ISTAPP. Schwedens Exportschlager Nr 1, wenn es um (Melo) Black Metal mit frostiger Note geht, sind zurück. 5 lange Jahre hat sich
Fjalar für das Nachfolgealbum von "Blekinge" Zeit gelassen. 5 Jahre in denen das Bandgefüge durchgemischt wurde, sich an der musikalischen Ausrichtung aber nichts geändert hat.
ISTAPP umhüllen ihren hymnenhaften Melodic Black Metal /Viking-Metal wie gewohnt mit der Kälte Thematik (Eis, Minusgrade, Schnee, Winter usw.). Als gelungen Schachzug darf man die Besetzung von
Isar am Mikro bezeichnen.
Isar ist für
Fjalar kein Unbekannter, "singt" er doch auch bei
Fjalar's Zweitband
NIVLHEL. Der Kontrast aus fauchenden Vocals (
Isar) und Klargesang (
Fjalar), Uptempo und den hochmelodischen Leads, verleihen "Frostbiten" nicht nur einmal dieses epische Hochgefühl, das an
VINTERSORG und
BORKNAGAR erinnert, ja sogar
BATHORY gelegentlich in Erinnerung ruft. Da der Klargesang nur sehr sparsam eingesetzt wird, muss sich auch kein Anhänger der ursprünglichen schwarzen Lehre naserümpfend abwenden. Selbstredend ist die Tatsache, dass das Schlagzeug nur zwei Geschwindigkeiten kennt: Doublebass und Blastbeats. Ungewöhnlich für Musik dieser Art ist die realtiv kurze Spielzeit (zwischen 2:38 Min und 4:27 Min) der einzelnen Tracks. In der Kürze liegt die Würze mag sich
Fjalar wohl gedacht haben. Womit er in diesem Fall auch Recht hat, ist doch jeder Song eingängig as fuck und kann mit einer Vielzahl von Details und Arrangements aufwarten.
Fazit: Auch wenn es noch ein paar Tage hin ist, der Winter kann kommen.
ISTAPP haben den passenden Soundtrack dazu mit "Frostbiten" jetzt schon geschrieben. "Frostbiten" glänzt mit zehn unterkühlten Hymnen, die einem die Sommerbräune in Nullkommanix aus dem Gesicht pusten. (JK)
Anspiel-Tipps: "Frostbiten", "Fimbulvinter", "Ma Det Aldrig Töa", "Apep"
8.5 von 10
LINE-UP
Isar – Vocals
Fjalar – All Instruments and clean Vocals
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