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Donnerstag, 29. Oktober 2015

BLACK TRIP / Shadowline / Steamhammer-SPV / 11 Tracks / 41:07 Min

Der Wahnsinn geht weiter. BLACK TRIP melden sich, 2 Jahre nach ihrem grandiosen Debüt-Album "Goin' Under", wieder zurück. Und wie! Gleich der Opener "Die with Me" bläst einem mit seinen Twin Gitarren und dem Mörder-Refrain einen Mittelscheitel in die Fönwelle. Kurz den Freudensabber aus den Mundwinkeln abgewischt, und weiter geht's. "Danger" hat mehr THIN LIZZY Spirit, als es den BLACK STAR RIDERS lieb sein dürfte. Überhaupt THIN LIZZY. War auf dem Vorgängeralbum noch ganz klar die NWoBHM (IRON MAIDEN, UFO), Anfang der 80er, der Haupteinfluss von BLACK TRIP, so gesellen sich jetzt vermehrt Hard Rock Einflüsse (BUDGIE, VANDERBUYST) und eben THIN LIZZY Querverweise hinzu. So dürfte z.B. der Titelsong "Shadowline" Phil Lynott posthum ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Gitarrenorientiert, hochmelodisch und erdig warm produziert. Mehr 70er/80er Feeling geht kaum. Die Produktion hat übrigens Nicke Andersson / THE HELLACOPTERS übernommen. "Berlin Model 32", "Clockworks" und "Subvisual Sleep" genügen ebenfalls allerhöchsten Ansprüchen.
Machen wir es kurz: "Shadowline" ist von vorne bis hinten mit genialen Songs gesegnet. Nur das kurze Instrumentalstück "Rooms" fällt aus dem Rahmen. Die Semi-Ballade "The Storm" beweist zum Ende hin, dass BLACK TRIP sich auch in ruhigeren Gefilden nachhaltig austoben können. Einfach nur geil! (AS)

Fazit: Ohne Wenn und Aber, "Shadowline" ist das beste Retro Album des Jahres!

9 von 10

Sonntag, 25. Oktober 2015

HARPYIE / Freakshow / Metalville - Rough Trade / 13 Tracks / 51:11 Min

Welcome to the Freakshow. Eine der am kontroversesten diskutierten Bands der deutschen Musiklandschaft kehrt zurück: HARPYIE. Gab es in der Vergangenheit Kritik am Stimmvolumen von Aello die Windboe (zurecht) und Zweifel an der Kompatibilität von Modern Metal und Medieval Rock (ungerechter Weise), kann auf Album Nr 3 der Ostwestfalen nun in beiden Punkten mehr oder weniger Entwarnung gegeben werden. Punkt 1: Aello die Windboe hat sich stimmlich definitiv stark verbessert, auch wenn noch  nicht alles Gold ist, was glänzen soll. Dass seine Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist, bekommt man bei "Karneval der Kreaturen" und "Lebendig begraben" deutlich zu hören. Punkt 2: Die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Produzenten (Michael Schmitt / SUBWAY TO SALLY) hat HARPYIE mehr als gut getan. Zum ersten mal in der Geschichte von HARPYIE hört sich nahezu das komplette Album wie aus einem Guss an und lässt so manchen Blindflug der Vergangenheit vergessen. Endlich fügen sich die Elemete Mittelalter, Folk und Modern Metal zu einem passenden Klangbild zusammen. Davon überzeugen kann man sich gleich zu Beginn des Albums: Der Einstieg mit "Freakshow", "Monster" und "Elisa" ist aller Ehren wert und dürfte/müsste viele Kritiker milde stimmen. Es geht aber noch besser: Mit "Wilde Reise durch die Nacht" und mit Abstrichen auch noch mit "Fauler Zauber" haben HARPYIE sogar Hits mit an Bord der Freakshow.
Leider baut die zweite Albumhälfte (Ausnahmen "Wilde Reise durch die Nacht" und "Der schwarze Mann") im Vergleich zu ersten stark ab, sodass am Ende HARPYIE zwar zum besten Album der Bandgeschichte gratuliert werden kann, gleichzeitig aber auch nicht unerwähnt gelassen werden darf, dass noch einige Arbeit auf das Sextett wartet, wenn man auf Dauer eine Daseinsberechtigung haben möchte.  (JK)

7 von 10

HANZEL und GRETYL / RENEGADE


HANZEL und GRETYL Live (© by metal-is-forever)

HANZEL und GRETYL Live (© by metal-is-forever)

HANZEL und GRETYL Live (© by metal-is-forever)

HANZEL und GRETYL Live (© by The Discovered Land)

HANZEL und GRETYL Live (© by The Discovered Land)

HANZEL und GRETYL Live (© by metal-is-forever)

HANZEL und GRETYL Live (© by metal-is-forever)

RENEGADE Live (© by metal-is-forever)

RENEGADE Live (© by metal-is-forever)

Konzertbericht HANZEL und GRETYL / RENEGADE 21.10.2015 München - Backstage (Club)

HANZEL und GRETYL. Wer Liedtitel wie "Lederhosen macht frei" oder "Bavarian Bierhaus Blood" im Repertoire hat, kommt nicht umher, auf jeder Tour einen Stopp in München einzulegen. So auch in diesem Jahr auf der GRIMM SHIZA TOUR 2015. Als Location wurde der kleine, aber feine Club im Münchner Metaltempel Backstage gebucht. Bevor HANZEL und GRETYL jedoch dem geneigten Zuschauer/Zuhörer, eine für das Duo typische Lektion in Germanistik erteilen, dürfen RENEGADE aus München dem Publikum einheizen. Das Quartett hat allerdings mit seinem Mix aus Death- und Groove-Metal einen nicht einfachen Stand bei den auf Industrial-Metal gebürsteten Anwesenden. RENEGADE lassen sich davon nicht beirren und ziehen ihr Ding trotzdem durch. Die anfängliche Zurückhaltung seitens des Publikums löst sich nach dem zweiten Song etwas (vereinzelt werden sogar die Matten geschüttelt), was aber über die insgesamt sehr mittelmäßige Qualität der Songs nicht hinwegtäuschen kann. Ein paar coole Breaks, eine handvoll brauchbare Soli und ein talentierter Shouter - that's it. Am insgesamt durchwachsenen Auftritt der Münchner ändern die verschiedensten Maskeraden des Bassisten auch nicht wirklich viel, der sich in den knapp 35 Minuten, viermal (wenn ich richtig mitgezählt habe), eine andere Latex-Maske über das Haupt stülpt. Die Masken dienen aber zumindest als gute Überleitung zum Haupact des Abends. Nach der obligatorischen Umbaupause eröffnen HANZEL und GRETYL kurz nach 22 Uhr mit "Pentagram Sky" Teil 2 der verfrühten Helloween Party. Passend zur Thematik der letzten Veröffentlichung von HANZEL und GRETYL ("Black Forest Metal") trägt Kaizer von Loopy eine Wolfsmaske, die er während der ersten 5 Songs (komplett alle vom letzten Album) anbehält. Nachdem der düstere "Black Forest Metal" Block abgearbeitet wurde, widmen sich HANZEL und GRETYL älterem Liedgut: "Fikk dich mit Fire", "Third Reich from the Sun", "More German than German", jetzt werden die Titel präsentiert, mit denen sich HANZEL und GRETYL einen Namen im Industrial Underground gemacht haben und worauf eigentlich jeder wartet. War die Stimmung zu Beginn der Show schon sehr gut, so geht jetzt die Luzie endgültig ab: Headbangen, Mitgrölen und Zuprosten lautet die Devise. Die Metal Party der anderen Art ist in vollem Gange, ja sogar ein kleiner Circlepit tut sich auf. Leider haben Vas Kallas und Kaizer von Loopy es auch auf dieser Tour nicht vonnöten gehalten eine "richtige" Live-Band mitzubringen. Dafür gibt es viele Samples und noch mehr aus der Konserve zu hören. Schade. Weiter geht es mit "Das Boot", zu dem Vas und Kaizer vier Feierwütige auf die Bühne bitten. Steifelsaufen ist angesagt. Oft gesehen - trotzdem immer gut. Also sich rasch aus den Springern geschnürt und das Schuhwerk mit Gerstensaft gefüllt. Prost. Vom deutschen Reinheitsgebot kann nach dieser Einlage (vorsicht Wortspiel) also nicht länger mehr gesprochen werden. Weiter im Programm: "Bavarian Bierhaus Blood", "Fukken über Death Party", zwischendurch noch ein Bandshirt verschenkt und ein paar Bierchen gezischt, bevor schon das Ende naht. HANZEL und GRETYL bedanken sich artig, machen noch einen Diener und schwupps - weg sind sie. Doch da haben Vas und Kaizer die Rechnung ohne das Publikum gemacht, das einfach noch nicht gehen möchte. Nach einigen Minuten, gefüllt mit "Zugabe" Rufen, erbarmen sich HANZEL und GRETYL und legen noch einen Song nach. Danach ist aber endgültig Schluß. Nach ein paar Momenten des Verschnaufens lassen sich die Hauptakteure des heutigen Abends dann noch am Merchstand blicken, um mit den Fans Fotos zu machen und sich dabei noch ein paar Jägermeister einzuverleiben. (JK)

EIS / "Bannstein" / Prophecy Productions / 5 Tracks / 45:31 Min

Ein Bannstein absorbiert im magischen Sinne, in seiner Nähe, jegliche Magie und lässt das Wirken von Zaubersprüchen nicht zu. Trifft das hier auch auf das neue Album von EIS zu? Geht dem Album jeglicher Magie verloren, all das was EIS auf den Vorgängeralben ausgemacht hat? Nein, Gott sei Dank bzw Scheitan sei Dank, ist dem nicht so. Vier der fünf überlangen Songs auf "Bannstein" können verzaubern. Allen voran "Über den Bannstein", "Im Schloß der welken Blätter" und "Im Noktuarium". Bei diesen drei Tracks ziehen EIS alle Register der schwarzen Kunst: Hier verschmilzt das düstere Fundament aus nordischen Riffs und skandinavischer Melodieführung der EIS' schen Klangschmiede, abwechslungsreich und detailverliebt, zu einem in sich stimmigen Gesamtkunstwerk, ohne dabei überladen zu wirken. Oder anders ausgedrückt: Black Metal goes Art. Tempowechsel, Streicher, Akustik-Parts, Blastbeats und lyrisch verpackte Momente des Innehaltens. Alles zusammen nordisch kühl inszeniert und doch dabei homogen und warm präsentiert. Gänsehautmomente garantiert! Leider können EIS dieses Niveau nicht auf dem kompletten Album halten. Reicht "Fern von Jarichs Gärten" noch fast zu 100% an den Ideenreichtum und die süchtig machenden schwarz-magischen Momente der drei oben erwähnten Songs heran, verhält es sich mit dem Opener "Ein letztes Menetekel" anders. Dieser Song kann zu keinem Zeitpunkt den Bannstein überwinden. Obwohl handwerklich gut gemacht, wirkt er im Vergleich zu den anderen Songs, wie das hässliche Entlein im Teich. Doch mit viel Zuwendung (mehrmaliges Hören) verdient sich "Ein letztes Menetekel" letztendlich seine Daseinsberechtigung auf einem der besten Black Metal Alben des Jahres, dass das Gütesiegel "Made in Germany" trägt. (JK)

8.5 von 10

NEGATOR / EIS / ARS IRAE / ASPHAGOR


NEGATOR Live (© by The Discovered Land)

NEGATOR Live (© by The Discovered Land)

EIS Live (© by The Discovered Land)

EIS Live (© by The Discovered Land)

ASPHAGOR Live (© by The Discovered Land)

ASPHAGOR Live (© by The Discovered Land)

ARS IRAE Live (© by The Discovered Land)

ARS IRAE Live (© by The Discovered Land)

Konzertbericht NEGATOR / EIS / ARS IRAE / ASPHAGOR 10.10.2015 Backstage - München



NEGATOR und EIS zusammen auf "Lex Talionis" Tour und bei ihrem vorletzten Stopp am 10.10.2015 zu Gast in München. ARS IRAE und ASPHAGOR komplettierten ein starkes Package, dass wohl viele Blackmetal-Liebhaber an diesem Abend angezogen hat.  
Trotz planmäßigem Einlass um 18 Uhr konnten Spontanbesucher ihr Ticket erst gegen 19 Uhr an der Abendkasse ersteigern. sodass der Konzertbeginn nach Hinten verschoben werden musste. Um 19.20 Uhr starteten die Rosenheimer von ARS IRAE ihren 45-minütigen Auftritt. ARS IRAE gelang es, trotz des oftmals recht schwierigen Opener Slot, das Publikum, nachdem zu Beginn der Show die Halle noch relativ leer war, vermehrt vor die Bühne zu locken und von sich zu überzeugen. Mit ihrer Mischung aus harten Black Metall Riffs und Death Einschlägen schafften ARS IRAE es, eine abwechslungsreiche Show abzuliefern. Zugegeben, man hat den Sound, so schon das ein andere mal irgendwo gehört, dennoch wurden die Zuschauer letztendlich von der gekonnt umgesetzten Technik der Band in den Bann gezogen. 
Unter den Klängen eines atmosphärischen Intros legten ASPHAGOR um 20.20 Uhr los. Dank der wahnsinnigen Bühnenpräsenz der Band gelang es ASPHAGOR die Halle im Sturm zu erobern und die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch bis in die letzten Reihen für sich zu beanspruchen. Fast schon ist man dazu verleitet, ASPHAGOR als "Bilderbuch Black-Metal" zu bezeichnen - wären da nicht, gekonnt eingesetzte Wechsel in Stil und Technik, die den Auftritt abwechslungsreich gestalten. Die Tiroler standen den "größeren" Bands an diesem Ambend in nichts nach und konnten zum Ende ihres Auftritts einen prall gefüllten Saal zu ihren Gunsten verbuchen. 
21.30 Uhr, die Halle hatte sich erstaunlicherweise wieder etwas geleert, als EIS die Bühne betraten. Das anfängliche Problem mit der Technik, was dazu führte, dass der Sänger recht leise und teilweise unhörbar war, wurde relativ schnell behoben, sodass man sich in der Folge, in voller Lautstärke, den gewohnt derben Klängen der deutschen Melodic Black Metal Band hingeben konnte. Nichtsdestotrotz schien es einige Unstimmigkeiten im Ablauf zu geben, die einen immer wieder unsanft aus der mühsam aufgebauten Atmosphäre rissen. Auch zwei Songs vom neuen Album "Bannstein" wurden an diesem Abend in die Setlist mitaufgenommen, die die Band mit großen Elan spielte. Insgesamt war es aber nicht der beste Auftritt von EIS. Großen Anklang fanden allerdings die gratis Tour-Shirts, die EIS zwischendurch in die Menge warfen. 
Kurz vor 23 Uhr betraten dann  NEGATOR die Bühne. Der Saal war jetzt brechend voll und jeder stand nach relativ kurzer Zeit im Bann der einnehmenden Präsenz von Nachtgarm, der sich eindeutig als Führungsperson auf der Bühne positionierte und mit seinen Gesten die Aggressivität der Musik eindrucksvoll unterstütze. Inspiriert von der Atmosphäre ließ das Publikum sich von der Show mitreißen und geleitet von den harten Klängen, die immer wieder von gut getimten Breaks oder abrupter Stille unterbrochen wurden, von einem Song zum nächsten tragen. 
Summasumarum waren NEGATOR ein würdiger Headliner an einem grandiosen schwarzen Abend. (SM)

Donnerstag, 22. Oktober 2015

UGLY KID JOE / "Uglier Than They Used Ta Be" / Metalville - Rough Trade / 11 Tracks / 48:29 Min

UGLY KID JOE sind zurück. Und zwar "Uglier Than They Used Ta Be". Knapp zwei Dekaden, genauer gesagt 19 Jahre, nach dem letzten Album der Band, juckt es Whitfield Crane wieder in den Fingern. Wieviel ist noch übrig vom rebelischen UGLY KID JOE der frühen 90er, jener Zeit, als alle Welt den Heroin-Sound aus Seattle bevorzugte und der altehrwürdige Hard-Rock darbend am Boden lag? Überraschung Nr 1: UGLY KID JOE hören sich anno 2015 oftmals mehr nach den 90ern an, als selbst in den 90ern. Überraschung Nr. 2: Phil Campbell spielt bei drei Songs mit. Und Überraschung Nr. 3: Alles zusammen hört sich nichtmal übel an. Obwohl sich kein Monsterhit der Marke "Everything About You" oder "Cats in the Cradle" auf das Album verirrt hat, läuft "Uglier Than They Used Ta Be" relativ gut rein. Allerdings benötigt das Album ein paar Extraumdrehungen, um damit warm zu werden, da UGLY KID JOE ihre Unbekümmertheit der Anfangstage abgelegt haben und heutzutage "erwachsener" klingen, als das Coverartwork es vermuten lässt. Die Vocals und der Sound sind im Vergleich zu früher um einiges "dunkler". Beides stößt meistens sogar in (Post-) Grunge Gefilde vor, was Fans der ersten Stunde evtl irritieren könnte. Nichtsdestotrotz sind "Hell Ain't Hard to Find", "Let the Record Play" und "Bad Seed" wirklich gute Songs, auch (oder gerade deswegen?) weil UGLY KID JOE sich hier mehr an ALICE IN CHAINS annähern, als man es glauben mag. Drei Balladen auf einem Album zu haben, ist eher nicht Standard, UGLY KID JOE leisten sich diesen "Luxus" trotzdem. Ebenso wie die Tatsache, dass mit "Ace of Spades" (MOTÖRHEAD) und "Papa Was a Rolling Stone" (THE TEMPTATIONS) gleich zwei Coverversionen auf die Menschheit losgelassen werden.
So ist am Ende doch alles wie früher: UGLY KID JOE sind immer für eine Überraschung gut. (JK)

7 von 10

Freitag, 16. Oktober 2015

KING HEAVY / "King Heavy" / Cruz Del Sur Music / Tracks / 45:22 Min

Dass Doom nicht nur unter der nördlichen Hemisphäre funktioniert, beweißen KING HEAVY aus Chile mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum. Sieben Tracks voll düsterer Schwere, die sich irgendwo zwischen DANZIG und PENTAGRAM positionieren, dürften dem geneigten Musikliebhaber einmal mehr aufzeigen, dass der Underground immer noch brodelt, wenn auch nicht mehr ganz so heiß, wie noch in den 70er / 80er Jahren. KING HEAVY stehen für den Geist dieser Zeit, verschließen sich aber nicht gänzlich anderen musikalischen Einflüssen (Psychadelic Rock) und Epochen des Düstersounds (90er Jahre Epic-Doom). Das Ganze natürlich schön rifflastig, mit wummerndem Bass und einem Sänger, wie es ihn eigentlich nur im Doom geben kann, nämlich mit dem Hang zur Extravaganz. Zudem versuchen KING HEAVY die Schwere der Songs durch die Soli aufzulockern, was zumeist gelingt. Alles zusammen ergibt eine interessante Mischung, welche ihre Höhepunkte in "Wounds", "Thirteen Chosen Ones" und "He Who Spoke in Tongues" hat. Soundtechnisch hat sich  allerdings der "Fehlerteufel" eingeschlichen. Der Bass und auch das Schlagzeug hätten für meinen Geschmack eine Portion mehr Druck vertragen können.

Fazit: An vergangene Großtaten der Szene-Platzhirsche reicht das Debütalbum von KING HEAVY nicht heran. Dennoch macht das Album, hier vor allem die zweite Hälfte, einiges her. (JK)

7 von 10
 
www.cruzdelsurmusic.com
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