spekulationen. Sehen sich die Herren DeLeo auf ihre alten Tage inzwischen als Parodie ihrer selbst, oder soll die zweifache Verwendung des selben Albumtitels auf einen (weiteren) Neubeginn und an das Festhalten an alte Werte hindeuten? Letztgenannte Vermutung dürfte wohl zielführend sein. Immerhin soll "Stone Temple Piolots 2018" die Weichen für eine Zukunft mit Jeff Gutt, dem dritten Sänger innerhalb des Bandgefüges stellen.
Um es vorweg zu nehmen, Jeff Gutt füllt mehr als beachtlich die übergroßen (Gesangs-)Spuren aus, die seine beiden prominenten Vorgänger hinterlassen haben. Zwar nicht unbedingt so markant wie die beiden, aber immerhn doch sehr authentisch und zumeist auch mit eigener Note, sodass zumindest dieses Kapitel als gelungen abgehakt werden darf.
Nicht durchgängig gelungen, ist hingegen das Songmaterial, mit dem die STONE TEMPLE PILOTS ihre dritte Amtszeit beginnen. Kann auf der ersten Albumhälfte noch der ein oder andere Titel voll überzeugen ("Meadow", "Roll Me Under", "Middle of Nowhere", "Never Enough") geht dem 7. Longplayer der STP im zweiten Abschnitt leider oftmals etwas die Luft aus. Nur noch "The Art of Letting Go" und "Reds & Blues" kommen hier voll in die Punktränge. Allen weiteren Songs hingegen haftet "nur" das Prädikat solide an.

Fazit: Wer gemeint hat, dass die STONE TEMPLE PILOTS nochmals ein Feuer entfachen können, welches die Hitze alter Schandtaten erreicht, erwacht relativ schnell aus diesem Wunschtraum. Zwischen den Megasellern  "Core", "Puple", "Tiny Music ..."  und "Stone Temple Pilots 2018" liegen nicht nur zeitlich gesehen Welten, sondern werden eben auch musikalische Unterschiede deutlich.
Und trotzdem, "Stone Temple Pilots" ist nicht so schlecht, wie es sich jetzt anhören mag. Das Album ist einfach nur etwas anders geerdet, als vieles, was man von der Truppe noch so im Ohr hat. Oder, auf einen anderen Nenner gebracht, das Album repräsentiert STONE TEMPLE PILOTS 2018! (JK)

7 von 10


www.stonetemplepilots.com

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